Neuer Platz, neuer Müll

Platz der Alten Synagoge: Eine Spezialmaschine soll gegen die Verschmutzung ran

Der Platz der Alten Synagoge ist im wahrsten Sinne der „Place to be“ in diesem Sommer. Seit Eröffnung ist er täglich von morgens bis abends voll besetzt. Doch die Dauernutzung sorgt auch für eine Dauervermüllung. Vor allem die hellen Platten machen der Stadtreinigung (ASF) zu schaffen – eine Spezialmaschine soll Abhilfe schaffen.

Gleich morgens um 6 Uhr rückt das erste Team der ASF an, um den Platz der Alten Synagoge auf Vordermann zu bringen. Auch tagsüber haben seine Mitarbeiter immer wieder einen Blick auf das dortige Geschehen, verrät ASF-Geschäftsführer Michael Broglin, gegen 21 Uhr zieht der letzte Putztrupp ab. Doch mit den großen Maschinen könne man nur des Morgens ran – „zu den übrigen Zeiten ist der Platz einfach zu stark frenquentiert“. Das Müllaufkommen sei entsprechend groß. „Das wird schlimmer als am Augustinerplatz“, befürchtet Broglin.Besondere SchwierigkeitenDass der Platz von der Bevölkerung gut angenommen werden würde, inklusive der üblichen Begleiterscheinungen, darauf war man bei der ASF vorbereitet. Doch die hellen Platten stellen die Leute von der Stadtreinigung vor besondere Schwierigkeiten. „Die Kaugummis haften stark auf der rauen Oberfläche“, erklärt ASF-Chef Broglin, „und auf den hellen Platten sind verschüttete Getränke natürlich besonders gut sichtbar.“ Deshalb soll nun eine Spezialmaschine angeschafft werden. In den kommenden drei Wochen werden deshalb Maschinen von sechs unterschiedlichen Herstellern ausprobiert, „damit wir dann die Beste aussuchen können“, so Broglin. Das wird natürlich nicht günstig, doch man stehe wegen der Kosten mit der Stadt in Gesprächen. Auch der Brunnen sorgt natürlich für Gesprächsstoff, diente er doch an den vergangenen Tagen Erwachsenen, Kindern und Tieren als Planschbecken. Die ASF reinigt das Wasserbecken täglich, „doch jede kleine Scherbe können meine Leute auch nicht sehen“, so Broglin. Für Filter und Bewässerung des Brunnens ist auch nicht die ASF sondern das Garten- und Tiefbauamt zuständig. Aus einem Reservoir unter den Platten wird der Brunnen kontinuierlich mit gefiltertem und gechlortem Wasser versorgt, „ganz wie in einem Freibad“, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Edith Lamersdorf. Um die Wasserqualität müssen sich die Nutzer also keine Sorgen machen. Zudem sind bereits die ersten der Bodenplatten mit wasserfestem Edding bemalt worden – und das keine 24 Stunden, nachdem der Platz offiziell eröffnet worden war. Claudia Kleinhans

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