Das Tanzen ist ihr Leben: Als Shelly (Pamela Anderson) erfährt, dass ihre Show in Las Vegas abgesetzt wird, steht sie plötzlich vor dem Nichts. Foto: Constantin Film
Pamela Anderson feiert ein bravouröses Comeback als Tänzerin Shelly in „The Last Showgirl“ von Regisseurin Gia Coppola. Für ihre Rolle wurde sie als Beste Schauspielerin für den Golden Globe nominiert. Das berührende Drama, das auf dem San Sebastián Film Festival 2024 mit dem Special Jury Prize ausgezeichnet wurde, wartet mit geballter (Frauen)-Starpower auf.
Seit 30 Jahren steht Shelly (Pamela Anderson) in der „Razzle Dazzle Show“ Abend für Abend in Las Vegas als Tänzerin auf der Bühne. Die Vorstellungen, die Kostüme und ihre Showgirl-Ersatzfamilie sind ihr ein und alles. Als das Aus der Show verkündet wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Mit ihrer besten Freundin, der Cocktail-Kellnerin Annette (Jamie Lee Curtis), versucht Shelly, die letzten Tage bis zur finalen Show mit Würde zu überstehen. Auf einmal mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, nimmt Shelly Kontakt zu ihrer Tochter Hannah (Billie Lourd) auf, die sie vor sehr vielen Jahren weggegeben hat, und versucht, die vernachlässigte Beziehung zu retten. Und dann sitzt Hannah eines Tages im Publikum.
Regisseurin Gia Coppola („Mainstream“) erzählt die berührende Geschichte einer leidenschaftlichen Tänzerin, die plötzlich gezwungen ist, sich mit ihrem bisherigen Leben und ihren Entscheidungen der letzten 30 Jahre auseinanderzusetzen. Pamela Anderson spielt darin uneitel grandios die Hauptrolle. Als ihre beste Freundin mit ausreichend eigenen Sorgen brilliert Oscarpreisträgerin Jamie Lee Curtis („The Bear“). In weiteren Rollen spielen unter anderem Dave Bautista („Dune“), Brenda Song („The Social Network“), Kiernan Shipka („Longlegs“) und Billie Lourd („Star Wars“). Das Drama basiert auf dem Theaterstück „A Body of Work“ von Kate Gersten, die auch das Drehbuch zum Film schrieb.
Kriminelles Verhalten eines Ex-Mitarbeiters der Stadt. Foto: Ingo Schneider
Wegen Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung sind ein ehemaliger Mitarbeiter der Stadt Freiburg und ein mit ihm befreundeter Unternehmer zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Für Auftragsvergaben an immer dieselbe Firma hatte der städtische Mitarbeiter von dieser im Gegenzug 60.000 Euro erhalten. Fragen wirft in dem Fall das Verhalten der Stadt auf.
Die Verhandlung am Montag vor dem Amtsgericht Freiburg endete mit einem Geständnis der beiden Beschuldigten. Er räume ein, dass seine damalige Stellung als Angestellter der Stadt bei der Annahme der finanziellen Vorteile eine Rolle gespielt habe. „Das tut mir leid“, sagte der heute 65-Jährige. Auch der mit ihm befreundete 71-jährige Chef eines Elektrounternehmens sagte, er bedaure sein Fehlverhalten. Im Zuge dieser Verständigung nach Paragraph 154 der Strafprozessordnung stufte die Staatsanwaltschaft den ursprünglichen Vorwurf der Bestechung und Bestechlichkeit auf Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung herab – auch um den komplexen Prozess abzukürzen. Das Gericht verurteilte beide zu einem Jahr und zwei Monaten auf Bewährung. Wegen der „rechtsstaatswidrigen Verzögerung des Verfahrens“ wurde den Angeklagten zwei Monate Strafe erlassen. Der Ex-Mitarbeiter der Stadt muss aber 40.000 Euro an die Stadt zurückzahlen, der Unternehmer 10.000 Euro an die Kinderkrebshilfe.
Zwischen 2013 und 2018 hatte der 65-Jährige, der beim städtischen Gebäudemanagement angestellt war, von dem Unternehmer finanzielle Vorteile von rund 60.000 Euro erhalten – konkret bezahlte der 71-Jährige Rechnungen seines Freundes fürs Tanken, Autowaschen, für Pkw-Reparaturen sowie die Anzahlung für den Kauf eines Wohnmobils. Im Gegenzug verschaffte ihm der städtische Angestellte Aufträge in städtischen Gebäuden – in erster Linie für das Berufsschulzentrum in der Bissierstraße.
Das Auftragsvolumen umfasste eine Höhe von 1,8 Millionen Euro, so die Staatsanwaltschaft. Die Elektrofirma aus dem südlichen Breisgau habe als „Hauselektriker“ des Berufsschulzentrums fungiert, nicht zuletzt wegen ihrer Fachkenntnisse vor Ort und der hohen Arbeitsqualität. Die Firma habe sich im Keller der Schule sogar einen Werkstattraum mit Kühlschrank und Mikrowelle für ihre Angestellten einrichten dürfen, was der zuständige Kriminalhauptkomissar in seiner Zeugenaussage als „Kuriosum“ bezeichnete.
Fragen wirft auch das Verhalten der Stadt auf. Schon 1999 sei ein erster Verdacht über das Fehlverhalten des Ex-Angestellten aufgetaucht. Nach einer Prüfung seien die Vorwürfe im Jahr 2000 aber fallen gelassen worden. In den Folgejahren habe das Rechnungsprüfungsamt immer wieder auf Auffälligkeiten hingewiesen. Warum die Kripo dann aber erst im Jahr 2016 eingeschaltet wurde, „entzieht sich meiner Kenntnis“, so der Kommissar. Matthias Joers
Rachel Zegler schlüpft in die Rolle von Schneewittchen.
Foto: Disney
Der Disney-Klassiker kehrt auf die große Leinwand zurück und das magischer als je zuvor. Mit Rachel Zegler („West Side Story“) in der Titeltrolle und Gal Gadot („Wonder Woman“) als ihre Stiefmutter, die böse Königin, entführt Disneys „Schneewittchen“ in dieser bildgewaltigen Neuverfilmung in eine zauberhafte Märchenwelt.
In weiteren Rollen sind Andrew Burnap als Jonathan, Andrew Barth Feldman als Seppl, Tituss Burgess als Pimpel, Martin Klebba als Brummbär, Jason Kravits als Hatschi, George Salazar als Happy, Jeremy Swift als Chef und Andrew Grotelueschen als Schlafmütz zu sehen. Produziert wurde der Film von Marc Platt und Jared LeBoff, („Wicked“) und inszeniert von Marc Webb („The Amazing Spider-Man“).
Frank Costello (Robert de Niro) und seine Frau Bobbie (Debra Messing) fühlen sich zunehmend von Mafia-Rivale Vito Genovese bedroht. Foto: Warner Bros.
Der Film erzählt die Geschichte der beiden berüchtigtsten Bosse des organisierten Verbrechens in New York, Frank Costello und Vito Genovese (beide gespielt von Oscar-Preisträger Robert De Niro), die sich einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft auf den Straßen der Stadt liefern. Einst waren die beiden beste Freunde, doch kleine Eifersüchteleien und eine Reihe von Vertrauensbrüchen führen sie schließlich auf einen tödlichen Kollisionskurs, der die Mafia – und Amerika – für immer verändert.
Das packende Krimi-Drama basiert auf der wahren Geschichte der Mafiosi-Rivalen Frank Costello und Vito Genovese, die Mitte des Jahrhunderts die Luciano- bzw. später die Genovese-Familie von der amerikanischen Cosa Nostra anführten. Regie führte Oscar-Preisträger Barry Levinson („Rain Man“), das Drehbuch zu „The Alto Knights“ verfasste Nicholas Pileggi („Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“).
An der Seite von Robert De Niro standen Debra Messing („Will & Grace“), Cosmo Jarvis („Shogun“), Kathrine Narducci („The Irishman“), Michael Rispoli („Billions“), Michael Adler („Peppermint – Angel of Vengeance“), Ed Amatrudo („Nashville“), Joe Bacino („Kick-Ass“), Anthony J. Gallo („The Irishman“), Wallace Langham („Le Mans 66 – Gegen jede Chance“), Louis Mustillo („Mike & Molly“), Frank Piccirillo, Matt Servitto („Billions“) und Robert Uricola („Wie ein wilder Stier“) vor der Kamera.
Ein imposantes Geschöpf: Der Luchs ist die größte heimische Raubkatze.
Foto: Archiv/Seidler
Der Luchs ist Deutschlands größte heimische Raubkatze und durchstreift als Einzelgänger große, zusammenhängende Waldgebiete – so auch den Schwarzwald. Vor mehr als 200 Jahren hatte ihn der Mensch in unserer Region ausgerottet. Aber auf leisen Pfoten ist er nun zurückgekehrt. Von Freiburg aus werden die Luchse in der Region wissenschaftlich nachverfolgt. Von einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem ein Luchs getötet wurde, lassen sich die Tierschützer nicht entmutigen.
Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg ist mit dem Monitoring von Luchsen und Wölfen in Baden-Württemberg beauftragt. Das Team Luchs- und Wolfsmonitoring nimmt Hinweise zur Präsenz von großen Beutegreifern entgegen und dokumentiert und bewertet diese. Auf Basis dieser Daten werden das Vorkommen und die Verbreitung in Baden-Württemberg dokumentiert.
Nachdem vergangene Woche im Kreis Lörrach ein Luchs tödlich überfahren wurde, streifen nach aktuellen Erkenntnissen jetzt nur noch sechs Luchse durch den Schwarzwald. Im Südschwarzwald gilt derzeit nach Auskunft des Freiburger Luchsexperten Jens Seeger nur der männliche Luchs „Wilhelm“ als sesshaft. Mindestens zwei weitere Tiere seien noch auf der Suche nach eigenen Territorien.
Ist es denkbar, dass die Dunkelziffer der hier heimischen Tiere höher liegt? „In der Vergangenheit wanderten immer wieder neue Luchse aus angrenzenden Populationen, insbesondere dem Schweizer Jura, zu uns ein. Viele der Tiere wurden jedoch nicht sesshaft, weil sie entweder wieder abwanderten oder verstarben. Daher schwankt der Luchsbestand stark. Die entsprechende Dunkelziffer ist somit schwer abschätzbar“, erklärt Jens Seeger dazu wieder, daher drängen Experten und Umweltschützer darauf, mehr Grünbrücken und Wildtierdurchlässe einzurichten. Allein in den vergangenen 15 Monaten wurden drei der seltenen Raubkatzen überfahren.
So groß wie ein Schäferhund
Luchse sind durchaus stattliche Tiere. Die Schulterhöhe von männlichen Tieren beträgt 50 bis 75 cm. Weibchen sind etwas kleiner. Der Luchs wirkt sehr hochbeinig und ist fast so groß wie ein Schäferhund. Auffällig sind die rund 4 cm langen Ohrpinsel, der Backenbart und der kurze Schwanz (20-25 cm lang, die Spitze ist schwarz).
Männliche Tiere wiegen zwischen 15-30 kg, die weiblichen zwischen 15-20 kg. Auf der Speisekarte steht vorwiegend Wild: „Der Schwarzwald bietet mit seinen gesunden Wildbeständen ausreichend Nahrung für Luchse. Die Hauptbeute hierzulande stellt das Reh dar. Zu ihrem Beutespektrum gehören aber auch Hasen, Füchse oder kleinere Säugetiere“, erklärt der Freiburger Luchsexperte.
Geht es nach Umweltministerium und FVA sind die Luchse gekommen, um zu bleiben. Bis 2027 sollen acht weitere Luchse im Schwarzwald ausgewildert werden, um die kleine Population zu stabilisieren. Ein echter Durchbruch wäre es, wenn sich ein Paar finden würde, das Nachwuchs zeugt. „Durch die gute Lebensraumeignung im Schwarzwald mit ausreichend Rückzugsräumen und Beutetieren hat der Luchs Chancen, wieder bei uns heimisch zu werden. Mit dem aktuellen Bestandstützungsprojekt ’Luchs Baden-Württemberg’ besteht zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs die Möglichkeit, den heimlichen und faszinierenden Tieren eine reelle Chance zu geben, sich hier dauerhaft zu etablieren“, ist Seeger optimistisch.
Durch den Heimdreier vor 1.780 Zuschauern festigten die SC-Frauen ihren fünften Tabellenplatz. Foto: Achim Keller
Durch einen 3:2 (1:1)-Heimsieg im Dreisamstadion durchkreuzten die SC-Fußballerinnen am Montag die Titelträume der Eintracht Frankfurt. Nach einem Zicai-Kracher zur SC-Führung geriet das Team zwar noch in Rückstand – den drehte die Merk-Elf dann aber kurz vor Schluss.
Das erste Ausrufezeichen dieses torreichen Abends im Dreisamstadion setzte Freiburgs Nationalspielerin Cora Zicai, die am Samstag auch zur Wahl als Freiburgs Sportlerin des Jahres steht: Aus rund 25 Metern überwand die 20-jährige SC-Angreiferin die Frankfurter Nationaltorhüterin Stina Johannes dank eines perfekt platzierten Distanzschusses in den rechten Torwinkel zum 1:0 für Freiburg. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich die hoch favorisierten Frankfurterinnen bereits ein deutliches Chancenplus erarbeitet. „Wir wussten, dass eine Spitzenmannschaft auf uns zukommt, die in dieser Saison so konstant spielt wie nie und es viele Gelegenheiten und Druckphasen gegen uns geben wird“, sagte Freiburgs Cheftrainerin Theresa Merk.
Und tatsächlich ließen sich die Gäste, die in der Tabelle Zweiter mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München sind, von dem Rückstand nicht beirren. Noch vor der Pause (44.) glich die Eintracht durch Prasnikar aus und ging in der 63. Minute durch die eingewechselte Nicole Anyomi 2:1 in Führung.
Trotz dieses Rückschlags spielte der SC beherzt weiter und versuchte, zum Ausgleich zu kommen – was kurz vor dem Abpfiff dann gelang. Es lief bereits die Nachspielzeit, als der Ball über die rechte Seite bei der eingewechselten Nicole Ojukwu landete, die von der Grundlinie an den kurzen Posten weiterleitete, wo Lisa Karl (90.+1) zum umjubelten 2:2 traf. Doch damit nicht genug: Nur eine Minute später fand ein Pass die zusammen mit Ojukwu ins Spiel gekommene Egli (90.+2), und die Schweizerin überwand Keeperin Johannes mit einem Schuss in die lange Ecke und via Innenpfosten innerhalb einer Minute erneut. „Wir hatten vor dem Spiel besprochen, dass alle Spielerinnen wichtig sind und dass auch die Spielerinnen, die von der Bank kommen, Energie reinbringen müssen“, sagte Theresa Merk angesichts des Last-Minute-Erfolgs.
An drei unterschiedlichen Stellen des Parkplatzes der Malteser in der Rehlingsstraße brannten in der Nacht vier Fahrzeuge. Foto: Feuerwehr Freiburg
Vier brennende Fahrzeuge auf dem Parkplatz des Malteser Hilfdienstes in der Rehlingstraße in Freiburg sorgten in der Nacht für einen Großeinsatz der Feuerwehr. An den Autos, darunter drei Rettungswagen, entstand Totalschaden. Es besteht der Verdacht auf Brandstiftung. Der mutmaßliche Täter wurde bereits gefasst.
Anrufer meldeten der Integrierten Leitstelle in Freiburg gegen 3:35 Uhr brennende PKW auf dem Parkplatz des Malteser Hilfsdienstes in der Rehlingstraße.
Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten vier Fahrzeuge an drei unterschiedlichen Abstellplätzen. Im Außenbereich mussten drei Fahrzeuge gelöscht werden. Ein weiteres Fahrzeug sei in einer Halle mit mehreren C-Löschrohren und unter schwerem Atemschutz gelöscht worden.
An den Fahrzeugen entstand ein Totalschaden. Fotos: Malteser
„Wir sind geschockt über die Tat“, wird Sabine Kuri, Bezirksgeschäftsführerin der Malteser, in einer Pressemitteilung zitiert. Derzeit gehen die Malteser von einem Schaden in Höhe von 450.000 Euro aus, da nicht nur die Fahrzeuge sondern auch medizinisches Equipment zerstört wurde. Konkret handelt sich um drei Krankentransportwagen und ein Auto für den ärztlichen Bereitschaftsdienst, die „vollständig zerstört“ worden seien.
Tatverdächtiger bereits gefasst
Bei dem Fall handelt es sich wohl um Brandstiftung. Die unbekannten Täter hätten „hinten an den Reifen Feuer gelegt“, so Kuri gegenüber dem SWR. Der mutmaßliche Täter sei mittlerweile gefasst worden, so die Malteser. Die Kriminalpolizei ermittele derzeit vor Ort.
Es werde für die Maltester in Freiburg „ein Kraftakt, möglichst schnell Ersatzfahrzeuge zu beschaffen“, so Kuri. Hier zeichne sich aber bereits eine Lösung ab, auch dank der Mithilfe anderer Hilfsorganisationen. „Die Solidarität unter den Hilfsorganisationen ist groß, uns wurde direkt Unterstützung von anderen Hilfsorganisationen angeboten. Durch Fahrzeuge aus Stuttgart und Villingen-Schwenningen werden wir den Betrieb und die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten“, so Kuri.
In der Nacht auf Dienstag musste die Feuerwehr Freiburg außerdem mehrere Kleinbrände im Bereich der Altstadt löschen. In allen Fällen wurden keine Personen verletzt.
Der Fahrer verlangsamte die Fahrt zunächst – und gab dann Vollgas. Symbolfoto: Adobe.Stock
Nur durch einen Sprung zur Seite konnte sich ein Polizist Anfang März in Freiburg-Hochdorf vor einem alkoholisierten Pkw-Fahrer retten, der auf ihn zuraste. Mit hoher Geschwindigkeit wollte der 22-Jährige einer Kontrolle entgehen. Wie sich heraustellte, hatte der junge Mann, der schließlich gegen einen Baum crashte, keinen gültigen Führerschein. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.
Bereits am 2. März soll ein 22-jähriger Autofahrer auf gefährliche Weise bei einer Verkehrskontrolle in Freiburg-Hochdorf auf einen Polizeibeamten zugefahren und anschließend geflüchtet sein. Nach derzeitigem Kenntnisstand befuhr der 22-Jährige um 1.30 Uhr mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit die Hochdorfer Straße in Richtung Süden. Mittels Handzeichen und Taschenlampe forderten die Polizisten den Mann zum Stoppen seines Fahrzeugs auf. Der Fahrer verlangsamte die Fahrt zunächst auch und rollte mit deutlich verminderter Geschwindigkeit auf den kontrollierenden Polizeibeamten zu.
Doch wenige Meter vor der Kontrollstelle habe der 22-Jährige plötzlich beschleunigt und sei mit quietschenden Reifen auf den Polizisten zugefahren. Dieser konnte einen Zusammenstoß durch einen Sprung zur Seite verhindern. Der Beamte blieb dabei unverletzt, so die Polizei Freiburg in einer Pressemitteilung. Das bei der Kontrolle eingesetzte Streifenfahrzeug habe dann die Verfolgung des mit hoher Geschwindigkeit flüchtenden Pkw-Fahrers aufgenommen.
Bei seiner Flucht crashte er in mehrere geparkte Autos
Bei der Verfolgungsfahrt durch das Freiburger Stadtgebiet beschädigte der Flüchtige mindestens zwei geparkte Pkw, ehe er auf der Linnestraße alleinbeteiligt von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Die zwei Fahrzeuginsassen wurden nach derzeitigem Kenntnisstand leicht verletzt. Sie wurden im Fahrzeug vorläufig festgenommen. Wie die Ermittlungen ergaben, ist der 22-jährige Fahrer nicht im Besitz einer erforderlichen Fahrerlaubnis. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Die Höhe des entstandenen Sachschadens bewegt sich Schätzungen zufolge im fünfstelligen Bereich.
Gegen den 22-Jährigen wird nun ermittelt. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Verkehrsteilnehmer, die möglicherweise durch die Fahrweise des Mannes gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Freiburg unter 07 61 / 8 82 – 31 00 zu melden.
Die Tunnelröhren des Schützenalletunnels und des Kappler Tunnels sollen ab 2028 saniert werden. Foto: Thomas Kunz
Mit der geplanten Sanierung des Schützenalleetunnels und des Kappler Tunnels steht in Freiburg ein Großprojekt an: Mindestens drei Jahre werden als Bauzeit veranschlagt. Los gehen soll es laut Regierungspräsidium 2028.
Dass die Tunnel im Freiburger Osten saniert werden müssen, steht schon länger fest: Im Spätsommer des letzten Jahres hatte es hier eine Verkehrserhebung gegeben, die wichtige Erkenntnisse für die künftige Sanierung erbringen sollte, so das Regierungspräsidium Freiburg damals in einer Pressemitteilung. Die Tunnel werden zwar durch die Stadt in eigener Zuständigkeit betrieben, Sanieungen und Nachrüstungen werden allerdings durch das Regierungspräsidium Freiburg vorgenommen.
Die Tunnel aus dem Jahr 2002 sind in die Jahre gekommen: Vor allem die Sicherheitsstandards entsprechen nicht mehr den aktuellen Vorschriften. Aus Brandschutzgründen wurde 2022 eine Pförtneranlage installiert. Saniert werden sollen betriebstechnische Einrichtungen, aber auch an der Bausubstanz sollen Arbeiten vorgenommen werden, um die Tunnel zu erhalten – das berichtete die Badische Zeitung und beruft sich dabei auf das Regierungspräsidium.
Derzeit werde laut BZ das Konzept zur Abwicklung des B31-Verkehrs während der Bauzeit erarbeitet, denn für die Baumaßnahme müssen die Tunnelröhren gesperrt werden. Eine der Tunnelröhren soll dabei allerdings für den Verkehr geöffnet bleiben, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten. Auf den Ausweichtrassen, wie der Kappler Straße, sollen davor noch Sanierungsarbeiten stattfinden.
Die Freiburger Stadtbau saniert ihre Bestandswohnungen und legt den Fokus auf Barrierefreiheit. Foto: pixabay.de
Wohnraum in Freiburg ist Mangelware – vor allem, wenn er barrierefrei sein soll. Die Freiburger Stadtbau hat nun einen Maßnahmenkatalog vorgestellt. Sie möchte ihre Bestandswohnungen auf Teilhabe und Inklusion auslegen.
Bereits vor fünf Jahren erarbeitete die FSB ein Konzept gemeinsam mit der kommunalen Behindertenbeauftragten Sarah Baumgart. Bei der Planung neuer Bauprojekte werden die Standards bereits umgesetzt. Problematisch sind allerdings die Bestandsbauten: Für deren Sanierung hat die FSB nun 69 konkrete Maßnahmen erstellt.
Zu den größten Problemen gehören der Zugang zur Wohnung und die Badezimmer: Haltegriffe und ebenerdige Duschen, aber auch ein stufenloser Zugang zum Haus oder ein Aufzug würden immer mehr gewünscht, so Sarah Baumgart, Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg. Mit Rollstühlen und Rollatoren braucht man deutlich mehr Platz. In Bestandsbauten sei dies schwieriger als im Neubau. „Ein schlauchartiges Bad lässt sich nur schwer so gestalten, dass die notwendigen Bewegungsflächen für einen Rollstuhl entstehen.“
Einfacher sei es hingegen, mit Kontrasten zu arbeiten, um Defizite beim Sehen auszugleichen: So sind Türrahmen und Treppenstufen besser sichtbar.
Als Behindertenbeauftragte hat Sarah Baumgart wöchentlich Anfragen für barrierefreien Wohnraum. „Die Nachfrage ist sehr groß und der Markt bietet nur wenig bezahlbare, barrierefreie Wohnungen.“ Gerade ältere Menschen würden oft zu lange in schwierigen Wohnverhältnissen bleiben und riskieren, zu stürzen. Beim Seniorenbüro oder Wohnraumberatungsstellen erhielten diese Unterstützung, so Baumgart. Mieterinnen und Mieter der Stadtbau könnten die hauseigene Beratungsstelle nutzen. Aber: „Eine extra Wohnraumvermittlung nur für barrierefreie Wohnungen gibt es nicht.“
Generell sieht sie die Lage in Freiburg als sehr kritisch an: Mit den gesetzlich geforderten barrierefreien Wohnungen, die pro Neubau entstehen müssen, decke Freiburg nicht einmal den aktuellen Bedarf. „Der steigende Bedarf der nächsten Jahre wird die Situation noch verschärfen.“
Als wichtigen Schritt sieht sie die Bereitschaft der Stadtbau, bei Sanierungen die Machbarkeit von Barrierefreiheit zu prüfen und umzusetzen. „Wir brauchen das Engagement der Wohnungswirtschaft über das gesetzliche Maß hinaus.“ Auch andere Akteure müssten dies übernehmen und vor allem dafür sorgen, dass barrierefreie Wohnungen am Ende auch an ältere oder behinderte Menschen vermietet werden.
Oft seien die Wohnungen so teuer, dass sie für behinderte Menschen ohnehin unbezahlbar seien, so Baumgart. „Menschen mit Behinderungensind doppelt so häufig von Armut betroffen, wie nichtbehinderte Menschen“, weiß sie. Daher gingen barrierefreie Wohnungen oft genug nicht an behinderte Menschen als Mieter. Sie fordert: „Barrierefreier Wohnraum muss immer auch bezahlbar sein.“