„Wir machen weiter“

„Herbstvergnügen“ trotz Corona-Einschränkungen - Interview

Der Auftakt des Freiburger Herbstvergnügens lief rund: am Freitag und Samstag waren jeweils rund 2.000 Besucher auf der Mini-Messe unterwegs, am Sonntag waren es 4.500. Rund 30 Schausteller und Marktkaufleute sind bei dem Ersatz für die abgesagte Herbstmess’ mit Fahrgeschäften, Buden und mehr zu Gast. Doch seit Montag gilt die verschärfte Corona-Verordnung des Landes und es sind nur noch 100 statt 500 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände erlaubt. Was das für Schausteller und Besucher bedeutet, erklärt Thomas Barth, Projektleiter des Veranstalters FWTM, im Gespräch mit Saskia Schuh.

Herr Barth, seit Montag gilt die Begrenzung auf 100 Besucher gleichzeitig – warum haben Sie entschieden, trotzdem weiterzumachen?

Thomas Barth: Die Entscheidung ist mit allen Beteiligten getroffen worden. Die ersten drei Tage haben uns darin bestärkt, weiterzumachen. Wir haben viele lobende Worte von Besuchern bekommen, dass die Veranstaltung richtig und wichtig ist. Die Besucherzahlen der ersten Tage zeigen, dass der Bedarf da ist. Und wenn man sieht, wie ein kleines Kind zum ersten Mal Karussell fährt und danach vor Begeisterung nicht mehr aussteigen will und wie die Leute die Auszeit vom Alltag genießen, lohnt sich das schon. Das alles gibt einem die Kraft, die Mess’ auch in kleinerem Rahmen durchzuführen. Die Schausteller sagen auch: Abbauen wäre jetzt das falsche Signal, für sie zählt jeder Euro. Außerdem soll das Wetter in den kommenden Tagen auch mitspielen. Es ist also auf jeden Fall die richtige Entscheidung weiterzumachen.

Lohnt sich das für die Schausteller?

Barth: Nach dem erfolgreichen Auftakt hat die FWTM den Schaustellern weitere Rabatte zugesagt. Wir möchten keinen im Regen stehen lassen. Das eigentliche Geldverdienen wäre jetzt los gegangen, aber die Schausteller wollen auf jeden Fall weitermachen.

Was bedeutet die Begrenzung für die Besucher?

Barth: Die Wartezeiten lagen bei 500 Besuchern in den Stoßzeiten bei etwa 25 Minuten. Das könnte, vor allem in den Abendstunden, noch etwas länger dauern. Aber wer direkt um 14 Uhr kommt, muss nicht mit langen Wartezeiten rechnen. Zudem gilt auf dem ganzen Gelände jetzt auch die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Ist eine mögliche Verlängerung trotz der Besucherbegrenzung noch im Gespräch?

Barth: Ja, eine Verlängerungen in die Herbstferien wird aktuell geprüft.

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