Steigende Fallzahlen in der Region Freiburg und Corona-Krise im Elsass:

Darum gilt ab Samstag in Freiburg ein zweiwöchiges Betretungsverbot für öffentliche Orte

Die Corona-Fallzahlen in Freiburg und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald steigen weiter. Am heutigen Freitag (Stand: 7 Uhr) waren es insgesamt 303 Fälle, 158 davon in der Stadt Freiburg und 145 im Landkreis (siehe Grafik). Diese Zahlen, vor allem aber die dramatische Situation im angrenzenden Elsass (Region Grand-Est), sind der Grund für das zweiwöchige Betretungsverbot für öffentliche Orte, das ab Samstag in Freiburg in Kraft tritt. „Der Blick zu unseren Nachbarn in Frankreich zeigt, wie rasant sich die Situation verschlimmern kann. Dort sterben immer mehr Menschen“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn. In der Region Grand-Est liegt der Zahl der Corona-Toten bereits bei 93. 1169 Menschen werden stationär im Krankenhaus behandelt, 300 Menschen werden künstlich beatmet. Eine Gesamtzahl aller Infizierten mit Covid-19 wird von den dortigen Behörden schon gar nicht mehr veröffentlicht. Auch in Frankreich hielten sich viele Menschen nicht an die dringende Empfehlung ihrer Regierung, zu Hause zu bleiben. Oberbürgermeister Martin Horn sagt deshalb: „Ich appelliere an die Vernunft aller Freiburgerinnen und Freiburger, sich an das zweiwöchige Betretungsverbot für öffentliche Orte zu halten.“ (fwb)

Hintergrund:
Das Betretungsverbot für öffentliche Orte in Freiburg tritt ab dem morgigen Samstag in Kraft und gilt bis zum 3. April. Es handelt sich formal NICHT um eine Ausgangssperre. Aber das Haus oder die Wohnung sollen nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen werden. Erlaubt bleibt der Einkauf von Lebensmitteln, der Gang zum Arzt, der Weg zur Arbeit. Aufenthalte im Freien sind nur alleine, zur zweit oder mit den im eigenen Haushalt lebenden Personen erlaubt (z.B. Familie). Von allen anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten. Dies gilt auch für die Nutzung von Bussen und Bahnen. Individuelles Sporttreiben im Freien, wie z.B. Joggengehen oder Gassigehen mit dem Hund sind nicht verboten.

Wie verhalte ich mich im Verdachtsfall?
- Keine persönliche Vorstellung im Gesundheitsamt.
- Das Gesundheitsamt nimmt keine Abstriche vor.
- Wenden Sie sich zuerst an Ihren Hausarzt!
Wichtig: Personen, die den Verdacht haben, mit Coronaviren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, sollen sich zunächst telefonisch mit dem Hausarzt in Verbindung setzen. Nicht unangemeldet in die Praxis oder ins Krankenhaus gehen.Bis zur weiteren Abklärung zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum beschränken.

Für alle Fragen zum Coronavirus hat das Gesundheitsamt eine Telefon-Hotline für Rat suchende Bürgerinnen und Bürger eingerichtet: 0761 2187-3003 (8 bis 16 Uhr)

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