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Do-it-yourself-Trend in Freiburg: „Handarbeit bringt Menschen zusammen“

HandarbeitSeit rund fünf Jahren bietet die Sandalenwerkstatt in Freiburg einen Kurs pro Monat – fast immer sind sie ausgebucht. Foto: Steinbrecher

Nähen, Töpfern, Schreinern – Handarbeit ist schon lange nicht mehr nur etwas für die ältere Generation. Auch immer mehr junge Menschen erfreuen sich daran, Dinge mit ihren Händen zu erschaffen und direkt Ergebnisse zu sehen. Auch der soziale Aspekt kommt zum Tragen.

Mit DIY-Videos lassen sich Klicks generieren: Das zeigt sich in den Sozialen Medien schon seit langer Zeit. Doch auch Ateliers und Werkstätten in Freiburg bemerken einen größeren Zulauf junger Menschen. „Die meisten unserer Nähkurse sind schnell ausgebucht“, so Sybille Schäfer von der Stoffanstalt in der Habsburgerstraße. Interessant sind vor allem Anfängerkurse und die offene Werkstatt, bei der man unter Begleitung ein eigenes Projekt fertig stellen kann. Vor allem Studierende, aber auch Jugendliche und junge Eltern sind in der Stoffanstalt die Zielgruppe. Nachhaltigkeit ist oft ein Grundgedanke dahinter, aber auch das Selbstgestalten an sich.

Auch in Fridas Atelier erfahren die Kurse einen hohen Zulauf: „Viele Menschen suchen nach einem Ausgleich zum Alltag. Gerade Workshops in entspannter Atmosphäre – ob Sticken, Makramee oder Malen – kommen sehr gut an“, so Sima Gaiser. Handarbeit habe „etwas unglaublich Meditatives“, so Sima Gaiser. „Handarbeit bringt Menschen zusammen“, sagt sie.

Oft stehe die Auszeit für sich selbst im Vordergrund, so Sybille Schäfer. Das Wichtigste: „Mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen, macht einfach glücklich.“

Bunt gemischte Gruppen

In der Sandalenwerkstatt von Heinrich Assies findet rund ein Kurs pro Monat statt – fast immer sind die Kurse ausgebucht, so Assies. In den letzten fünf Jahren habe man die Zahl der Kurse deutlich erhöht, davor waren es nur wenige im Jahr. Neben Blockkursen, die von Dienstag bis Samstag gehen, gibt es auch Samstagskurse an sechs aufeinander folgenden Samstagen. „Die Leute wollen gerne mit der Hand arbeiten“, weiß Assies. Seine Zielgruppe ist bunt gemischt. Sie alle aber wollen mit den im Kurs gefertigten Sandalen etwas herstellen, was auch einen praktischen Wert hat.

Wolfgang Gemeinhardt betreibt die Kurswerkstatt „Holz in Form“ in der Obergasse in Freiburg. Hier sieht er eine Vielzahl an verschiedenen Menschen: „Rund 50 Prozent meiner Kursteilnehmer stammen aus den Branchen IT, Pharma oder Medizin“, so Gemeinhardt. Er weiß, warum: „Gerade die Leute, die viel Kopfarbeit machen, sind von der Handarbeit begeistert, denn sie sehen direkt, was sie geleistet haben.“ In der Zwischenzeit legt er bei seinen Kursen den Fokus darauf, direkt loszulegen und nicht erst viel zu erzählen. Die meisten Menschen wollten direkt tätig werden, so Gemeinhardt. Auch Menschen, die bisher handwerklich unerfahren sind, erliegen schnell der Faszination. „Der Stolz ist riesig, wenn man am Ende etwas mit nach Hause nehmen kann.“

Ein Großteil der Kursteilnehmer in Wolfgang Gemeinhardts Werkstatt sind Frauen: Die meisten hätten bereits früher den Drang gehabt, zu bauen und zu basteln, oder sie würden selbst Dinge reparieren aber merken, dass das Wissen fehlt. „Die Leute wollen die Anleitung und das Wissen erwerben“, sagt er.
Doch nicht nur das Wissen steht bei den Kursteilnehmern im Vordergrund: Auch das zusammen Werkeln wird als motivierend und inspirierend empfunden. Ähnlich sieht es auch Stefanie Blüm vom Kleiderforum in Opfingen: „Es kommen Kinder bis Senioren, einerseits zum Nähen lernen, aber auch wegen des sozialen Aspekts“, sagt sie. Viele Leute würden nicht nur die Individualität der genähten Stücke schätzen, sondern durch das selber Nähen auch den Wert der Kleidung erkennen, sagt Blüm. „Hier wird ganz oft der Kauf von Billigkleidung neu überdacht.“

Auch Wolfgang Gemeinhardt merkt, dass der Kursbesuch zu einer Einstellungsänderung führt: „Das Schreinerhandwerk ist der schönste Beruf der Welt, der leider durch große Maschinen, Arbeitsteilung und viele künstliche Werkstoffe ziemlich kaputt gemacht wurde“, findet er. Die Rückbesinnung auf die Handarbeit tue den Leuten gut. „Wenn man solche Kurse besucht, merkt man das dann wieder.“

Heinrich Assies bietet Handarbeit mit Sandalen an. Foto: Steinbrecher

Fahrradpendler-Projekt lädt zur Mobilitätsmesse am Donnerstag in Freiburg

Industrieradler MesseUmweltfreundliche Mobilität im Industriegebiet: Die Industrie-Radler kümmern sich um Themen wie Infrastruktur und betriebliche Mobilität. Fotos: Joers

Seit 1991 engagieren sich die „Industrie-Radler“ für eine nachhaltige Mobilität im Industriegebiet Nord. Am kommenden Donnerstag veranstalten sie ein Messe-Event für alle, die mehr über nachhaltige und betriebliche Mobilität erfahren möchten.

Die Industrie-Radler sind seit 1991 aktiv und vertreten die Interessen der ansässigen Unternehmen im Industriegebiet Nord gegenüber der Stadt und der Freiburger Verkehrs VAG – insbesondere bei Fragen der Infrastruktur und Fahrplangestaltung. Der Arbeitsgruppe gehören Mitarbeiter der Firmen Badenova, TDK-Micronas, Fraunhofer-IAF, Lucky Bike (früher Hild Radwelt), Charles River, Cellgenix, Rhodia, der FWTM, BASF und Waschbär an.

Am kommenden Donnerstag von 15 bis 18 Uhr veranstaltet die Industrie-Radler ihre Mobilitätsmesse auf dem Gelände des Freiburger Großmarkts (Robert-Bunsen-Straße 7). Die Messe richtet sich an Unternehmen, Beschäftigte und Interessierte, die mehr über nachhaltige und betriebliche Mobilität erfahren möchten.

„Mit der Mobilitätsmesse zeigen wir, wie vielfältig die Möglichkeiten sind – von Fahrrad und ÖPNV bis zu Carsharing und Jobticket. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Betriebe und Mitarbeitende inspirieren, neue Wege auszuprobieren“, so das Organisationsteam der IndustrieRadler.

Auf dem Programm stehen die Prämierung der Stadtradler (16 Uhr), eine große Tombola (16:45 Uhr) mit attraktiven Preisen sowie Aktionen rund ums Radfahren, Carsharing und den ÖPNV. Besucher können sich unter anderem auf kostenlose Fahrradchecks, Sattel- und Helmberatung, Informationen zu Jobticket und Deutschlandticket, Lastenräder im Test, den geplanten Radschnellweg 6 und aktuelle Bauprojekte freuen.

Partner der Messe sind die VAG Freiburg, das Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg, die Polizei Freiburg, der ADFC, Lucky Bike, der Klimapakt Freiburg und Naturenergie-Sharing. Die Messe bietet in lockerer Atmosphäre Gelegenheit zum Austausch zwischen Unternehmen, Mitarbeitenden und Mobilitätsakteuren.

Info: Mobilitätsmesse, Donnerstag, 18. September, 15 – 18 Uhr auf dem Gelände des Freiburger Großmarkts (Robert-Bunsen-Straße 7). Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter tinyurl.com/2f28sc4a

Eine Million verkaufte Exemplare der Freiburger Straßenzeitung

Oliver Matthes, Ekkehard Peters und Karsten Koeleman (v.l.). Foto: SchwendeOliver Matthes, Ekkehard Peters und Karsten Koeleman (v.l.). Foto: Schwende

Freiburgs unabhängige Straßenzeitung, der „Freie Bürger“, feiert eine Million verkaufte Exemplare. Auf diese Zahl sind die Herausgeber stolz, denn sie steht für eine Million Euro als Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, die am Existenzminimum leben.

Seit seiner ersten Ausgabe 1998 wird der „Freie Bürger“ überwiegend durch obdachlose Menschen verkauft. Nun möchte der gleichnamige Verein, der die Straßenzeitung herausgibt, noch mehr Menschen als Verkäufer der Straßenzeitung und Unterstützer gewinnen.

Denn eine Million verkaufte Exemplare der Straßenzeitung in 27 Jahren heißt auch, dass zahlreiche obdachlose oder aus unterschiedlichen Gründen am Existenzminimum lebende Menschen in Freiburg durch den Verkauf eine Million Euro verdienen konnten. Vom Verkaufspreis von derzeit 2,10 Euro erhalten die Verkäufer einen Euro. Geld, für das sie nicht betteln müssen, das das Bürgergeld oder die kleine Rente aufbessern kann.

Doch neben dem Verdienst spiele der Gewinn an Selbstwertgefühl durch den Kontakt und die Gespräche mit den Kunden eine große Rolle, sagt Karsten Koeleman, der ehrenamtlich den Verkauf koordiniert und selbst regelmäßig an seinem Verkaufsstandort in der Freiburger Innenstadt anzutreffen ist.

Interessante Gespräche

Oft ergeben sich beim Verkauf Gespräche über andere Themen. Regelmäßig wird Koeleman als ursprüngliches Nordlicht beispielsweise von Stammkunden auf die Spiele seines Fußballvereins, den FC St. Pauli, angesprochen. Käufer der Straßenzeitung interessierten sich für den Menschen, der ihnen die Zeitung verkaufe, sagt Koeleman. Manchmal hätten sich daraus sogar Jobs oder eine Wohnmöglichkeit für die Verkäufer ergeben.

Oft seien es kleine Gesten, die berührten, sagt Koeleman und hat ein besonderes Beispiel: Ein Stammkunde unterhielt sich gerne mit einem jungen Verkäufer über Spiele des SC Freiburg und schenkte ihm eines Tages ein Ticket für ein SC-Spiel. „Der Kerl hat sich unglaublich gefreut, endlich seinen Verein einmal live erleben zu können. Er hatte Tränen in den Augen.“

Rund 30 bis 60 Menschen verkaufen die monatlich in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erscheinende Straßenzeitung an festen Standplätzen in der Innenstadt und den Stadtteilen von Freiburg. Als Verkäufer für den „Freie Bürger“ könne sich jeder einsetzen, keineswegs nur obdachlose Menschen, sagt Oliver Matthes, der im Team der Straßenzeitungsmacher für Redaktion, Anzeigen und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Der Job biete viele bereichernde Erfahrungen, sagt Ekkehard Peters, der für das Layout des „Freien Bürgers“ verantwortlich und wie Mattes beim Verein fest angestellt ist.

Aktuelle Ausgabe des Freien Bürgers. Foto: Freie Bürger

In ihrem Redaktionsbüro im Stühlinger stellt das kleine Team des „Freien Bürgers“ jeden Monat mit viel Herzblut ein Magazin zusammen, das auf rund 30 Seiten aktuelle Themen in Freiburg aus der Perspektive von sozial schwachen Menschen beleuchtet. Der „Freie Bürger“ sei, was die Auflagezahlen betrifft, zwar eine der kleinsten Straßenzeitungen in Deutschland, aber dafür sei man unabhängig von großen Trägern. Die Unabhängigkeit von denkbaren Trägern, wie Diakonie oder Caritas, ist dem Team der Straßenzeitung wichtig. Sie wollten eine Zeitung „mit Blickwinkel von unten“ für alle machen, sagt Peters. Dafür schreiben neben den Redakteuren auch zahlreiche ehrenamtliche Autoren regelmäßig Beiträge.
Die aktuelle Ausgabe hat das Thema Wohnungsnot in Freiburg zum Schwerpunkt. Ein Klassiker ist die Serie „900 Jahre Armut in Deutschland“, von Carsten Kallischko. Auch Kultur und Sport, Rezepte und eine Rätselseite haben Stammplätze in der Straßenzeitung. „Wir wollen in unserer Zeitung nicht nur kritisieren und soziale Missstände beleuchten, sondern auch gute Laune verbreiten“, sagt Peters. Heike Schwende

Um 11 Uhr schlagen Handys und Siren Alarm beim Bundesweiten Warntag

Bundesweiter Warntag: Um 11 Uhr schrillen die Smartphones. Foto: Bundesamt für BevölkerungsschutzBundesweiter Warntag: Um 11 Uhr schrillen die Smartphones. Foto: Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Am Donnerstag, 11. September, findet um 11 Uhr im gesamten Stadtkreis Freiburg eine Sirenenprobe statt. Anlass ist der bundesweite Warntag.

Zwei Signale sind zu hören: Ein Heulton, der 60 Sekunden lang auf- und abschwillt, signalisiert „Bevölkerungswarnung – Rundfunkgerät einschalten – auf Durchsagen achten“. Um 11.15 Uhr folgt das Signal „Entwarnung“, ein Dauerton von 60 Sekunden Länge. Eine Ankündigung der Sirenenprobe sendet die Bundes-Warn-App NINA (dort folgt die Entwarnung erst um 11.45 Uhr).

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz bittet alle Bürgerinnen und Bürger, nicht ausgelöste Sirenen unter www.freiburg.de/sirenen zu melden. Sirenenproben finden zweimal im Jahr statt, meist Ende März und am bundesweiten Warntag, dem zweiten Donnerstag im September.

Der Freiburger TC sucht den Tennis-Stadtmeister

Der Freiburger Tennis-Club veranstaltet vom 18. bis 21. September die 20. Freiburger Stadtmeisterschaften um den Maucher Jenkins-Cup. Der Meldeschluss naht.

Meldeschluss für das Jubiläums-Turnier ist Dienstag, 16. September 2025 (Meldung auf spieler.tennis.de). Gespielt werden drei Turniere mit einem Gesamtpreisgeld von 6.000 Euro: Ein DTB-Ranglistenturnier mit LK-Wertung für Damen und Herren in der Klasse A4. Ebenfalls gibt es ein Turnier für Damen und Herren B (LK 9 bis 25) sowie ein Turnier in den Altersklassen Damen 40, 50, 60 und Herren 30 bis 80 (Senioren S-6).

Auf Zuschauer und Teilnehmer warten als Jubiläums-Highlight Food Trucks sowie an jedem Abend Bar-Betrieb an der FTC-Bar. Die Finals am Sonntag, 21. September starten ab 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen auf www.freiburgertc.de.

Tag der offenen Tür: Medizin hautnah erleben im St. Josefskrankenhaus in Freiburg

St. Josefskrankenhaus FreiburgDas St. Josefskrankenhaus öffnet seine Türen am 20. September für interessierte Besucher. Foto: Artemed Kliniken Freiburg

Am Samstag, 20. September, öffnet das St. Josefskrankenhaus Freiburg von 10 bis 17 Uhr seine Türen – und lädt Groß und Klein herzlich dazu ein, einen Tag voller Entdeckungen rund um die moderne Medizin zu verbringen.

Unter dem Motto „Medizin hautnah erleben“ gewährt das traditionsreiche, zur Artemed Gruppe gehörende Stadtkrankenhaus spannende Einblicke in Bereiche, die normalerweise der Öffentlichkeit verborgen bleiben. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Teddyklinik für Kinder

An zahlreichen interaktiven Stationen können Gäste selbst aktiv werden – von Laparoskopie-Übungen mit Gummibärchen bis hin zum Babybauch-Gipsen als ganz persönliches Andenken. Geführte Touren öffnen Türen zu Bereichen, die sonst nicht zugänglich sind. Ein besonderer Programmschwerpunkt ist die Notfallmedizin. Besucher können hier Einsatzfahrzeuge besichtigen und die Arbeit der beteiligten Rettungskräfte hautnah miterleben. Für die Jüngsten verwandelt sich das Krankenhaus in einen Ort voller Abenteuer: In der Teddyklinik dürfen Kuscheltiere „behandelt“ werden, und an Mitmachstationen kann sogar ein „Mini-Doc-Diplom“ erworben werden.

Zwischendurch laden Kaffee und Kuchen, Herzhaftes vom Grill, kühle Getränke und Live-Musik zum Verweilen ein. Eine Tombola sorgt für Spannung. An Info-Ständen können sich Interessierte über Berufe im Gesundheitswesen informieren.

SC Freiburg vor dem Derby mit Stuttgart: Personallage bessert sich

SC FreiburgPatrick Osterhage (Nummer 6) und Igor Matanovic (Nummer 31): Kehren sie gegen den VfB Stuttgart in die Startelf zurück? Foto: Detlef Berger

Der Saisonauftakt ging in die Hose. Doch am Samstag gegen den VfB Stuttgart (15.30 Uhr / Sky) besteht für den SC Freiburg die Chance zur Wiedergutmachung. Die gute Nachricht: Gleich mehrere Spieler, die zuletzt fehlten, stehen wieder zur Verfügung.

Im Testspiel gegen den FC Luzern gab es am Freitag für den SC Freiburg so manchen Lichtblick. Neben dem erfreulichen Ergebnis (4:2) waren das vor allem die personellen Nachrichten: Max Rosenfelder stand nach seiner Oberschenkelverletzung ebenso wieder zur Verfügung wie auch Patrick Osterhage und Niklas Beste. Auch Neuzugang Philipp Treu, der schon beim 1:4 gegen Köln einen Kurzeinsatz hatte, sammelte fleißig Einsatzminuten. Wenn nun auch Igor Matanovic zurückkehrt, ist das SC-Ensemble bald wieder komplett. Gerade rechtzeitig für das Derby gegen den VfB Stuttgart am Samstag.

„Ging um Stabilität“

Die Tore gegen Luzern erzielten Junior Adamu, Niklas Beste, Patrick Osterhage und Maximilian Philipp. Mit der Leistung zeigte sich SC-Trainer Julian Schuster zufrieden. „Wir haben gewisse Dinge miteinander besprochen. Es ist wichtig, sich Schritt für Schritt wieder eine gewisse Sicherheit zu holen“, sagte Schuster nach der Partie. Auch der in Köln wenig überzeugende Eren Dinkci fügte sich nach seiner Einwechslung nahtlos ein. „Es ging uns natürlich auch um die defensive Stabilität. Die war grundsätzlich in Ordnung.“

Während die Daheimgebliebenen also an der Mission Wiedergutmachung arbeiten, schuften die SC-Nationalspieler in der Ferne. Philipp Lienhart stand mit Österreich 90 Minuten gegen Zypern auf dem Platz (1:0-Sieg). Ein weiterer 90-Minuten-Einsatz in der WM-Quali folgte für ihn beim 2:1 am Dienstagabend gegen Bosnien-Herzegowina. Cyriaque Irié gelang mit Burkina Faso gegen Dschibuti ein Tor beim 6:0-Erfolg. Beim 0:0 gegen Ägypten am Dienstag ging er nach rund 70 Minuten vom Feld. Der Japaner Yuito Suzuki wurde beim 0:0 gegen Mexiko nach rund 80 Minuten ausgewechselt. Am Mittwoch trifft er mit Japan in einem Testspiel auf die USA. Und Johan Manzambi kam in beiden Partien der Schweiz in der WM-Quali zum Einsatz – zu feiern gab es einen 4:0-Erfolg gegen Kosovo und ein 3:0 gegen Slowenien. Einen Kurzeinsatz und ein Spiel über 90 Minuten absolvierte auch Bruno Ogbus mit der U21 der Schweiz.

Tierischer „Tourist“: Flamingo am Titisee eingefangen

Junger Flamingo am TitiseeUngewöhnlicher Gast: Der Flamingo im Titisee. Foto: Polizei Freiburg

Ein gefiederter Gast aus dem Süden hat sich in den Schwarzwald verirrt: Die Herkunft des Flamingos am Titisee sorgt jedoch für Rätselraten. Das Tier wurde vorsorglich eingefangen.

Am vergangenen Freitag gegen 20 Uhr staunten die Einwohner von Titisee nicht schlecht: Man ist ja viele Touristen gewohnt. Insbesondere aus südlichen Gefilden, die das Schwarzwaldpanorama und den malerischen Titisee besuchen. Doch einen Flamingo, welcher im Uferbereich auf einem Bein im Wasser schlief, sieht man hier nicht alle Tage, so die Polizei.

Nach Meldung des Vogels beim Polizeirevier Titisee-Neustadt wurde versucht entsprechende Fachleute einzubinden, um herauszubekommen, ob das Tier gegebenenfalls Hilfe bräuchte. Da es ein (wenn auch nicht heimisches) Wildtier ist und auch kein Raubvogel, sondern ein Gewässervogel, schieden Tierschutzverein und Jagdpächter aus. Wenigstens erlangte die Polizei so einen Hinweis auf das Alter: Das graue Gefieder sprach laut Tierschutz dafür, dass es sich um ein Jungtier handelt.

Auch eine Nachfrage bei einem nahegelegenen Tierpark ergab keine Hinweise auf die Herkunft. Da der Vogel sich im wahrsten Sinne des Wortes „standhaft“ weigerte weitere Daten zu seiner Identität herauszurücken: (Der mutmaßlich vorhandene Ring um das Bein befand sich unter Wasser), wurde nach Beratung mit Fachleuten entschieden den Vogel einzufangen und in eine Not-Aufnahmestation für Tiere zu bringen.

Mit neuer Frisur: SC-Kicker Matthias Ginter backstage bei der Formel 1

Die Länderspielpause nutzte SC-Kicker Matthias Ginter für einen Ausflug in einen anderen Profisport. Er und seine Frau Christina waren beim Großen Preis von Italien – dem Formel 1-Rennen in Monza – bei Verstappen-Rennstall Red Bull zu Gast. Sie erlebten nicht nur ein spannendes Rennen, bei dem sich Max Verstappen den Sieg holte. Sondern die Formel 1-Fans durften auch einen Blick hinter die Kulissen der Rennställe werfen.

Backstage traf der SC-Kicker dann eine wahre Rennsportlegende. Ex-Formel 1-Fahrer David Coulthard, der bei 13 Rennen den Sieg geholt hat und 2001 Vizeweltmeister wurde, nahm sich Zeit zu plaudern und für ein Erinnerungsfoto. Was den SC-Fans dabei sicherlich nicht entgangen ist: Matthias Ginter überrascht mit einem neuen Look, denn er trägt jetzt wieder wasserstoffblonde Haare. Hättet ihr ihn gleich erkannt?

So feiern Rap-Fans mit Sido und Co. beim Freiburger „Heroes Festival“

Ganz cool: Rap-Ikone Sido brachte die Freiburger beim „Heroes Festival“ wieder zum Feiern – abseits der Bühne war er locker drauf und machte Selfies mit den Fans.Ganz cool: Rap-Ikone Sido brachte die Freiburger beim „Heroes Festival“ wieder zum Feiern – abseits der Bühne war er locker drauf und machte Selfies mit den Fans. Foto: Jasmin Seidel

Am Freitag und Samstag hat sich die Messe Freiburg wieder in ein Mekka für Rap-Fans verwandelt: denn bereits zum vierten Mal ging dort das „Heroes Festival“ über die Bühne. Rund 30.000 Besucher waren bei dem Open-Air-Musikspektakel dabei. Deutschrap-Größen wie Bausa, Bonez MC, Ski Aggu oder Sido sorgten für Stimmung. Aber auch Newcomer wie Rapper Majan oder OG Keemo heizten der feiernden Menge ein. Erstmals gab es sogar zwei Bühnen, auf denen die mehr als 30 Acts auftraten. Eine Premiere: Mit TikTok-Star Tream war auch ein Schlagerrapper dabei. Er bot eine mitreißende Show mit Konfettikanonen und Songs wie „Liebe auf der Rückbank“.

Besonders Sido zeigte sich sehr Fan-nah. In seinem Instagram-Video schickte er Grüße vom „Heroes Festival“. „Meine Superkraft ist: ich bin der beste Rapper“, sagte er mit einem Augenzwinkern. Mit einem Golfwagen cruiste der 44-Jährige lachend selbst vom Parkplatz bis zur Bühne und schlenderte im grünen Jogginganzug entspannt durch die Menge. Der Rapper machte noch ein paar Selfies mit Fans und der örtlichen Feuerwehr und gab dann auf der Bühne richtig Gas. Bei seinen Songs zeigte sich das Publikum natürlich textsicher. Übrigens, schon jetzt steht fest, nächstes Jahr wird das „Heroes Festival“ wieder zu Gast in Freiburg sein.

Einen actiongeladenen Auftritt samt Feuershow lieferte Kultrapper Bausa ab. Foto: Philipp Kufer