SC-Spieler Nicolas „Chicco“ Höfler – hier bei einer Autogrammstunde mit SC-Fans – ist wieder Vater von Zwillingen geworden. Foto: Detlef Berger
Jetzt haben sie fast schon eine eigene Fußballmannschaft zuhause: SC-Spieler Nicolas „Chicco“ Höfler und seine Frau Caro haben bei Instagram & Co. Babynews verkündet. Sie sind wieder Eltern geworden. Und das von zwei zuckersüßen Zwillingsmädchen: „Herzlich Willkommen Liv & Lou – Wir sind komplett“ posteten die beiden am Sonntag bei Instagram. Samt einem Video der beiden Babys in rosa Stramplern. Bereits 2018 durften sich die Höflers über Zwillinge freuen – die Jungs Rian und Jona.
Mit insgesamt sieben Kindern haben die stolzen Eltern jetzt jede Menge Action zuhause. Die Follower sind von den niedlichen Nachwuchs natürlich entzückt – für den Post gab’s jede Menge Likes, begeisterte Kommentare und Glückwünsche. Und da tauchte auch das eine oder andere Mal die Frage auf, ob die Familie denn nun wirklich komplett ist. Das wird sich zeigen. Herzlichen Glückwunsch auch von uns!
Posieren am Bächle: Die Teilnehmenden der neuen TV Dating-Show„City of Love“ lernen sich bei Challenges besser kennen – hier müssen sie das perfekte Insta-Foto schießen. Foto: SWR
Spannende Städtetour statt einfach nur Kaffee trinken beim ersten Date: das erleben die Teilnehmer bei der neuen, vierteiligen Kuppelshow „City of Love“. Pro Folge lernen sich zwei mal zwei Singles bei einem Städtetrip kennen. Es geht durch Freiburg, München, Frankfurt und Stuttgart. Die Singles fahren mit einer Rikscha durch die schönen Straßen der Stadt, an den Highlight-Spots vorbei. Dabei soll das Paar auch das schönste Insta-Motiv finden.
Auch die Challenges, die die Kandidat:innen zusammen bestehen müssen, sind eng mit der Region verbunden: Sie finden an markanten Orten statt, haben mit regionalen Besonderheiten oder mit der lokalen Szene zu tun. Vom Street-Art-Contest, über einen Skywalk mit Adrenalin und Aussicht bis hin zur Kulinarik-Challenge: die Stadt wird hautnah erlebt und entdeckt. Moderatorin Lola Weippert fungiert dabei als Liebes-Amor. Sie fiebert mit den Paaren mit, drückt ihnen die Daumen und kurbelt stockende Gespräche mit Fragen an. Dabei kommen sie sich näher.
Moderatorin Lola Weippert ist als Liebes-Amor im Einsatz. Sie bringt die Paare zusammen und kommentiert das Geschehen. Foto: SWR
Am Ende entscheidet sich: Sehen sie sich wieder oder gehen sie getrennte Wege? „Es gab noch nie diese Symbiose aus: Ich kann mich in einen Menschen und in eine Stadt verlieben. Das Format bietet beides, was es zu einer absoluten Neuheit am Dating-Himmel macht!“, so die Moderatorin. Sie ist auch über ein Tablet bei der Stadtrundfahrt zugeschaltet und kommentiert das Geschehen. Alle vier Folgen sind ab dem 29. August in der ARD-Mediathek verfügbar. Bis die Freiburger Folge im Free-TV zu sehen ist, müssen wir uns noch ein bisschen gedulden, diese wird am 23. September im hr-Fernsehen ausgestrahlt. Ich bin gespannt, ob es in unserer schönen Stadt zwischen den Singles funkt!
Die Ex-Fußballprofis Nils Petersen und Uwe Hünemeier spielen am 6. September zusammen beim Legendenspiel des FC Energie Cottbus. Foto: Facebook/Nils.Peddo.Petersen
Ex-SC-Spieler Nils Petersen kann es nicht lassen: Statt sich vom Rasen zu verabschieden und die „Fußball-Rente“ zu genießen, kickt er lieber weiter. Das Motto des Rekord-Jokers lautet jetzt Kreisliga B statt Bundesliga. Er läuft jetzt hin und wieder für die zweite Mannschaft der Sportfreunde Oberried auf.
Auch am 6. September ist der 36-Jährige im Einsatz: beim Legendenspiel des FC Energie Cottbus tritt er gegen Mario Basler und Co. an. Das kündigte er in den sozialen Netzwerken mit einem Schnappschuss mit Uwe Hünemeier an. Dazu schrieb er: „Am 6. September spielen wir nochmal zusammen. Nicht im Deutschland-, sondern im Energie-Trikot in Cottbus.“
Sommeridylle im Herzen der Stadt: Großveranstaltungen wie das Weinfest oder das ZMF locken zahlreiche
Touristen in die Stadt. Foto: Thomas Kunz
Trotz Sommerferien herrscht derzeit reges Treiben in der Innenstadt: Während viele Freiburger ihren Urlaub am Meer genießen, machen das immer mehr Südeuropäer aufgrund der Hitze lieber im Breisgau. Außerdem wird Freiburg als Reiseziel immer gefragter: Mit mehr als zwei Millionen erreichten die Übernachtungen in der Stadt 2024 einen Rekord.
Wer macht in Freiburg am liebsten Urlaub? Der Großteil der Touristen kommt laut FWTM aus Deutschland, vor allem aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Bei den internationalen Gästen stehen die Schweiz, Frankreich und die Benelux-Staaten traditionell an der Spitze. Aus der Schweiz waren es im vergangenen Jahr 152.674 Urlauber (plus 5,4 Prozent zu 2023), aus Frankreich 59.419 (plus 14,5 Prozent) und aus den Niederlanden 47.597 (plus 6 Prozent).
Starken Zulauf gibt es aus Italien (45.626, plus 16 Prozent) und Spanien (53.624, +14,5 mehr). „Wir stellen fest, dass Freiburg zunehmend für Gäste aus Südeuropa attraktiv wird. Hintergrund ist das im Vergleich zu dortigen Hitzeregionen gemäßigtere Klima. Die starken Zuwächse aus Italien und Spanien im Jahr 2024 bestätigen diesen Trend“, sagt Christian Gross, Abteilungsleiter Tourismus & Innenstadt bei der FWTM. Auch aus den USA kamen mit 39.453 (plus 14,8 Prozent) deutlich mehr Gäste. Weniger Besucher reisten dagegen aus Asien und den arabischen Golfstaaten an – hier liegen die Zahlen deutlich unter dem Niveau von 2019.
Generell wird Freiburg als Reiseziel immer beliebter. Mit 2,17 Millionen Übernachtungen wurde 2024 ein Rekord erreicht – bereits im Vorjahr 2023 war mit über 2 Millionen Übernachtungen ein Allzeithoch überschritten worden. Im Vergleich zu 2019 ist das eine Steigerung um 19,3 Prozent. Im Schnitt bleiben die Touristen zwei bis drei Nächte in der Stadt. Die Mehrheit der Gäste übernachtet in Hotels. Zunehmend beliebt seien Ferienwohnungen und Pensionen. Familien und junge Gäste schätzten dagegen eher Campingplätze und Jugendherbergen als preisgünstige Alternative.
Die Hauptsaison liegt zwischen April und September sowie in der Adventszeit: „Neben dem Münster, der Altstadt mit Bächle und Gässle oder dem Schlossberg tragen insbesondere Großveranstaltungen wie das Zelt-Musik-Festival, Messen und Kongresse dazu bei, dass Freiburg stark nachgefragt ist“, so Christian Gross. In dieser Zeit seien viele Hotels voll ausgelastet, doch in der Nebensaison gebe es weiterhin Potenzial.
Urlaubsidylle mitten in der Stadt: Das Schlendern durch die Altstadtgassen wie die Gerberau gehört für viele Touristen zum Pflichtprogramm. Foto: Stock Adobe
Insgesamt lag die Auslastung der Hotels in Freiburg 2024 bei 54 Prozent. Zusätzliche Kongresse, Tagungen, Kultur- und Veranstaltungsformate sollen die Besucherzahlen ankurbeln. „Das Fashion & Food Festival Freiburg sowie kreative Pop-up-Konzepte in leerstehenden Flächen wurden etabliert, um neue Besuchsimpulse zu schaffen und gerade in der Nebensaison Gäste anzuziehen“, so Christian Gross von der FWTM. Außerdem gab es eine große Marketingkampagne von September 2024 bis März 2025 in zahlreichen Ländern, Kooperationen, beispielsweise mit der Schwarzwald Tourismus GmbH und Historic Highlights of Germany, „um Freiburg europaweit sichtbar zu machen“. Und der Gemeinderat hat im April 2024 die Fortschreibung des Tourismuskonzept Freiburg beschlossen, der Leitlinien für die Weiterentwicklung des Tourismus setzen soll.
„Freiburg ist gut ausfgestellt und hat sich 2024 als dynamische Städtedestination behauptet. Die Rekordzahlen belegen die Attraktivität der Stadt, während gezielte Marketingmaßnahmen und neue Veranstaltungsformate dazu beitragen, auch in der Nebensaison Nachfrage zu sichern und internationale Gästegruppen zu erschließen“, so das Fazit von Christian Gross.
Ivy (Olivia Colman) und Theo (Benedict Cumberbatch) wirken wie das perfekte Ehepaar – doch hinter der Fassade brodelt es. Foto: Disney
Olivia Colman und Benedict Cumberbatch verkörpern höchst amüsant das vermeintlich perfekte Paar in der bissigen Komödie. Der Film von Regisseur und Produzent Jay Roach („Meine Braut, ihr Vater und ich“) ist die Neuinterpretation des Filmklassikers „Der Rosenkrieg“ aus dem Jahr 1989.
Für das Bilderbuchehepaar Ivy (Olivia Colman) und Theo (Benedict Cumberbatch) scheint das Leben wunderbar leicht zu sein: erfolgreiche Karrieren, eine liebevolle Ehe, großartige Kinder. Doch hinter der Fassade ihres vermeintlich perfekten Lebens braut sich ein Sturm zusammen. Als Theos Karriere einen empfindlichen Knick erleidet, nimmt Ivys hingegen steil an Fahrt auf. Zwischen den beiden entzündet sich ein explosives Feuerwerk aus harter Konkurrenz und versteckten Ressentiments. „Die Rosenschlacht“ ist die Neuinterpretation des Filmklassikers „Der Rosenkrieg“ von 1989, der auf dem Roman von Warren Adler basiert.
In den Hauptrollen der Komödie sind die Oscar-Gewinnerin Olivia Colman („The Favourite – Intrigen und Irrsinn“) und der Oscar-nominierte Benedict Cumberbatch („Doctor Strange“, „The Power of the Dog“) zu sehen. An ihrer Seite spielen Andy Samberg („Palm Springs“), Oscar-Preisträgerin Allison Janney („I, Tonya“), Belinda Bromilow („The Great“), Sunita Mani („GLOW“), Ncuti Gatwa („Barbie“), Jamie Demetriou („Fleabag“), Zoë Chao („Nightbitch“) und Kate McKinnon („Ghostbusters“). Das Drehbuch stammt aus der Feder von Tony McNamara („Poor Things“).
Die chaotische Gangster-Gang landet kopfüber in einem kriminellen Chaos. Foto: Dreamworks Animation
Im neuen, actiongeladenen Abenteuer der gefeierten Antihelden von DreamWorks Animation steht die chaotische, nun geläuterte Gangster Gang endlich auf der guten Seite – wirklich, sie versuchen es! Doch landen die tierischen Langfinger kopfüber im kriminellen Chaos eines weltweiten Mega-Coups, ausgeklügelt von einer gerissenen Truppe von Ganovinnen: den Gangster Girls. Der gefeierte Regisseur Pierre Perifel hat das Wiedersehen mit dem charismatischen Mr. Wolf (Sebastian Bezzel), dem zynischen Safeknacker Mr. Snake, dem Meister der Maskerade Mr. Shark, dem temperamentvollen Mr. Piranha (Jannis Niewöhner) und der Experten-Hackerin Ms. Tarantula alias „Webs“ inszeniert.
Angelika (Lena Urzendowsky) schwankt zwischen Todessehnsucht und dem Wunsch zu leben. Foto: Studio Zentral
Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Der Film erzählt von vier Frauen aus unterschiedlichen Epochen – Alma (1910er), Erika (1940er), Angelika (1980er) und Nelly (2020er) – deren Leben auf unheimliche Weise miteinander verwoben sind. Jede von ihnen erlebt ihre Kindheit oder Jugend auf diesem Hof, doch während sie ihre eigene Gegenwart durchstreifen, offenbaren sich ihnen Spuren der Vergangenheit – unausgesprochene Ängste, verdrängte Traumata, verschüttete Geheimnisse.
Das Drama von Mascha Schilinski („Die Tochter“) soll für Deutschland ins Rennen um die Oscars gehen. In Cannes wurde der Film mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
Popsänger Wincent Weiss eröffnet am 26. August die Münsterplatzkonzerte. Foto: Tim Tronckoe
Die dritte Auflage der Münsterplatzkonzerte steht an: Ab dem 26. August wird der Platz im Herzen der Stadt sechs Tage lang zur Bühne für namenhafte Künstler. Mit dabei sind unter anderem Wincent Weiss, Roy Bianco und die Prague Philharmonia. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 25.000 Besuchern – das wäre ein neuer Rekord.
Den Auftakt macht Wincent Weiss am Dienstag, 26. August, 19 Uhr. Der Popsänger mit der unverkennbaren Stimme begeistert mit gefühlvollen Texten und Melodien. Bei der Eröffnung der Münsterplatzkonzerte nimmt der deutsche Chartstürmer das Publikum mit auf eine Reise durch seine bewegensten Hits.
Am Mittwoch, 27. August spielt die Prague Philharmonia mit Dirigent Jiri Habart Meisterwerke der Klassik auf dem Münsterplatz. Das renommierte Orchester verzaubert ab 20 Uhr die Besucherinnen und Besucher unter anderem mit Stücken wie „Die Moldau“ und Antonín Dvoráks monumentaler Symphonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“. Bereits ausverkauft ist das Konzert von Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys am Donnerstag (28. August).
Am Freitag, 29. August, 19 Uhr, tritt die Band „Provinz“ auf dem Münsterplatz auf. In den vergangenen fünf Jahren haben sie von einem kleinen oberschwäbischen Städtchen aus mit Indie-Pop-Hymnen viele Fanherzen erobert. Heute sind sie als eine der wichtigsten jungen Bands nicht mehr aus der deutschen Poplandschaft wegzudenken. Bei ihrer aktuellen Tour präsentieren sie die Songs aus ihrem neuen Album „Pazifik“. Elektrofans kommen am 30. August auf ihre Kosten. Bei „Sea You on Tour“ sorgt Boris Brejcha gemeinsam mit seinen Labelkollegen Moritz Hofbauer, Julian Wassermann, Deniz Bul und Frieder & Jakob für Stimmung. Die Elektroparty steigt von 16 bis 22 Uhr – danach kann bei der offiziellen Aftershowparty in den sechs Locations Drifter’s Club, Jazzhaus, Karree, Neko, Riva und Theaterbar (Freiburg) weitergefeiert werden.
Zum Abschluss am 31. August lädt das Freiburger Barockorchester zur Mozart-Gala ein. Mit dabei ist Sopranistin Jeanine De Foto: Mats Bohle
Der letze Abend steht ganz im Zeichen der klassischen Musik: Hier laden das Freiburger Barockorchester und die Sopranistin Jeanine De Bique um 20 Uhr zur Mozart-Gala ein. Neben der Jupiter-Sinfonie werden auch Konzertarien und Auszüge aus dem Oboenkonzert C-Dur gespielt. Weitere Infos und Tickets unter muensterplatzkonzerte-freiburg.de.
In Freiburg-Neuburg wurden Strukturen aus dem Mittelalter und dem Vorkriegs-Freiburg entdeckt Foto: Thomas Kunz
as Forum Neuburg lädt alle interessierten Bürger wieder zu einer Führung über die neuesten Ausgrabungen im Stadtteil Neuburg, auf der Baustelle des Geländes der Finanzschule an der Albertstraße, ein.
Bertram Jenisch vom Landesamt für Denkmalpflege sowie die örtlichen Grabungsleiter werden über die Grabung führen und Einblicke in die Vorgehensweise und die ersten Ergebnisse der mittelalterlichen und neuzeitlichen Funde geben. Am Donnerstag, 4. September, 16 Uhr, Treffpunkt: in der Albertstraße am Eingang zur Baustelle. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Statt einer Teilnahmegebühr wird um eine Spende vor Ort gebeten.
SC Freiburg
19.07.25 – 18:59
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Nach enttäuschender Vorsaison steht Eren Dinkci im Fokus und deutet an, dass er für den SC noch eine große Bereicherung werden kann. Foto: Hahne
Der SC Freiburg geht mit großen personellen Veränderungen in die 63. Spielzeit der Fußball-Bundesliga. Am Grundgerüst der Mannschaft hat sich bis auf den Abgang von Ritsu Doan nichts Wesentliches geändert. Doch die Zahl der Herausforderer ist deutlich angestiegen. Dahinter steckt Kalkül – nicht zuletzt aufgrund der sehnsüchtig erwarteten Europokalnächte.
Wenn der SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr / Sky) im ersten Saison-Heimspiel den FC Augsburg empfängt, werden auf dem Platz und auf der Auswechselbank viele neue Gesichter zu sehen sein. Gleich sechs Neuzugänge sind gekommen – für Freiburg-untypisch viel Geld: mehr als 30 Millionen Euro investierten die Freiburger in diesem Sommer.
„Wir sind ein Stück in Vorleistung gegangen. Wir haben schon lange intensivst an Neuzugängen gearbeitet“, sagt Jochen Saier, Sportvorstand des SC über die rege Transfertätigkeit der Breisgauer. Teuerster Einkauf mit einer Ablöse von sieben bis acht Millionen Euro war der Japaner Yuito Suzuki von Bröndby IF.
Dass die Freiburger so viel Geld in die Mannschaft investiert haben, liegt auch an einer Erfahrung aus der Vorsaison. Dort trieben sich die Spieler in den Trainingseinheiten gegenseitig zu Höchstleistungen – mit dem bekannten Endresultat: Platz fünf und der dritten Europa-League-Teilnahme innerhalb von vier Jahren.
Diesen Effekt peilen die Südbadener in diesem Jahr erneut an. Saier spricht von einer Konkurrenzsituation auf verschiedenen Positionen, „die wirklich knackig ist“. Der Kader sei „doppelt gut besetzt, mit sehr engen Entscheidungen für den Trainer. Das ist genau das, was wir wollen“. Eines dieser Beispiele für ein „Mehr“ an Konkurrenzkampf ist Derry Scherhant, der Routinier Vincenzo Grifo auf der linken Seite Dampf machen soll. Der Neuzugang von Hertha BSC bringe Saier zufolge „schon einiges mit“ und sei „geradliniger“ als andere Spielertypen auf dieser Position im Freiburger Kader.
Der variabel einsetzbare Suzuki, den der SC schon im vergangenen Sommer holen wollte, soll wiederum hinter der Spitze mit seiner Kreativität und Schnelligkeit punkten. Er besitze Torgefahr und sei „ein guter Kicker“, so Saier. Vor der kommenden Saison habe man „ein Stück weit Respekt“, so Saier und verweist auf die zusätzlichen Spiele in der Europa League. „Aber wir fühlen uns gut aufgestellt“, so der Sportvorstand.
Der Umbruch bei den Südbadenern schreitet also weiter voran. Jordy Makengo wird sich mit Kapitän Christian Günter um Einsatzzeiten balgen. Und Niklas Beste, der seit seinem Winterwechsel zum SC noch nicht so richtig Fuß fassen konnte, scheint sich ebenfalls viel vorgenommen zu haben. Im Testspiel gegen Osasuna gehörte er zu den Auffälligsten. Die Lücke, die der Abschied von Ritsu Doan zu Eintracht Frankfurt gerissen hat, gilt es schließlich wieder zu füllen. „Wir sind total zufrieden mit ihm“, sagt Jochen Saier über Beste. „Er hat den Anspruch, mehr Spielzeit zu bekommen – wie alle im Kader. Das wird das Spannende sein in diesem Jahr mit dieser Dichte auf allen Positionen. Das ist das, was wir brauchen. Die Qualität hoch zu halten im Training war ein Schlüssel im letzten Jahr, um eine gute Saison zu spielen.“
Hoch ist im Breisgau aber auch die Erwartungshaltung. Vor allem von außen, aber auch intern. Damit müssen die Verantwortlichen umzugehen lernen. „Wir haben uns die Latte selber ein Stück weiter höher gelegt. Wir haben mehr Möglichkeiten, wir sind ambitioniert und haben ein Stück weit andere Zielsetzungen“, sagt Jochen Saier. Man könne aber nicht ausschließen, dass auch der SC wieder einmal in schwere See gerate. „Ich glaube aber schon, dass unsere Fans und Mitglieder einen realistischen Blick auf die Dinge haben“, so Saier. Das Wort „Klassenerhalt“ hat man bei der Frage nach dem Saisonziel in Freiburg aber nicht mehr vernommen.
Saier betont jedoch, dass sich das Grundziel nicht verändert habe. Nur die Formulierung sei jetzt eine andere, eine positivere. „Es geht darum, dass wir uns die Liga auf eine gute Art und Weise verdienen.“ Und wenn am Ende der Saison wieder das Erreichen der europäischen Plätze möglich sein sollte? „Dann wollen wir, mit allem, was wir haben, dafür kämpfen“, so der 47-Jährige.
Schwer wiegt kurz vor dem Saisonstart allerdings der Ausfall von gleich zwei Abwehrspielern. Neuzugang Philipp Treu, der fest für die rechte Abwehrseite eingeplant war zog sich im Vorbereitungsspiel gegen den HSV eine Schulterverletzung zu. Und auch Youngster Max Rosenfelder (Oberschenkelverletzung) fehlt Trainer Julian Schuster weiterhin. „Für Max ist das bitter, weil richtig großes Potenzial in ihm schlummert“, sagt Saier. Aus der Ruhe bringen lässt man sich davon beim SC aber nicht. Schließlich ist man auf Treus Abwehrseite mit Lukas Kübler und in der Abwehrzentrale mit Philipp Lienhart, Abwehrchef Matthias Ginter und Neuzugang Anthony Jung bestens aufgestellt. Die Mischung beim SC stimmt also. Wieder einmal, wohlgemerkt.