Zusammenhalten in der Krise

Helfen und geholfen werden: Selten war die gegenseitige Unterstützung der Freiburger so viel wert wie in diesen Zeiten

Gemeinsam stark durch die Corona-Krise. Im ganzen Bundesgebiet haben sich Menschen, Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um Hilfe zu vermitteln oder anzubieten. So auch in Freiburg. Wir haben einige Anlaufstellen für Hilfesuchende zusammengefasst.

Schwarzwald-Crowd
Die von der Badenova gestartete Online-Plattform „Schwarzwald-Crowd“ war ursprünglich dazu gedacht, damit Vereine und Organisationen unkompliziert Sponsorengelder für Projektideen einsammeln können. Doch in der Corona-Krise erweist sich die regionale Crowd als ein sinnvoller Weg, um Selbstständigen und Kleinunternehmen zu helfen, die wegen der Krise in eine finanzielle Schieflage geraten. So werben z.B. aktuell ein Freiburger Athletik- und Laufcoach (noch bis 1. Juni) und ein Tierheim (bis 23. Juni) um finanzielle Hilfe. Die Projektinitiatoren haben 60 Tage Zeit, ihr Projekt vorzustellen und Gelder zu sammeln. Die Umsetzung folgt dem Prinzip: Alles oder nichts. Wird die benötigte Summe also erreicht, kann das Projekt umgesetzt werden. Wenn nicht, erhält jeder Unterstützer sein Geld zurück. Ein Clou: Unterstützer können frei spenden oder sich als Gegenleistung eine Prämie aussuchen.
Und wo finde ich das? www.schwarzwald-crowd.de


Digitales Helferportal
Mit dem digitalen Helferportal der gemeinnützigen Freiburger Genossenschaft Sages eG kann Hilfe organisiert werden: Entweder registriert man sich als Helfer oder man vermittelt einem anderen Menschen Hilfe. Und wo finde ich das?www.sages-eg.de, Telefon 07 61/ 2 14 56 94, E-Mail: info@sages-eg.de


Freiwillige Helfer der Fachschaft Medizin
Am 18. März hatte Landeswissenschaftsministerin Theresia Bauer einen Aufruf an Medizinstudierende gestartet, sich als Helfer in der Corona-Krise einzusetzen. Die Offene Fachschaft für Medizin Freiburg griff den Appell auf und koordinierte ein Helfernetzwerk für den Hilfseinsatz an der Uniklinik. Auch weitere Fachschaften hatten die Uniklinik angeschrieben. Dem Aufruf sind bisher fast 1.600 Studierende gefolgt, von denen aktuell ca. 350 Studierende in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Gesundheitsämtern unterstützend tätig sind. Das Unterstützungsangebot richtet sich nicht nur an Einrichtungen in Freiburg, sondern schließt auch Institutionen wie Pflegeheime und Gesundheitsämter in einem weiteren, wenig urbanen Umkreis mit ein.
Und wo finde ich das?Corona Taskforce der Offenen Fachschaft Medizin e.V.E-Mail: corona@ofamed.de


Nachbarn helfen Nachbarn
Hier bieten mehrere Gruppen einen Überblick: Einmal gibt es da zum Beispiel die Gruppe „Corona Nachbarschaftshilfe“ auf nebenan.de: Helfer_innen bieten kostenlose Hilfsdienste (Einkaufen, Medikamente besorgen, Kinderbetreuung, Gassi gehen) an. Ansprechpartnerin ist Isabel Hackl. Telefon: 01 76/72 32 94 04 oder 01 60/92 31 25 30.
Auch auf Facebook wurde eine Hilfe-Gruppe gegründet. Seit Mitte März können hier Freiburger und Menschen aus dem Umland ihre Hilfe anbieten oder nach Unterstützung fragen. Inzwischen zählt die von Aileen Haller gegründete Gruppe rund 2.800 Mitglieder. Einfach auf Facebook nach „Coronavirus Nachbarschaftshilfe Freiburg - Suche/Biete Unterstützung!“ suchen.
Und wo finde ich das? www.facebook.com/groups/204327920778143/oder auf www.nebenan.de


Helfer für jeden Stadtteil
Auch in den einzelnen Stadtteilen gibt es Anlaufstellen. Oft sind diese in den Quartiersläden oder Stadtteiltreffs zu finden. Auch die verschiedenen Bürgervereine engagieren sich. Die Stadt Freiburg hat auf ihrer Seite zum Stadtjubiläum eine Übersicht verschiedener Hilfsangebote zusammengestellt. Für Personen, die bürgerschaftlich organisierte Hilfe suchen oder Hilfe anbieten hat die Stadt Freiburg eine spezielle Telefon-Hotline 07 61/2 01 30 51 und die Mail-Adresse wirhelfen@stadt.freiburg.de eingerichtet (9 bis18 Uhr).
Und wo finde ich das?www.2020.freiburg.de


Zuhörtelefon und mehr
Eine stadtweite Vermittlung von Helfern findet man über das Portal „Corona Solidarität“. Zudem findet hier auch regelmäßig ein Austausch über eine Chatgruppe oder per Email statt: freiburg@corona-solidaritaet.de. Desweiteren wurde ein sogenanntes „Zuhörtelefon“ der Corona-Solidarität ins Leben gerufen.
Und wo finde ich das?Unter der Telefonnummer: 07 61/88 79 60 20 gibt es täglich von 10 bis 12 Uhr sowie 16 bis 18 Uhr anonyme telefonische Unterstützung durch geschultes Personal.

Nähen für die Solidarität
Ehrenamtliche (Hobby-)Näherinnen und -Näher können sich über die unten genannte Online-Platform melden und in Heimarbeit nach einer Anleitung des Deutschen Hausärzteverbandes Behelfsgesichtsmasken herstellen und diese an pflegerische und medizinische Einrichtungen spenden.
Und wo finde ich das?freiburg.corona-solidaritaet.de



BZ hilft
Auch die Badische Zeitung hat sich von Anfang an mit einer Hilfsaktion beteiligt. Unter der Überschrift „BZ hilft“ können sich seit Mitte März Privatpersonen oder Institutionen bei der Freiburger Tageszeitung melden und ihre Hilfe anbieten. Auf der Webseite finden sich auch viele Beispiele.
Und wo finde ich das?www.badische-zeitung.de/bzhilft

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