Stelldichein der schönsten Miezen

Das Who’s Who der Katzenwelt traf sich am vergangenen Wochenende auf dem Freiburger Messegelände

Rund 1.500 Katzen, Züchter und Aussteller aus 28 Ländern und jede Menge Katzenliebhaber trafen sich am vergangenen Wochenende bei der Weltkatzenausstellung. Zwei Tage lang hatten die Samtpfoten die Freiburger Messehallen voll im Griff.Wer Fauchen, Miauen und Kratzen erwartet, der wird beim Betreten der drei großen Messehallen eines Besseren belehrt. In trauter Eintracht schnurren die Katzen hier Käfig an Käfig und warten entspannt auf ihren großen Auftritt. Flaggen an den Gängen zeigen, wo die verschiedenen Vertreter der Teilnehmerländer zu finden sind, wobei es oft auch reicht, auf die Dekoration der Käfige zu achten. Zu sehen sind polnische Flaggen, brasilianische Nationalfarben, aber auch jahreszeitspezifische Deko mit Kürbissen und Spinnennetzen ist zu entdecken. Genauso vielfältig geht es bei den Katzen zu: Die unterschiedlichsten Rassen sind vertreten, von der Maine Coon bis zur Britischen Kurzhaarkatze.
Erstmals seit 2001 kam das Weltereignis wieder nach Deutschland, das letzte Mal hatte es in Augsburg stattgefunden, berichtet Ortrud Römer-Horn, Sprecherin des Deutschen Edelkatzenzüchter-Verbandes, der die Mega-Veranstaltung ausgerichtet hat. „Ein riesiger organisatorischer Aufwand“, wie Römer-Horn zugibt, „zumal das meiste auf ehrenamtlicher Basis abläuft“. Beinahe drei Jahre haben die Vorbereitungen gedauert, mit dem Ergebnis ist man sehr zufrieden.
Verena Strzemsky und Matthias Grebe sind aus Lippstadt angereist, um bei dem großen Ereignis dabei zu sein. Ihre beiden Katzen haben es diesmal zwar nicht aufs Podium geschafft, dennoch war die Ausstellung für Herrchen und Frauchen ein Erlebnis. Bis zu acht Mal im Jahr ist das Paar mit seinen Champions (so werden prämierte Katzen genannt) auf unterschiedlichen Ausstellungen, auch in den Niederlanden und Belgien, unterwegs. Ihr Zuhause haben sie katzenfreundlich umgebaut, Kater, Katzen und Kitten haben getrennte Rückzugsräume, ein riesiges Gartengehege bietet den Stubentigern Auslauf. Dennoch ist das Ganze für die Physiotherapeutin Strzemsky nur ein Hobby, von dem ihr Mann Matthias sich hat anstecken lassen.
Wer prämiert wird, darüber entscheiden 24 Richter, die die Kandidaten hinsichtlich Fell, Augen und anderen rassespezifischen Merkmalen unter die Lupe nehmen. Dann werden in insgesamt 26 Kategorien die schönsten Katzen der Welt bestimmt. Im kommenden Jahr wird die „World Cat Show“ in Italien stattfinden. „Bis die Ausstellung wieder nach Deutschland kommt, werden bestimmt wieder rund 20 Jahre vergehen“, so Römer-Horn. Eine lange Zeit für Katzenfreunde.

Claudia Kleinhans

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