Es kommt der RB-Bezwinger

SC empfängt Bremen und feiert einen Unsichtbaren, der aus dem Stadion nicht wegzudenken ist

Am Samstagnachmittag empfängt der SC Freiburg zum 26. Spieltag den SV Werder Bremen. Während die Hanseaten zuletzt deutlich mit 3:0 gegen den Tabellenzweiten aus Leipzig gewannen und ein Ausrufezeichen setzten, bereiten sich die Breisgauer gewohnt unaufgeregt auf den kommenden Gegner vor. Gleichzeitig köchelt es bereits jetzt in der Gerüchteküche – und ein Freiburger feiert ein ganz besonderes Jubiläum.

500 Spiele in der ersten und zweiten Bundesliga. Allesamt für den gleichen Verein. Das ist mal eine Hausnummer. Beim SC Freiburg gibt es an diesem Samstag etwas zu feiern. Der Jubilar hat den Freiburger Marathonmann auf der Trainerbank, einen gewissen Volker Finke, kommen und wieder gehen sehen. Ob er auch den aktuellen Trainer in seiner Funktion überleben wird? Die Rede ist von Claus Köhn, dem Stadionsprecher des SC Freiburg. Seit 1988 gibt der heute 67-Jährige unter anderem Torschützen und Auswechslungen durch, benennt vor dem Anstoß die jeweiligen Mannschaftsaufstellungen und sorgt für die musikalische Begleitung im Stadion – inzwischen von seiner eigenen kleinen Kabine oberhalb der Haupttribüne, früher noch mittendrin in der Fanmeute. Das runde Jubiläum des Mannes, dessen Gesicht dem Stadionbesucher stets verborgen bleibt, dessen Stimme jedoch jedem SC-Fan noch Stunden nach dem Spiel in den Ohren klingt, macht für viele Fans einen nicht unerheblichen Teil der Faszination beim Stadionbesuch aus. Kein einziges Heimspiel hat Köhn seit seinem ersten Tag hinterm Mikrofon verpasst. Die Freiburger Fußballfans verneigen sich und sagen herzlichen Glückwunsch, Claus.

Auf dem Rasen wird es derweil keinen feierlichen Anlass geben, wenn der SC mit dem SV Werder Bremen eine Mannschaft im Aufschwung empfängt. Seit fünf Spielen sind die Kicker von der Weser ungeschlagen. Zuletzt besiegte der Tabellendreizehnte gar Bayern-Verfolger RB Leipzig mit einer taktischen Meisterleistung klar mit 3:0. Die Streich-Elf dürfte also gewarnt sein.

Nicht minder interessant: Die Gerüchteküche die momentan um die beiden SC-Akteure Florian Niederlechner und Alexander Schwolow köchelt. Stürmer Niederlechner, bis Saisonende auf Leihbasis aus Mainz an die Dreisam berufen, gilt als heißer Kandidat für eine dauerhafte Verpflichtung beim Sportclub. Wie das Fachmagazin „Kicker“ berichtet, wird der Verein mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kaufoption ziehen und den derzeit besten SC-Torschützen an sich binden. Einen anderen Weg könnte Torhüter Alexander Schwolow einschlagen. Wie der „Kicker“ schreibt, wird der 24-Jährige als Nachfolger von René Adler beim Hamburger SV gehandelt. Bereits Anfang Februar wurde Schwolow mit Bayer 04 Leverkusen in Verbindung gebracht. Sein Vertrag in Freiburg läuft bis 2018. Wie in jeder erfolgreichen Saison lassen die Transfergerüchte in Freiburg einmal mehr nicht lange auf sich warten. Benjamin Resetz

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