Siebenmal „Nein!“ zu höheren Parkgebühren

Gewerbetreibende befürchten, dass die Kunden durch die Preiserhöhung verschreckt werden – und suchen nach Alternativen

Es ist ein breites Bündnis von insgesamt sieben Vereinigungen, das sich der geplanten Erhöhung der Parkgebühren in Freiburg entgegenstellt: Altstadtgesellschaft, der lokale Hotel- und Gaststättenverband Dehoga, Gastliches Freiburg, Handelsverband Südbaden, die Händlervereinigungen „Herzschlag Freiburg“ und „z’Friburg in der Stadt“ sowie der Lokalverein Innenstadt sind sich in diesem Punkt einig wie selten zuvor.
Der Handel klagt bereits seit Jahren über einen Rückgang der Besucherzahlen in der Innenstadt, 25 Prozent weniger Kunden seit 2009 vermelden die Traditionshäuser. Schreite dieser Trend weiter voran, sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis viele Mittelständler schließen müssten und das Zentrum veröde. Eine aktuelle Umfrage der städtischen Gesellschaft „Freiburg, Wirtschaft Touristik und Messe“ im Freiburger Umland bestätigt: Die Parksituation ist bei den Befragten zwischen 21 und 71 der größte Schwachpunkt des Freiburger Stadtzentrums, die Hälfte der Befragten gab an, Vergünstigungen beim Parken könnten sie jedoch wieder in die Innenstadt locken. Deshalb fordert das Bündnis: „Die Folgen einer Gebührenerhöhung für Kunden aus dem Umland durch flankierende Maßnahmen abfedern.“ Einige Vorschläge werden gleich mitgeliefert: zum Beispiel eine minutengenaue Abrechnung der Parkgebühr in Parkhäusern, Online-Reservierung von Parkplätzen oder der Ausbau der Park&Ride Kapazität. Das Fazit: „Wir fordern die Verwaltung und den Gemeinderat dringend auf, Maßnahmen zu ergreifen, Besucher aus dem Umland für die Freiburger Innenstadt zurückzugewinnen. (clk)

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