Inoffiziell gerettet

Ohne Abstiegsängste im Gepäck reist der SC nach Leipzig – Grifo fällt wochenlang aus

Hinter Erstligist SC Freiburg liegt eine Sechs-Punkte-Woche (zwei  1:0-Siege in Wolfsburg und gegen Mainz), die das  Konto auf  beruhigende 41 Zähler anwachsen ließ. Die Zeit der Glückwünsche ist aber noch nicht angebrochen. Findet jedenfalls SC-Trainer Christian Streich. „Ich nehme nur inoffizielle Glückwünsche an“, sagt Streich zur Tabellenlage seiner MannschaftStatt sich über den vorzeitigen (aber rein rechnerisch noch nicht sicheren) Klassenerhalt zu freuen, muss sich Streich vor dem Gastspiel in Leipzig  am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit der nächsten kniffligen Personalrochade befassen. Ausgerechnet der für Freiburg so wichtige Kreativkünstler Vincenzo Grifo wird in Leipzig fehlen. Innenbandanriss am rechten Knie lautet die Diagnose einer ärztlichen Untersuchung Grifos vom Montag. Für den Deutsch-Italiener bedeutet das  vier Wochen Pause. 

„Wir gehen auf der Kante“„Wir gehen brutalst auf der Kante“, sagt Christian Streich über die physische Verfassung seines Kaders. Nachdem die Personalsituation in der Rückrunde bislang komfortabel ausfiel, häufen sich nun die Ausfallmeldungen. Neben Grifo, der mit sechs Toren und elf Vorlagen zu den Topscorern der Liga gehört, sind außerdem Manuel Gulde und Marc Torrejon verletzt. Vor dem Spiel gegen Mainz war zudem Karim Guédé ausgefallen. „Und Lukas Kübler war lange verletzt. Der geht auch auf der Kante“, sagt Streich über den Rechtsverteidiger. Dazu ist fraglich, ob Nicolas Höfler, der in den zurückliegenden Spielen ebenfalls verletzungsbedingt gefehlt hatte, nun wieder voll einsatzfähig ist. Die Freiburger Mannschaft ist die laufstärkste der Liga. Mit 116 Kilometern lief sie auch gegen Mainz deutlich mehr als der Gegner. Die kräftezehrende Saison geht jedoch angesichts solcher Werte nicht spurlos an den Freiburgern vorbei. Immerhin, für den Aufwand, den seine Spieler in dieser Saison betreiben, „haben sie sich belohnt“, sagt Streich.

Davon abgesehen wird der SC in Leipzig  auch wieder mit dem enormen Finanzpolster des Mitaufsteigers konfrontiert werden. Der nämlich sicherte sich nun die Dienste des Schweizer U21-Nationaltorhüters Yvon Mvogo. Am Keeper-Talent der Young Boys Bern soll angeblich auch Freiburg Interesse gezeigt haben. Die sportliche Revanche für dieses Transfer-Schnippchen kann der SC auf dem Platz folgen lassen. Matthias Eise

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