Mundenhof wächst

Stadt will Tiergehege erweitern und Schlechtwetter-Angebote schaffen

Gute Nachricht für die Fans von Erdmännchen & Co.: der Munden-hof wird erweitert. Ein neues Areal von bis zu fünf Hektar bietet mehr Platz für die steigende Anzahl der Besucher – und für den einen oder anderen tierischen Neuzugang, wie jüngst die Buntmarder.

Besucheransturm
Erdmännchen, Affen & Co. sind ein Besuchermagnet, an sonnigen, warmen Tagen wird es auf dem Munden-hof eng. Zwischen 2013 und 2018 ist die Zahl der Besucher um 34 Prozent gestiegen, allein im vergangenen Jahr waren es 400.000. Der geplante Stadtteil Dietenbach mit rund 16.000 Bewohnern direkt am Mundenhof sei ein weiterer Grund für die Erweiterung.


Mehr Platz
Die 38 Hektar große Fläche des Tiergeheges soll um etwa fünf Hektar wachsen – mehr Platz für Besucher und Gehege und somit wohl für auch den einen oder anderen tierischen Neuzugang, wie zuletzt die Buntmarder. Das Weibchen ist bereits eingezogen, ihr Partner soll in Kürze folgen. Vorgesehen ist ein zusätzliches Areal zwischen Naturschutzgebiet Rieselfeld und Flächen der Stadtgärtnerei, angrenzend an die Autobahn. Dafür soll unter anderem das Erdaushublager des Garten- und Tiefbauamts verlegt werden. Die Stadtgärtnerei bekommt dort mehr Platz und gibt dafür Fläche für das Tiergehege im Westen ab.


Große Investition
Der Mundenhof steht vor dem dritten, großen Umbruch – nach der Erweiterung Mitte der 80er-Jahre und der Umgestaltung Ende der 90er-Jahre. Entwickelt wurde ein Zehn-jahresplan „mit Investitionen von bis zu drei Millionen“, erklärte Bürgermeisterin Gerda Stuchlik bei einer Pressekonferenz vergangene Woche.


Indoor-Spielspaß
Ausflugsziel bei schlechtem Wetter: In dem sanierten Alten Kuhstall entsteht bis 2025 ein Indoor-Angebot für Familien. Geplant sind interaktive Stationen zu Themen wie Landwirtschaft oder Tierhaltung und Spieleangebote, wie Ins-Heu-Springen oder Burgen aus Strohballen bauen. Aus dem Requisitenlager soll (zwischen 2026 und 2029) ein kleiner Schaubauernhof werden.


Freier Eintritt
„Wir werden auch zukünftig keinen Eintritt verlangen“, sagt Gerda Stuchlik. Allerdings soll die Parkgebühr erhöht werden – das werde dem Gemeinderat vorgeschlagen.


ZMF
„Der Mundenhof hat Priorität“ betont Gerda Stuchlik. Das ZMF soll am bisherigen Standort bleiben. Wenn die Erweiterung des Munden-hofs fertig sei, könnte die ZMF-Fläche vergrößert werden. Ein weiteres großes Zelt wird es jedoch nicht geben, so die Bürgermeisterin.


Saskia Schuh



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