ven Meyer Die Freiburger Fasnet startet voll durch

Fürs Stadtjubiläumsjahr hat sich die Breisgauer Narrenzunft etwas besonders Stimmungsvolles ausgedacht: die „Nacht der Narren“

Der Höhepunkt der Freiburger Fasnet rückt immer näher. Geht es nach den Narren, dann gibt es allen Grund zur Vorfreude. Bunter, größer und stimmungsvoller soll es in diesem Jahr werden. Dazu gibt es einige Besonderheiten. „Wir wollen natürlich auch etwas zum Stadtjubiläum beitragen und haben uns etwas Tolles ausgedacht“, berichtet Freiburgs Elferratspräsident Achim Wiehle.
Herausgekommen ist die von der Breisgauer Narrenzunft initiierte „Nacht der Narren“ am 22. Februar, dem „Fasnetssamschdig“. Es handelt sich dabei um eine einmalige Sonderveranstaltung im Anschluss an die diesjährige „Stroßefasnet“ in der Freiburger Innenstadt. Ein Fackelumzug mit zahlreichen – auch von außerhalb angereisten Zünften – startet um 18.30 Uhr, um später auf dem Münsterplatz zusammenzukommen.
„Wir rechnen mit über 1.200 Hästrägern. Alle werden sich am Ende vor dem Historischen Kaufhaus, wo eine große Bühne aufgebaut sein wird, zusammenfinden. Guggenmusik-Formationen, teilweise auch aus der Schweiz, werden auftreten. Dazu gibt es einen Wettbewerb im Männertanzballett, bei dem eine prominente Jury vor Publikum den Sieger küren wird“, erläutert Wiehle und verspricht: „Es wird ein mitreißendes, sehr stimmungsvolles Programm. Und danach geht’s weiter, denn dann startet die Beizefasnet.“ Den genauen Umzugsweg der „Nacht der Narren“ findet man auf der Internetseite der Breisgauer Narrenzunft.
Die zweite Neuerung in diesem Jahr wird der Rathaussturm am „Schmutzige Dunschdig“ sein: Dieses Jahr wird die komplette Veranstaltung auf dem Rathausplatz und nicht mehr innerhalb des Rathauses ablaufen. Lediglich die Schlüsselübergabe findet auf dem Rathausbalkon statt. Danach sind alle Akteure inklusive des Oberbürgermeisters auf dem Rathausplatz unterwegs. In den vorigen Jahren sind im Zuge des Rituals viele „Narren“ ins Rathaus verschwunden und haben dort in den Räumen gefeiert. Diesmal soll die große Sause draußen und mit allen, die mitfeiern wollen, stattfinden. Dazu wird es eine große Bühne mit Programm und Live-Moderation geben.


Größter Umzug der Region
„Ich bin mir sicher, dass die Fasnet in diesem Jahr ein großer Erfolg wird. Gerne wird die Freiburger Fasnet ja etwas unterschätzt, aber wenn man sich vor Augen hält, wieviele Menschen durch das närrische Treiben mobilsiert werden, ist das beeindruckend. Jedes Jahr sind das rund 200.000 Menschen“, erläutert Achim Wiehle.
Ein großer Höhepunkt für die meisten Freiburger dürfte auch diesmal wieder der „Fasnetmendigumzug“ am 24. Februar sein, der ab 14 Uhr quer durch die Innenstadt startet. Mit dabei sind 140 Gruppen mit über 3.000 Hästrägern und bis zu 80.000 Schaulustigen. Es handelt sich um die größte närrische Veranstaltung in Südbaden.
Für ein entsprechendes Sicherheitskonzept ist dabei natürlich gesorgt. „Wir haben eine hervorragende Zusammenarbeit von Polizei, privaten Sicherheitsdiensten, Zunftmitgliedern und Amt für Öffentliche Ordnung. Im vergangenen Jahr hat es nur zwei kleine Vorfälle mit Betrunkenen gegeben. Eine so friedvolle und stimmungsvolle Fasnet wünschen wir uns auch diesmal“, so Wiehle.

Sven Meyer
Mehr Infos zur Freiburger Fasnet mit allen Zeiten und Umzugsrouten unter: www.breisgauer-narrenzunft.de

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