Lilo (Maia Kealoha) der Außerirdischen Stitch werden schnell Freund.e. Foto: Disney Studios
Der kleine, blaue Unruhestifter ist längst Kult: Mit seiner einzigartigen Mischung aus Humor und Herz begeistert Stitch nicht nur Kinder, sondern auch die Altersgruppen darüber hinaus durch sein Streben nach Zugehörigkeit und mit seiner bezaubernden Freundschaft zu Lilo. Jetzt kommt die Realverfilmung des Zeichentrickklassikers aus dem Jahr 2002 als außergewöhnliches Abenteuer mit dem liebenswerten und chaotischen Außerirdischen ins Kino.
„Lilo & Stitch“ ist die extrem lustige und besondere Geschichte des einsamen hawaiianischen Mädchens Lilo (Maia Kealoha) und des flüchtigen Außerirdischen Stitch, der ihr hilft, ihre Familie wieder zusammenzubringen. Das blaue Wesen, welches sich zunächst als Hund ausgibt, ist eigentlich ein illegales genetisches Experiment eines außerirdischen Wissenschaftlers – der den Ausreißer wieder zurückholen will.
Der Film wurde vom preisgekrönten Regisseur Dean Fleischer Camp („ Marcel the Shell with Shoes On“) inszeniert, das Drehbuch stammt von Chris Kekaniokalani Bright und Mike Van Waes. In weiteren Rollen sind Sydney Elizebeth Agudong („On my Block“), Billy Magnussen („Game Night“), Courtney B. Vance („Space Cowboys“) und Zach Galifianakis („The Hangover“) zu sehen.
Der SC Freiburg hat seinen ersten Neuzugang für die kommende Bundesliga-Saison. Vom französischen Zweitligisten Troyes wechselt Cyriaque Irié an die Dreisam. Laut Medienberichten sollen außerdem Yuito Suzuki aus Bröndby und U21-Nationalspieler Danny Scherhant zum SC wechseln.
Die vergangene Bundesliga-Saison ist gerade erst zu Ende gegangen, da richten sich die Augen beim SC Freiburg bereits in die Zukunft. Cyriaque Irié heißt der Neue an der Dreisam. Am Montag unterschrieb der Offensivspieler vom französischen Zweitligisten ESTAC Troyes einen Vertrag bei den Breisgauern. „Ich bin sehr glücklich, wirklich sehr glücklich“, sagt der 19-Jährige in einem Videointerview des Vereins in seiner Muttersprache Französisch.
Der Wechsel Iriés an die Dreisam war bereits seit Längerem erwartet worden. Irié war erst im vergangenen Sommer vom FCO Dijon nach Troyes gewechselt. Gleich in seiner ersten Profi-Saison erzielte der quirlige Ballkünstler in 38 Pflichtspielen acht Tore und bereitete drei Treffer vor.
„Ich weiß, es wird sehr hart“
„Cyriaque hat viel Talent und ist mit richtig guten Basisqualitäten ausgestattet. Er besitzt eine gute Schnelligkeit, hat körperlich sehr spannende Voraussetzungen und zeigt eine griffige Haltung gegen den Ball“, wird SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach in einer Pressemitteilung des Vereins zitiert. Hartenbach hatte den Transfer gemeinsam mit dem früheren SC-Spieler Karim Guédé in die Wege geleitet, der für Freiburg als Scout tätig ist. Irié verriet, das er in seinem ersten Videogespräch mit Hartenbach und Guédé ein Gefühl davon erhielt, was ihn in Freiburg erwarten würde. Schon da hätten ihm beide die ersten Ratschläge „zum Verhalten und zum Verteidigen in Freiburg“ mit auf den Weg gegeben, verrät der Offensivspieler. Kein Wunder, schließlich sind im Freiburger System auch die Offensivspieler angehalten, nach hinten mit zu arbeiten. Sein Fazit: „Ich weiß es, wird sehr hart, nicht einfach. Aber das ist normal, ich bin ein junger Spieler.“
Hartenbach sagt, dass der Sport-Club die Entwicklung Iriés „schon seit seiner Zeit in Dijon“, also noch vor dessen Wechsel nach Troyes, verfolge: „Cyriaque bekommt selbstredend alle Zeit, sich zu adaptieren. Der Schritt in die Bundesliga ist groß, aber wir trauen uns absolut zu, mit ihm den weiteren Weg zu gehen“, so der SC-Sportdirektor.
Der U20-Nationalspieler von Burkina Faso, der in der Elfenbeinküste geboren wurde, hat auch mit SC-Trainer Julian Schuster bereits gesprochen. Dessen „Energie und Lächeln“ hätten ihm besonders gefallen: „Ich denke, ich werde mich mit dem Trainer stark verbessern. “ Für die Länderspiele im Juni ist Irié erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. Von seinem Wechsel in die Bundesliga und dem „Freiburg-Projekt“ zeigt sich Irié überzeugt. „Der Schritt nach Freiburg ist super für meine Entwicklung“, so der 19-Jährige. Die Nähe zu Frankreich sei für ihn dabei nicht aussschlaggebend gewesen. „Aber es gab eine gute Energie zwischen Klemens, meinem Berater und Troyes. Sie haben sich gut verstanden, gut kommuniziert und ich denke, deshalb bin ich heute hier.“ Dem Vernehmen nach lässt sich Freiburg die Verpflichtung Irié acht bis neun Millionen Euro kosten.
Laut Medienberichten kommen auch Suzuki und Scherhant
Die Verpflichtung des Offensivspielers könnte sich noch als besonders wichtig erweisen, falls Freiburgs Topscorer Ritsu Doan den Verein verlassen sollte. Denn wie der japanische Nationalspieler ist auch Irié variabel einsetzbar. „Er kann über beide offensiven Seiten kommen, hat aber auch schon als vorderste Spitze gespielt.“ Noch steht der Doan-Abgang nicht fest („Ich habe mich noch nicht entschieden“). Wie „Sky“ und der „Kicker“ berichten, hat der SC aber bereits eines Einigung mit einem möglichen Doan-Ersatz erzielt. Dieser heißt Yuito Suzuki und kommt vom dänischen Erstligisten Bröndby IF. Dessen Verpflichtung soll sich Freiburg sieben bis acht Millionen Euro kosten lassen. Außerdem soll Freiburg den deutschen U-21-Nationalspieler Derry Scherhant von Zweitligist Hertha BSC im Visier haben. Weil dessen Vertrag ausläuft, fällt die Ablöse in Höhe von zwei Millionen Euro vergleichsweise gering aus.
Freiburg schafft es nicht in die Champions League, spielt nächste Saison aber dennoch international. Foto: Detlef Berger
Der SC Freiburg hat am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga den Einzug in die Champions League verpasst. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt verlor Freiburg trotz der Führung durch Doan am Ende noch mit 1:3 (1:1)
Vor 34.700 Zuschauer und ausverkauftem Haus im Europa-Park Stadion hatte der SC Freiburg am 34. Spieltag die Chance auf das erstmalige Erreichen der Königsklasse. In einer intensiv geführten ersten Halbzeit brachte Ritsu Doan (26. Minute) die Hausherren zunächst mit 1:0 in Führung. Einen weiten Einwurf von Philipp Lienhart, vor denen Gästetrainer Dino Toppmöller im Vorfeld explizit gewarnt hatte, verlängerte Matthias Ginter mit dem Kopf. Doan versenkte den Ball per Direktabnahme unter dem Jubel der SC-Fans im Frankfurter Kasten.
In der Folge verteidigte Freiburg leidenschaftlich. Zu den Aktivposten in der ersten Hälfte zählte Youngster Johan Manzambi, der Patrick Osterhage kurzfristig auf der Doppelsechs vertrat. Zweimal musste SC-Torhüter Noah Atubolu mit starken Paraden in höchster Not gegen Eintracht-Stürmer Ekitiké klären (33./37.). Der Ausgleich fiel dann doch: In der vierten Minute der Nachspielzeit schlug Philipp Lienhart im eigenen Strafraum über den Ball. Ansgar Knauff nahm das Geschenk dankend an und traf zum 1:1.
Kurz nach dem Seitenwechsel meldete sich der VAR wegen eines vermeintlichen Handspiels von Manzambi. Wegen einer vorherigen Abseitsstellung gab es jedoch keinen Strafstoß. Die Partie wurde zerfahrener, ehe Kristensen in der 61. Minute das 2:1 für die Eintracht erzielte. Und es kam noch dicker für Freiburg: Ellyes Skhiri erhöhte nur zwei Minuten später auf 3:1. Die Freiburger reklamierten zuvor ein Foulspiel, aber Schiri Benjamin Brand gab den Treffer.
Weil zu diesem Zeitpunkt Dortmund gegen Kiel mit einem Mann mehr 3:0 führte, schwindeten die Freiburger Chancen auf die Champions League zusehends. Nur ein Sieg hätte den Freiburgern jetzt noch gereicht. SC-Trainer Julian Schuster brachte mit der Hereinnahme von Kübler, Gregoritsch und Günter frische Kräfte. Freiburg spielte in der Folge weiter Richtung Frankfurter Tor, blieb in seinen Offensivaktion aber zu ungenau. Die Hessen verteidigten ihre Führung, ohne das der SC noch einmal für große Gefahr sorgte. In der 88. Minute verhinderte Atubolu auf der anderen Seite noch ein weiteres Tor von Ekitiké. Mit dem Abpfiff stürmte die Frankfurter Mannschaft Richtung Fanblock und feierte ihr Königsklassen-Ticket.
Dortmund, das 3:0 gewann, verdrängt Freiburg auf den letzten Metern von einem Champions-League-Platz. Dem SC Freiburg bleibt die Europa League – zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren spielt die Schuster-Elf international. „Jetzt im Moment sind wir enttäuscht. Aber mit etwas Abstand können wir uns gegenseitig gratulieren, dass wir in der Europa League stehen“, sagte Maximilian Eggenstein direkt nach der Partie. Die Freiburger Anhängerschaft, die das letzte Saisonspiel mit einer großen Choreographie auf der Südtribüne eingeleitet hatte, bejubelte die Mannschaft mit Sprechchören. „Freiburg spielt international“ sangen die Fans vor der Mannschaft und ließen sich das Feiern nicht nehmen.
Die Mannschaft ließ sich direkt nach Abpfiff vor der Südtribüne gebührend feiern. Foto: Joers
Gewinner sind schon jetzt die Fans, die sich auf einen Fußball-Krimi im Europa-Park Stadion freuen können. Foto: Joers
Der SC Freiburg spielt am Samstag (15.30 Uhr / Sky) im Europa-Park Stadion um den erstmaligen Einzug in die Champions League. Der Hype um die Partie gegen Frankfurt nimmt längst riesige Ausmaße an – für das Team von Julian Schuster heißt es also: Ruhe bewahren. Hier sind alle wichtigen Fakten zum großen Bundesliga-Finale im Überblick.
Aus drei mach zwei: Am Samstag gegen 17.20 Uhr werden die Fußball-Fans in Südbaden endlich schlauer sein, ob ihr SC Freiburg zum ersten Mal überhaupt das Ticket für Königsklasse lösen wird – oder ob die Südbadener doch gegen Frankfurt und Dortmund den Kürzeren ziehen werden.
So kommt Freiburg sicher in die Champions League
Der SC Freiburg geht als Tabellenvierter (55 Punkte, -2 Tore) in das Duell mit dem Dritten aus Frankfurt (57 Punkte, +20) bzw. in das Fernduell mit Verfolger Dortmund (54 Punkte, +17). Sollte die Schuster-Elf gegen Frankfurt gewinnen, ist sie sicher für die Champions League qualifiziert. Ein Unentschieden reicht nur dann, wenn Dortmund daheim gegen Kiel nicht gewinnt. Verliert der BVB gegen Absteiger Kiel, ist Freiburg ebenfalls auf der sicheren Seite.
Die Personallage
Der SC Freiburg hatte unter der Woche mit Ausnahme von Eren Dinkci (muskuläre Probleme) und den Langzeitverletzten (Bruno Ogbus, Daniel-Kofi Kyereh) alle Spieler auf dem Trainingsplatz. Bei Frankfurt dagegen steht ein Fragezeichen hinter Verteidiger Tuta, der sich beim 2:2 gegen St. Pauli verletzt hatte. Gästetrainer Dino Toppmöller sieht darin kein Problem: „Im Hinspiel war aber auch nicht dabei, und da haben wir 4:1 gewonnen“.
Das sagt der Gegner
Toppmöller, der mit seiner Vertragsverlängerung direkt vor der Partie „bewusst“ ein Zeichen habe setzen wollen, blickt dem Samstag voller Erwartung entgegen: „Dass beide Mannschaften am letzten Spieltag um einen Platz für die Champions League kämpfen, ist außergewöhnlich.“ Die Freiburger bezeichnet er als Mannschaft, „die sehr stabil steht“ und die „brutal gefährlich bei Standardsituationen“ sei. Explizit erwähnte er SC-Innenverteidiger Philipp Lienhart und dessen weite Einwürfe, „so dass immer irgendwo Stress in der Box ist.“
Obwohl den Hessen ein Unentschieden zum Einzug in die Champions League reichen würde, will er nicht, dass sich sein Team hinten reinstellt. „Wir brauchen hohe Momente im Pressing. Das geht am besten mit einer hohen Aktivität“, so Toppmöller, der von Druck für seine Spieler nichts wissen möchte. „Wir sollten mit einer großen Lust auf das Spiel da hinfahren, und nicht mit einer Angst vorm Verlieren. Wir werden alles dafür tun, das bessere Ende zu haben“, so der 44-Jährige.
Das sagt SC-Trainer Julian Schuster
Dino Toppmöller sieht den „maximalen Druck“ eher bei den Freiburgern. Das konterte SC-Trainer Julian Schuster am Donnerstag süffissant: „Alle, die zwei Sekunden darüber nachdenken, können das ganz gut einschätzen. Die Frage beantwortet sich von selbst“, sagte der 40-Jährige, dessen Mannschaft mit dem Erreichen der Europa League in Jahr eins nach Christan Streich bereits einen enormen Erfolg zu verzeichnen hat. Gleichwohl sieht auch Schuster den aufkommenden Hype um die Partie als Herausforderung. „Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir klar in unseren Abläufen bleiben“, sagte er und verlangt von seinen Spieler und von den Fans die nötige „Emotionskontrolle“. Der SC-Coach erinnerte in diesem Zusammenhang an Bochum-Trainer Dieter Hecking, der kürzlich die Unruhe der eigenen Heimfans kritisiert hatte („Wir hätten noch mehr Ruhe haben müssen. Jeder will den Ball ins Tor tragen oder schreien“). Die Stimmung rund um die Partie lässt aber auch Schuster keineswegs kalt: „Das ist das Schöne am Fußball: dass er eine Stadt so einnehmen kann.“
„Wir haben mit letzter Woche etwas erreicht, was sensationell für diesen Verein ist. Das gibt uns zusätzliche Energie“, sagt Julian Schuster über das Erreichen der Europa League. Foto: Detlef Berger
Und die Dortmunder?
Im Fernduell kann für den SC der Ausgang der Partie zwischen Dortmund und Kiel entscheidend sein. Im Heimspiel vor 80.000 Fans muss der BVB mit Ex-Freiburger Nico Schlotterbeck, Maximilian Beier und den gelbgesperrten Pascal Groß gleich drei Schlüsselspieler ersetzen. Das Ziel für Dortmund ist aber klar: Das erneute Erreichen der Champions Leauge. „Es wird nicht leicht, aber wir wollen es schaffen. Dafür müssen wir alles geben“, sagt BVB-Coach Nico Kovac, der mit seinem Team „den letzten Schritt machen“ wolle. Die bereits abgestiegenen Kieler, die von 8.000 Fans begleitet werden, wollen dagegen in ihrem letzten Bundesligaspiel zeigen, was sie drauf haben: „Das Motto ist nicht nur genießen. Wir gehen da rein, um drei Punkte zu holen“, sagt Trainer Marcel Rapp.
Das sagen Wettanbieter und Promis
Die Wettanbieter sind sich im Vorfeld nicht einig – manche sehen den Vorteil aufgrund der Heimstärke des SC bei den Hausherren, andere Anbieter halten ein Remis oder einen Frankfurter Sieg für wahrscheinlicher. Unter den Fußball-Promis traut SC-Rekordtorjäger Nils Petersen seinen Ex-Kollegen den großen Erfolg zu. „Im Fußball ist immer alles möglich. So auch am Sonnabend vor heimischer Kulisse“, sagt er der Dpa. Ex-Frankfurt-Profi Jan Aage Fjörtoft glaubt dagegen im Hessischen Rundfunk an ein Triumph für Frankfurt: „Ich bin mir 100 Prozent sicher, dass es mit dem Einzug in die Champions League klappt.“ Ex-Bundestrainer und SC-Ehrenspielführer Joachim Löw tut sich in einem Interview auf der Eintracht-Homepage dagegen schwer mit einem Tipp, sagt aber: „Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass Dortmund nicht gewinnt, hoffe ich, dass am Samstagabend in Freiburg zwei Mannschaften auf dem Platz stehen, die sich danach über den Einzug in die Champions League freuen können.“
Fanmarsch
Für das letzte Saisonspiel rufen mehrere SC-Fangruppen zum einen Fanmarsch zum Stadion auf. Treffpunkt ist am Samstag um 11 Uhr bei der Seebühne im Seepark. Von dort werde der Fanmarsch durch den Stadtteil Mooswald zum Stadion ziehen, wie das Freiburger Rathaus in einer Pressemitteilung erklärte.
Tickets und Public Viewing
Das Europa-Park Stadion ist verständlicherweise restlos ausverkauft. Auch der Ticketzweitmarkt ist leergefegt. Wer kein Ticket mehr ergattert hat, findet in einer der zahlreichen Kneipen in Freiburg vielleicht ein Plätzchen. Von der „Harmonie“, dem „Kaiser Franz“ bis zum „O’Kellys“ übertragen zahlreiche Bars und Restaurants den Champions-League-Kracher (eine Übersicht dazu hat die Badische Zeitung erstellt).
Freibier und Fanfest nach Abpfiff
Gefeiert wird rund um das SC-Stadion in jedem Fall – schließlich steht das Erreichen der Europa League längst fest. Mit Öffnung der Stadiontore um 13.30 Uhr fließen auch die Zapfhähne: Rund 15.000 Liter an Freigetränken schenkt der SC an seine Fans aus (Gutscheine gibts beim Stadioneintritt). Vor der Partie wird Verteidiger Manuel Gulde verabschiedet, der nach 183 Spielen im SC-Dress seine Karriere beendet.
Und nach Abpfiff bittet der Verein seine Fans, auf den Rängen zu bleiben – bei einer Stadionrunde wird sich die Mannschaft verabschieden. Um 18 Uhr sorgt auf einer Bühne an der Ecke Südtribüne/Osttribüne eine Liveband für Feierstimmung. Vorsicht gilt für alle, die am Samstag zu alkoholischen Getränken greifen – die Polizei Freiburg hat verstärkte Verkehrskontrollen rund um das Stadion angekündigt.
Im Juli sind in Kirchzarten wieder die Mountainbiker los. Foto: Ultra Bike / Sportograf.com
Black Forest Ultra Bike Marathon
Für die 25. Auflage des Black Forest Ultra Bike Marathons vom 11. bis 13. Juli haben sich bislang 1.600 Mountainbiker angemeldet. Die Organisatoren aus Kirchzarten hoffen auf einen Jubiläumseffekt und nehmen die 4.000-Teilnehmer-Marke ins Visier.
„Jetzt beginnt die heiße Phase“ sagt Ultra-Bike-Geschäftsführerin Britta Schreiber über das Wettkampf-Wochenende am 11. bis 13. Juli, „jetzt müssen wir die Dinge regeln, die noch offen sind“. Zum 25. Mal findet das beliebe Jedermann-Rennen durch den Schwarzwald statt und erfährt in diesem Jahr durch den erstmaligen Weltcup-Status zudem eine sportliche Aufwertung. Als Teil der neuen Weltcup-Serie für Marathonrennen ist Kirchzarten als eines von fünf Rennen fest im Rennkalender des UCI-Weltverband verankert. Die Weltcup-Starter haben in Kirchzarten ihren eigenen Startblock.
Wie gewohnt stehen beim Ultra Bike insgesamt vier Strecken zur Auswahl: Ultra (118 Kilometer), Marathon (71 km), Speed Track (54 km) und Short Track (46 km). Bereits am Freitag, 11. Juli gibt es eine Bambini-Trophy für zwei- bis siebenjährige Kinder. Und am Samstag stehen außerdem wieder zwei Gravelbike-Strecken ohne Zeitnahme zur Auswahl (135 km und 80 km).
Das Organisations-Komitee (OK), dem rund 60 Personen angehören, gab nun erste Teilnehmerzahlen bekannt: In der ersten Maiwoche lagen demnach 1.604 Anmeldungen vor. „Das sind 200 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres“, sagt Britta Schreiber. Nach den 3.399 Bikern im vergangenen Jahr hofft das OK darauf, dass es im Jubiläumsjahr Richtung 4.000 Teilnehmer gehen könnte.
Das Dreisamstadion wird am kommenden Dienstag zum Finalschauplatz. Foto: Joers
Das Dreisamstadion wird am kommenden Dienstag zum Schauplatz der Finalspiele in der Südbadischen Inklusionsliga. Und auch die Grundschulliga bestreitet an diesem Tag ihr Finale.
Am kommenden Dienstag, 20. Mai ab 16.30 Uhr steigt auf dem Rasen des Dreisamstadions das große Finale der südbadischen Inklusions-Liga. Am letzten Spieltag stehen sich fünf Mannschaften aus der Region gegenüber, angeführt wird das Tableau nach drei Turnieren vom FC Heitersheim. Aus Freiburg nehmen der PTSV Jahn Freiburg und der FC Freiburg-St. Georgen teil.
Parallel dazu wird die Inklusionsliga für Erwachsene aus dem Bezirk Freiburg ein Freundschaftsturnier austragen. Insgesamt werden 180 Spieler/innen bei den beiden Veranstaltungen vor Ort sein. Ins Leben gerufen wurde die südbadische Inklusions-Liga bereits 2022 vom Südbadischen Fußballverband in Kooperation mit dem SC Freiburg und dem „Netzwerk Inklusion und Sport Freiburg“.
Am selben Tag wird außerdem ab 9 Uhr der Final-Spieltag der Grundschul-Liga 2024/25 im Dreisamstadion ausgetragen. 570 Kinder in 49 Jungen-und Mädchenteams von insgesamt 28 Freiburger Grundschulen nehmen teil. Julian Schuster, Cheftrainer der SC-Profis wird voraussichtlich gegen 15 Uhr die Siegerehrung übernehmen.
Inklusiver Sporttag
Und am Samstag, 24. Mai ab 13 Uhr findet in Freiburg der Inklusive Sporttag vor der Alten Stadthalle statt. Nach der Eröffnung durch Freiburgs OB Martin Horn sind ab 13.30 Uhr verschiedene Sportstation geöffnet, wie zum Beispiel ein Blindenfußballparcour, Tischtennis, Spieleparcour und mehr.
„Wir sind noch nicht fertig“: Die Europa-League hat der SC Freiburg bereits sicher. Aber auch das Ticket für die Champions League ist zum Greifen nah. Foto: Picture Alliance / Claus Bergmann
Aus Freiburger Sicht kann am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Europa-Park Stadion vereinshistorisches passieren – denn noch nie qualifizierte sich der SC Freiburg für die Champions League. Im Vorfeld des Bundesliga-Showdowns laufen bereits die Psychospielchen. Ob sich der SC davon aus dem Konzept bringen lässt?
Freiburg, Frankfurt oder Dortmund – wer hat den größeren Druck, wenn am Samstag die zwei verbleibenden Tickets für die Champions League vergeben werden? Frankfurt-Coach Dino Toppmöller machte am Wochenende schon mal eine Ansage: „Maximaler Druck ist erst einmal bei Freiburg, weil sie müssen das Spiel gewinnen“, so der Eintracht-Coach.
Dabei lautet das wahrscheinlichere Szenario eher: Freiburg kann, Dortmund und Frankfurt müssen. Denn der SC hat sein Saison-Soll mit dem Erreichen der Europa League bereits übererfüllt, entsprechend herrscht bei den Spielern statt Druck eher ein Gefühl der freudigen Erwartung. „Es ist sehr geil, wenn die Ausgangslage so ist. Und wenn noch was nach oben geht, will man das Bestmögliche rausholen“, sagt zum Beispiel Torhüter Noah Atubolu. Und Mittelfeldspieler Patrick Osterhage findet: „Wir haben es in der eigenen Hand. Zuhause mit den Fans können wir noch einmal einen raushauen.“ Und was sagen die Frankfurter? „Es wird jetzt nochmal eine Challenge in Freiburg“, so der Eintracht-Verteidiger und Ex-Freiburger Robin Koch.
Freiburg-Trainer Julian Schuster muss es (nur) gelingen, die Energie seiner Mannschaft in die richtigen Bahnen zu lenken. Zudem ist aus dem 1:4 im Hinspiel noch eine Rechnung offen. „Wir sind noch nicht fertig“, sagt Schuster. „Wir wollen nochmal genau das Gesicht zeigen, das wir bisher gezeigt haben“, so der SC-Coach nach dem 2:1-Erfolg in Kiel. Dort hatte der SC trotz eines Rückstands die Nerven behalten: „Was die Mannschaft auszeichnet, ist mit Rückschlägen gut umgehen zu können, weiter geduldig und diszipliniert zu bleiben und der eigenen Qualität zu vertrauen“, so Schuster.
Gegen Frankfurt wird es dennoch auf die richtige Balance ankommen – einerseits will der SC selbst aktiv nach vorne spielen, um den großen Traum von der Champions League wahr werden zu lassen. Andererseits muss das Team ähnlich wie in Kiel die Partie mit kühlem Kopf angehen, um nicht die gleichen Fehler zu machen, wie sie Frankfurt gegen den FC St. Pauli unterlaufen waren. Dort war den Hessen nach eigener Führung das sicher geglaubte Champions-League-Ticket zuerst auf dem Silbertablett serviert worden. Dann aber lief die Eintracht in Konter, die St. Pauli eiskalt auszunutzen wusste.
Kaum zu glauben, aber wahr: Im Fernduell mit Borussia Dortmund und im direkten Duell gegen Frankfurt kämpft Freiburg am letzten Spieltag noch um den Einzug in die Champions League. Foto: Detlef Berger
Zur Erinnerung: Ein Unentschieden hilft im Zweifel nur den Gästen, wenn Dortmund gleichzeitig sein Heimspiel gegen Absteiger Kiel mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnt. Freiburg braucht also den Sieg. Gästetrainer Dino Toppmöller sagt aber: „Wir spielen trotzdem nicht auf Remis und wollen dort den letzten Schritt gehen.“ Dabei haben die Frankfurter mit ihrer Auswärtsbilanz zu kämpfen. 2025 konnten die Hessen in der Fremde erst zwei Bundesliga-Siege feiern.
Atubolu: „Unfassbar stolz“
Der SC dagegen kann sein Glück kaum fassen, zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren das europäische Geschäft erreicht zu haben. „Es ist etwas sehr Besonderes für uns international unterwegs sein zu dürfen. Das haben sich der Verein, die Mannschaft, die Fans verdient“, sagt Julian Schuster. Ähnlich sieht es auch Noah Atubolu – bleibt aber weiterhin im Wettkampf-Modus. „Wir sind unfassbar stolz auf unsere Leistung. Aber es ist noch nicht fertig. Das dürfen wir nicht vergessen.“
„Die Patienten sind unheimlich bescheiden und dankbar“, sagt Freiburgerin Julia Jettkandt. Foto: Mercy Ships
Damit hat sie sich einen Kindheitstraum erfüllt: Kinder- und Intensivpflegerin Julia Jettkandt, die im Stühlinger wohnt, war acht Wochen lang ehrenamtlich auf einem Hospitalschiff der Hilfsorganisation Mercy Ships bei Madagaskar im Einsatz. Was die 39-Jährige, die seit Montag wieder in Freiburg ist, dort erlebt hat und wie es sich von ihrem Klinikalltag unterscheidet, erzählt sie im Gespräch mit Saskia Schuh.
Frau Jettkandt, wie kam es zu Ihrem ehrenamtlichen Einsatz auf dem Schiff?
Julia Jettkandt: Ich habe schon als Kind davon geträumt, irgendwann in Afrika zu arbeiten. Eine Arbeitskollegin hat mir von ihren Erfahrungen bei Mercy Ships erzählt. Sie war schon vier Mal auf dem Hospitalschiff. Da war für mich klar, das will ich auch machen. Für mich war es der erste Einsatz. Ich arbeite in einer Klinik in Basel und hatte das große Glück, dass ich dafür vier Wochen unbezahlten Urlaub und vier Wochen Überstunden nehmen konnte. Die meisten Arbeitgeber sind da sehr kulant, da es ja um den guten Zweck geht.
Wie sahen Ihre Arbeit und Ihr Alltag auf dem Schiff aus?
Jettkandt: Als Krankenpflegerin war ich auch hier für die Überwachung der Patienten und die Medikamente zuständig, trotzdem hat es sich sehr von meinem Klinikalltag unterschieden. Denn hier konnte man sich viel mehr Zeit für die Patienten nehmen – medizinisch, aber auch für das persönliche Gespräch. Behandelt werden auf dem Schiff, das im Hafen von Madagaskar stationiert ist, Patienten jedes Alters, teilweise ging es sehr turbulent zu, da springen dann auch mal Kinder rum. Ein großer Unterschied: Für Patienten unter 18 Jahren ist jemand dabei, der für das Kind sorgt, es beispielsweise wäscht. Selbst die Übersetzer übernehmen Aufgaben wie Betten machen, das ist schon eine tolle Teamarbeit. Die Patienten sind unheimlich bescheiden und dankbar. Um auf dem Schiff operiert zu werden, nehmen sie teilweise eine tagelange Anreise auf sich. Das berührt einen tief, hier verändert man wirklich etwas.
Hatten Sie denn auch Gelegenheit, Madagaskar kennenzulernen?
Jettkandt: Ja, das auf jeden Fall. Wir haben wie zuhause im Drei-Schicht-Betrieb gearbeitet mit fünf bis sechs Arbeitstagen pro Woche. Man hatte also auch etwas Freizeit für Ausflüge. Ich habe es dort geliebt, die Landschaft ist wunderschön und die Leute sind super freundlich. Es ist aber auch ein armes Land, da wird einem bewusst, wie privilegiert man ist.
Acht Wochen lang lebte die Freiburgerin auf dem Schiff der Hilfsorganisation, das im Hafen von Madagaskar stationiert ist. Foto: Mercy Ships
Was war die größte Herausforderung für Sie?
Jettkandt: Man hat deutlich weniger Platz und lebt in einer 6er-Kabine, da hat man wenig Raum für sich selbst, das konnte herausfordernd sein. Man muss mehr improvisieren und deutlich sparsamer mit den Mitteln, die man hat, umgehen. Auf dem Schiff herrscht immer ein gewisser Lärmpegel, daran gewöhnt man sich aber schnell. Es war jetzt erstmal komisch, in meine ruhige Wohnung in Freiburg zurückzukehren.
Welche schönen Momente sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?
Jettkandt: Da gab es viele. Beispielsweise den Gesichtsausdruck einer Frau, als sie sich das erste Mal im Spiegel gesehen hat, nachdem ihr eine Wucherung aus dem Gesicht entfernt wurde. Sie war gesellschaftlich isoliert, jetzt kann sie ein normales Leben führen, das war ein wunderschöner Moment. Oder ein Mann, der operiert wurde, weil er durch ein fleischfressendes Bakterium seine Nase verloren hatte – auch für ihn hat das alles verändert. Es war eine tolle Zeit, ich könnte mir gut vorstellen, in Zukunft wieder ehrenamtlich im Einsatz zu sein.
Info: Die internationale, christliche Hilfsorganisation Mercy Ships bringt seit über 45 Jahren medizinische Versorgung nach Afrika. Jedes Jahr engagieren sich auf den zwei Hospitalschiffen rund 2.500 ehrenamtlichen Fachkräfte aus über 60 Ländern – darunter Chirurgen, Pflegekräfte, Lehrer oder Ingenieure.
Deutlich mehr Zeit für die Patienten als im Klinikalltag hatte Freiburgerin Julia Jettkandt an Bord des Schiffs. Foto: Mercy Ships
„Die Stimmung war großartig“: Freiburger Manuel Herder verfolgte in der Menschenmenge auf dem Petersplatz in Rom gespannt die Papstwahl. Foto: Privat
Als weißer Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle zog, fieberte der Freiburger Verleger Manuel Herder am vergangenen Donnerstag in der Menschenmenge auf dem Petersplatz in Rom mit, wer zum neuen Papst gewählt wurde. Und erlebte eine Stunde später wie sich Papst Leo XIV. – bürgerlich der Amerikaner Robert Francis Prevost – auf dem Balkon des Petersdoms erstmals der Öffentlichkeit zeigte.
„Die Stimmung war großartig, der Jubel war enorm. Die Leute waren begeistert ob seines Namens Leo. Mit Leo hat hier wirklich keiner gerechnet. Direkt neben mir standen Mitarbeiter, die mit dem bisherigen Kardinal zusammengearbeitet haben. Er ist ja Augustiner. Einer, der neben mir stand, ist von ihm sogar zum Priester geweiht worden. Die waren alle den Tränen nahe und unglaublich glücklich. Das waren sehr, sehr herzliche Momente. Ich glaube, dass auch die Rede des Papstes hinsichtlich Frieden und sein Gebet gut angekommen sind. Der Mann hat etwas Versöhnliches“, sagte er der Badischen Zeitung.
Wer mehr über den neuen Papst wissen will, im Freiburger Verlag Herder soll am 28. Mai die weltweit erste Biografie über Leo XIV. erscheinen.
Radsport-Legende Jan Ullrich meldete sich nach seinem Unfall bei seinen Instagram-Fans. Foto: Instagram/Janullrichofficial
Diese Nachricht hat bei Radsport-Fans für Bestürzung gesorgt: Der Ex-Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich hatte am vergangenen Freitag einen schweren Unfall in seinem Wohnort Merdingen. Doch nur einen Tag später meldete sich der 51-Jährige per Instagram bei seinen Fans. „Ja, es stimmt, ich wurde gestern beim Training von einem Auto angefahren“, schrieb er. Dazu postete er in seiner Instagram-Story ein Foto aus dem Krankenhausbett und bedankte sich für die vielen Nachrichten und Genesungswünsche. „Ich bin bereits in besten Händen und auf dem Weg der Besserung“.
Mehr zu dem Unfall will er am Donnerstag im Podcast „Ulle und Rick“ erzählen. Bei dem Crash hatte sich der Ex-Radprofi unter anderem das Schlüsselbein gebrochen und sich Prellungen zugezogen. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, bei der Premiere seines neuen Cycling Festivals am kommenden Wochenende in Bad Dürrheim persönlich dabei zu sein. Dort werden auch einige seiner ehemaligen Profikollegen wie Lance Armstrong, Andreas Klöden oder Mario Cipollini erwartet. Gute Besserung!