Berliner Doppelpack

Gegen Union gibt es für den SC Freiburg wohl ein Wiedersehen mit zwei alten Bekannten

Nach dem 0:0 gegen schwer zu knackende Bremer erwartet den SC Freiburg im Heimspiel gegen Union Berlin die nächste knifflige Aufgabe. Die körperlich robusten Hauptstädter spielen eine starke Saison – mit tatkräftiger Unterstützung zweier Ex-Freiburger. Beide könnten nach längerer Pause ausgerechnet gegen den SC ihr Comeback feiern.Vincenzo Grifo nannte die Eisernen aus Berlin zuletzt einen „Lieblingsgegner“ des Sportclub. Im ZDF-Studio erinnerte der italienische Nationalspieler daran, dass nicht jeder Beobachter in jüngerer Vergangenheit den Freiburgern zugetraut hatte, die als robust geltenden Berliner knacken zu können. „Das haben wir letztes Jahr aber bewiesen, das wollen wir jetzt wieder“, sagte Grifo.


Streich: „Wirklich reif“
Beim 1:1 im vergangenen Oktober hatte der 27-Jährige die Freiburger 1:0-Führung erzielt. Die Vorlage für den Ausgleich der Berliner kam von Max Kruse. Der Ex-Freiburger mit dem Faible für extravagante Sportwagen und nächtliche Pokerrunden könnte auch am Samstag auf dem Rasen stehen – wenn alles nach Plan läuft. Ein Muskelbündelriss hatte den 32-jährigen Offensivkünstler, der von 2012 bis 2013 in Freiburg spielte, zuletzt außer Gefecht gesetzt. Vor einer Woche kündigte er dann auf Instagram sein mögliches Comeback beim Ex-Klub an. Kurz darauf bestätigte Kruses Trainer Urs Fischer diese Option, sagte aber auch: „Man darf nicht vergessen, dass er zweieinhalb Monate gefehlt hat.“
SC-Trainer Christian Streich, der schon häufiger über Kruses „fußballerische Intelligenz“ schwärmte, wird sich noch auf ein weiteres Wiedersehen freuen dürfen. Nico Schlotterbeck, den der SC für eine Saison an Union verliehen hat, ist nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre ebenfalls gegen Freiburg wieder einsatzberechtigt. Der Innenverteidger hat sich bereits in die Herzen der Berliner als Unions jüngster Bundesliga-Torschütze gespielt – am zweiten Saison-Spieltag traf der damals 20-Jährige gleich in seinem ersten Spiel für Berlin beim 1:1 gegen Gladbach. Wegen Verletzungen und der Sperre brachte er es aber ingesamt nur auf fünf Einsätze.
Streich, der gerade seinen Vertrag vorzeitig verlängert hatte, zeigte sich zuletzt zufrieden mit seiner Mannschaft. „Sehr, sehr diszipliniert“ habe sein Team in Bremen gespielt und keine Konter in der zweiten Hälfte zugelassen. „Das ist wirklich reif gewesen“, so Streich.

Matthias Joers

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