Auf den Hund gekommen!

Hunde gibt es in Freiburg in praktisch jeder Straße – Christian Hanner rückt sie ins rechte Licht

Der Freiburger Christian Hanner hat sich in den vergangenen Jahren als Fotograf ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet: Er porträtiert Hunde – und das mit einer Professionalität und Hingabe, die bemerkenswert ist. Auf der Homepage seines Fotostudios „Dog Studio“ sind einige seiner Vierbeiner-Porträts ausgestellt. Tatsächlich schafft er es, den Hund in seinem ganz eigenen Charakter darzustellen. Auch Hunde haben Mimik. Die Bilder sind ausdrucksstark und das kommt bei vielen Tierfreunden an, die ihre Lieblinge bei Hanner verewigen lassen.
Christian Hanner ist studierter Diplom-Biologe und hat schon während des Studiums mit der Tierfotografie angefangen. Das Faible für die Hundefotografie entstand durch Amor, Hanners weißen Boxer-Rüden. „Ich wollte schöne Bilder von meinem eigenen Hund haben. Daraus wurde dann eine absolute Leidenschaft. Im Internet habe ich dann recherchiert, wie man noch bessere Hundefotos macht und irgendwann war mein Wohnzimmer dann ein Fotostudio“, erzählt der sympathische 39-Jährige. Im Jahr 2013 eröffnete er das „Dog Studio“. Seither hat er weit über 2.000 Hunde fotografiert. „Ich verstehe es als meine Aufgabe, die Charaktermerkmale der Hunde herauszustellen.“ Natürlich habe beispielsweise ein Mops einen „knuffigen Blick und eine plumpe Form. Die muss man einfach liebhaben. Aber tatsächlich sind Möpse total unterschiedlich.“ Ganz leicht ist der Job nicht. Schließlich stellt das Fotostudio samt der blitzenden Technik eine für den Hund völlig ungewohnte Atmosphäre dar. „Da muss ich oft erstmal Überzeugungsarbeit leisten. Es muss eine Atmosphäre entstehen, in der der Hund Vertrauen fasst“, berichtet Hanner. Im Laufe der Zeit habe er eine ganze Reihe von Tricks entwickelt, mit denen er die Hunde beruhige und in Fotolaune bekomme. Wie, das verrät er nicht. Berufsgeheimnis! Natürlich gebe es Hunde, die generell ängstlich seien, das sehe man ihnen auch an. Aber es gebe auch sehr viele Rampensäue, die es sichtlich genießen würden im Mittelpunkt zu stehen. Hanner hatte schon so ziemlich jede Rasse vor der Linse: Das größte Fotomodell war eine deutsche Dogge, das kleinste war ein Chihuahua. Das chaotischste Shooting war eine Hündin mit ihren zehn nur wenige Wochen alten Welpen. Zwei Helfer waren die ganze Zeit damit beschäftigt, die Welpen wieder einzufangen, zu positionieren und kleine Pfützen wegzuwischen. „Das war zum Glück eine einmalige Angelegenheit. Eigentlich gibt es nichts, was ich an diesem Job nicht mag. Es ist meine Leidenschaft“, so Hanner.

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