Wieder auf Kurs

Der SC fährt erleichtert, aber mit Respekt vor Florian Niederlechner zum FC Augsburg

Die große Freude über das Erreichen der 30-Punkte-Marke lassen den SC Freiburg die Auswärtsfahrt nach Augsburg entspannter angehen. Doch beim FCA erwarten die Sportclub-Kicker einen gut aufgelegten Ex-Kollegen. Torhüter Alexander Schwolow rechnet mit einem turbulenten Spiel.„Dass wir die drei vorne stehen haben, war psychologisch ein wichtiger Schritt“, sagte Schwolow nach dem wichtigen 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim. Der 27-jährige Torhüter war mit seinen Rettungstaten einer der Hauptdarsteller am Samstag. Der Freiburger Schlussmann weiß, dass es sich mit einem Dreier viel angenehmer in die Trainingswoche starten lässt. Groß war daher die Erleichterung nicht nur bei ihm, sondern in der gesamten Mannschaft.


Entwarnung bei Robin Koch
Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) in Augsburg aber werden die Karten neu gemischt. Beim FCA seien es „immer heiße Spiele gewesen, immer turbulent“, so Schwolow. Eine für den SC unberechenbare (wenn auch nicht unbekannte) Größe dürfte Florian Niederlechner werden. Der Torjäger, der im Sommer vom SC zu den Fuggerstädtern gewechselt war, zählt mit elf erzielten Toren zu den Toptorschützen der Liga.
„Flo ist überragend drauf“, sagt SC-Trainer Christian Streich. Und Schwolow ergänzt: „Ich freue mich für ihn, dass er so gut trifft. Aber es wäre gut, wenn er mal eine Pause macht.“ Der Torhüter fordert: „Den müssen wir im Auge behalten.“
Die inzwischen 32 Punkte auf dem Freiburger Konto lassen „das extrem schwierige Spiel“ (O-Ton Streich) aber etwas weniger bedrohlich wirken. Christian Streich freute sich vor allem, dass seine Spieler gegen die Hoffenheimer mit mehr Power unterwegs waren: „Wir waren nicht immer gut, aber wir waren leidenschaftlich. Das wollte ich sehen.“
Dennoch schauen die Freiburger nach wie vor in den Rückspiegel und nicht in Richtung Europokalplätze: „Der Coach ist gerne mal ein bisschen vorsichtiger, wenn ich das so sagen darf. Wir sind auch so gepolt“, sagt Alexander Schwolow. „Wir wollen erst unsere Punkte einsammeln, damit wir den Klassenerhalt eintüten. Dann können wir über alles reden.“ Entwarnung gibt es bei Robin Koch, der sich nach seinem Zusammenprall mit einer Werbebande wieder auf dem Weg der Besserung befindet. Eine Gehirndiagnose wurde bei ihm nicht diagostiziert.

Matthias Joers


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