Am 9. Juni 2024 finden in Freiburg die Europa-, die Gemeinderats- und die Ortschaftsratswahlen statt. Foto: Pixabay
Der Gemeindewahlausschuss der Stadt Freiburg hat am Freitag getagt und alle Wahlvorschläge zugelassen. Damit gibt es mit 20 Listen so viele Wahlvorschläge wie noch nie bei der Kommunalwahl am 9. Juni.
Der Freiburger Gemeindewahlausschuss unter Leitung von Bürgermeister Stefan Breiter hat am Freitag über die Zulassung der Wahlvorschläge entschieden: Alle Wahlvorschläge für die Gemeinderatswahl und für die Ortschaftsratswahlen wurden zugelassen. Somit stellen sich bei der Gemeinderatswahl 854 Personen auf 20 Listen zur Wahl (2019: 806/18). Bei den Ortschaftsratswahlen bewerben sich 309 Personen auf 26 Listen (2019: 327/28).
Erstmalig dürfen sich Kandidatinnen und Kandidaten ab 16 Jahren zur Wahl stellen, sodass auf den Gemeinderatsstimmzetteln elf minderjährige Personen zu finden sind, genauer gesagt auf den Listen von SPD, Junges Freiburg (JF), FDP, Bürger für Freiburg (BFF) und Volt. Die jüngste Liste ist JF mit durchschnittlich 22 Jahren, gefolgt von Volt mit 29 und Die PARTEI mit 33. Am anderen Ende der Altersskala rangieren Freiburg Lebenswert (FL) mit durchschnittlich 64 Jahren, Meinrad Spitz mit 59 und die Kulturliste Freiburg mit 58.
Die Geschlechterbalance ist relativ ausgeglichen, die Frauenquote beträgt quer über alle Gemeinderatslisten 47 Prozent. Die höchste Quote weisen die Unabhängigen Frauen Freiburg (UFF) mit 100 Prozent auf, gefolgt von der Grünen Alternative für Freiburg (GAF) mit 63 Prozent und den Grünen mit 54 Prozent. Den geringsten Frauenanteil haben die Listen der Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (APPD) mit null Prozent, der AfD mit 15 Prozent und der Freien Wähler (FW) mit 29 Prozent.
Am 9. Juni 2024 finden in Freiburg die Europa-, die Gemeinderats- und die Ortschaftsratswahlen statt. Alle Wahlberechtigten in Freiburg erhalten dafür Anfang Mai 2024 ihre Wahlbenachrichtigung.
Der SC präsentiert mit Eren Dinkçi seinen ersten Sommerneuzugang. Und Thomas Stamm (rechts) gilt als möglicher Trainerkandidat in der Hauptstadt. Fotos: SC Freiburg / Joers
Eren Dinkçi vom SV Werder Bremen wechselt im Sommer zum SC Freiburg. Aktuell steht der Angreifer als Leihspieler für den 1. FC Heidenheim auf dem Platz. Und Thomas Stamm, Trainer der Zweiten Mannschaft des Sport-Club, ist im Gespräch als Nachfolger von Hertha-Trainer Pál Dárdai.
Zwei Personalien beim SC Freiburg sorgen aktuell für Schlagzeilen: Zum einen bestätigte der Fußball-Bundesligist die Verpflichtung von Eren Dinkçi vom SV Werder Bremen. Der gebürtige Bremer, aktuell Leihspieler beim 1. FC Heidenheim, wechselt zur kommenden Saison in den Breisgau.
„Die Freiburger Verantwortlichen sind schon relativ früh auf mich zugekommen und haben mir von Anfang an ein gutes Gefühl gegeben. Da war mir schon klar, dass ich diesen Weg einschlagen möchte“, sagt der 22-Jährige. Dinkçi kam als 18-Jähriger in die A-Jugend des SV Werder Bremen und gab mit 19 Jahren sein Bundesliga-Debüt für Werder. In 50 Profispielen lief er für die Grün-Weißen auf.
Zur laufenden Saison wechselte er auf Leihbasis zum 1. FC Heidenheim, wo er in bislang 27 Pflichtspielen vornehmlich als Rechtsaußen auflief und dabei neun Tore und fünf Vorlagen erzielte. „Ich glaube, ich habe gerade einen Flow und den möchte ich gerne nach Freiburg mitnehmen. Ich habe hier mit Werder schon gespielt und da ging es gut ab im Stadion. Auf diese Atmosphäre freue ich mich sehr“, wird er in einer Pressemitteilung des SC zitiert. Laut SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach verfüge Dinkçi über „Qualitäten wie Schnelligkeit und ein gutes Spielverständnis verbunden mit seiner Abschlussqualität.“ Der SC kenne den Deutsch-Türken bereits seit seiner U19-Zeit bei Bremen, so Hartenbach. „Eigentlich ist es gerade seine erste Bundesligasaison als Stammspieler, daher schlummert noch richtig Potential in ihm“, so der Freiburger Sportdirektor.
Thomas Stamm in Gesprächen mit Zweitligist Hertha?
Auch anderer Front zeichnet sich beim SC eine Klärung ab: Thomas Stamm, Trainer der Zweiten Mannschaft in der Dritten Liga, ist Medienberichten zufolge als neuer Trainer von Zweitligist Hertha BSC in Gespräch. Wie die Zeitung „Bild“ berichtet, hätten die Berliner bereits zu dem 41-Jährigen Schweizer Kontakt aufgenommen. Aktuell wird der Bundesliga-Absteiger und Tabellenneunte der zweiten Liga von Pál Dárdai trainiert. Stamm arbeitet seit neun Jahren Trainer beim SC. Nach der Entscheidung, dass Christian Streich im Sommer als Profitrainer der Freiburger aufhört und Co-Trainer Julian Schuster sein Nachfolger wird, entschieden Stamm und der SC nach der laufenden Saison getrennte Wege zu gehen.
Neues Konzept am Uniklinikum ist in der Mache: Durch die eigenständige Betreuung der Geburt erhalten Hebammen die Möglichkeit, ihre fachlichen Fähigkeiten in vollem Umfang zu entfalten und eine intensivere persönliche Betreuung der Schwangeren und Gebärenden durchzuführen. Foto: Pixabay
Eine natürliche Geburt im Krankenhaus, bei der die Schwangeren ausschließlich von Hebammen betreut werden – das soll zukünftig am Universitätsklinikum Freiburg möglich sein. Der sogenannte hebammengeleitete Kreißsaal soll ein zusätzliches Angebot für Frauen schaffen, die eine problemlose Geburt erwarten, aber in der sicheren Umgebung eines Krankenhauses gebären möchten.
Am Universitätsklinikum Freiburg hat ein Projektteam aus Hebammen und Frauenärztinnen die Arbeit aufgenommen, um die hebammengeleitete Geburt ab Anfang 2025 anbieten zu können. „Nicht nur die Familien profitieren von dem neuen Konzept, auch für Hebammen wird das Universitätsklinikum Freiburg als Arbeitgeber noch attraktiver“, sagt Professor Dr. Ingolf Juhasz-Böss, Ärztlicher Direktor der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg.
Denn durch die eigenständige Betreuung der Geburt erhalten Hebammen die Möglichkeit, ihre fachlichen Fähigkeiten in vollem Umfang zu entfalten und eine intensivere persönliche Betreuung der Schwangeren und Gebärenden durchzuführen. Darüber hinaus bietet das Universitätsklinikum seinen Hebammen kontinuierliche Fortbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten an.
So bleiben sie stets auf dem neuesten Stand, können ihre Fertigkeiten fortlaufend verfeinern und die Schwangeren profitieren von einer hochqualifizierten Versorgung. Das Konzept des hebammengeleiteten Kreißsaals ist in anderen Ländern bereits etabliert.
Die Geburt als natürlichen Prozess verstehen
„Die Frauen berichten laut Studien dort von noch mehr positiven Geburtserlebnissen“, sagt Hebamme Carolina Fink aus der Klinik für Frauenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg. „Wir müssen die Geburt als natürlichen Prozess verstehen“, sagt Fink. „Im Hebammenkreißsaal kommt es laut Studien zu mehr vaginalen Geburten, weniger Verwendung von Schmerzmitteln und mehr Mobilität der Gebärenden, da eine intensive Betreuung unter der Geburt gewährleistet wird.“
Die Betreuung der Geburt erfolgt ausschließlich durch eine Hebamme. Bei Komplikationen ist allerdings jederzeit eine interdisziplinäre Betreuung in enger Zusammenarbeit mit dem Gynäkologinnenteam möglich.
Legendäre japanische Zweiräder: Geschäftsführer Erwin Ehret und Verkaufsleiter Wolfgang Schwarz (rechts) im neuen Suzuki Showroom. Foto: FWB
Der Autohändler Ehret auf der Haid in Freiburg erweitert sein Angebot um Motorräder und Roller der Marke Suzuki, mit Verkauf, Service und Finanzierung.
Das Autohaus Ehret in der Friedrich-Neff-Straße 2 im Gewerbegebiet Haid vergrößert sein Serviceangebot: Neben Fahrzeugverkauf, Reparatur oder Zubehör des japanischen Herstellers Toyota, finden Kunden in der Friedrich-Neff-Straße 2 ab sofort auch Motorräder und Roller (Scooter) der Marke Suzuki.
Vom City-Scooter bis zur Cross-Maschine, vom Grand-Tourer bis zum Racing-Bike. Suzuki- Motorräder sind bekannt für ihre Zuverlässigkeit und Leistung sowie für ihre fortschrittliche Technologie.
Brille ade – eine Informationsveranstaltung der Uniklinik Freiburg informiert über Laserbehandlung. Foto: Pixabay / Congerdesign
Fast die Hälfte aller Menschen in Deutschland trägt eine Brille oder Kontaktlinsen. Die Uniklinik Freiburg informiert am 11. April, wann eine Laseroperation am Auge zu empfehlen ist.
Unterschiedliche Fehlsichtigkeiten, wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung, können durch diese optischen Hilfsmittel ausgeglichen werden.
Viele Menschen würden aber gerne auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten. Fehlsichtigkeiten lassen sich durch moderne Laserverfahren operativ beheben. Doch nicht bei allen ist eine Laseroperation am Auge zu empfehlen. Wer ist geeignet? Gibt es Alternativen?
Bei einer Veranstaltung zum Thema „Laser statt Brille?“ am Donnerstag, 11. April, informiert PD Dr. Sonja Heinzelmann-Mink, eine Laser-Expertin aus der Klinik für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Freiburg, alle Interessierten über die Operation und beantwortet Fragen.
Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 11. April, um 17 Uhr im Hörsaal Killianstraße (Killianstraße 5, zwischen Augen-/HNO-Klinik und Neurozentrum). Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist kostenfrei.Mehr Informationen erhalten Sie beim Servicetelefon der Klinik für Augenheilkunde unter 0761 270-40150 und online auf der Webseite der Uniklinik Freiburg.
Auf dem Mundenhof brütet zurzeit ein wildlebendes Mäusebussardpärchen. Die werdenden Eltern verteidigen ihr Revier mit rabiaten Mitteln Foto: Pixabay
Auf dem Mundenhof brütet zurzeit ein wildlebendes Mäusebussardpärchen. Die werdenden Eltern verteidigen ihr Revier mit rabiaten Mitteln: In den letzten Tagen kam es zu Flugattacken auf Mitarbeitende und Besuchende.
Während der Brut- und Aufzuchtszeit reagieren Mäusebussarde mitunter aggressiver als sonst, auch Menschen erscheinen als mögliche Gefahr für den Nachwuchs. Attacken gegenüber Menschen sind zwar selten, kommen aber vor. Auf dem Mundenhof wurden entsprechende Warnschilder aufgestellt, Besuchende sollen den gekennzeichneten Bereich meiden.
Falls es dennoch zu einem Angriff kommen sollte, rät der Mundenhof den Betroffenen, sich ruhig zu verhalten und den Kopf- und Schulterbereich zu schützen. In der Regel handelt es sich um Scheinattacken: Die Bussarde greifen von hinten an und nehmen den höchsten Punkt ins Visier, also Kopf und Schulter. Dabei sind keine ernsthaften Verletzungen zu befürchten. Kleinere Wunden durch Mäusebussardkrallen sollten die Betroffenen jedoch versorgen lassen.
Mäusebussarde stehen unter strengem gesetzlichem Schutz und dürfen daher nicht gestört werden. Besonders die Brut- und Aufzuchtzeit ist eine sensible Zeit. Sie dauert von Anfang April bis Ende Juli.
100.000 Autofahrer wählten ihre „Werkstatt des Vertrauens“. Foto: Pixabay / Hannes Edinger
Auch 2023 haben sich 3.000 Werkstätten der Herausforderung gestellt, das Gütesiegel „Werkstatt des Vertrauens“ zu erhalten. Darunter ist auch die Autowerkstatt Hätti aus Freiburg-Ebnet. Die Werkstatt darf 2024 das Siegel „Werkstatt des Vertrauens“ führen.
Das Gütesiegel „Werkstatt des Vertrauens“ ist ein Symbol für hervorragende Leistungen und außergewöhnlichen Service. Dabei wird auf Rückmeldung aus der Kundschaft gesetzt: So werden die Kunden befragt, ob sie ihre Werkstatt weiterempfehlen würden. Die Stimmkarten, die sie sammeln, sind Werkzeug zur Leistungsüberprüfung und ein Spiegelbild der Kundenzufriedenheit. Wer mindestens 50 gültige Stimmkarten von Autofahrerinnen und Autofahrern sammeln kann, darf sich „Werkstatt des Vertrauens“ nennen. Diese Stimmkarten sind mit individuellen Barcodes von der ATZ Marketing Solutions GmbH bedruckt.
Bei der Auswertung der Stimmkarten in der Auswertungszentrale in Herdecke werden sie genau geprüft und gezählt, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse fair und transparent sind. Die Kundenbefragung findet jedes Jahr statt, sodass das Gütesiegel immer mit der aktuellen Jahreszahl überreicht wird.
Von links: Andreas Ege und Daniela Wack von der Firma Alexander Bürkle, SC-Profi Manuel Gulde, TV-Produzent Werner Kimmig und
Frank Schweizer von Wir helfen Kindern e.V. Foto: Alexander Bürkle / Wir helfen Kindern
Der Freiburger Verein „Wir helfen Kindern e.V.“ hat am vorvergangenen Dienstag mehrere Großspenden erhalten. Technologiedienstleister Alexander Bürkle, zu dem die Initiative für benachteiligte Kinder und Jugendliche gehört, übergab seine Jahresspende von 50.000 Euro.
Darüber hinaus freute sich der Verein über eine Privatspende von SC-Profi Manuel Gulde über 18.000 Euro. Weiterhin übergaben die Zirkusdirektoren des Freiburger Weihnachtszirkus Adelheid Hetzel-Mack und Christoph Mack 17.000 Euro, die als Spendensumme der Benefizgala von „Wir helfen Kindern“ vor Weihnachten gesammelt werden konnte.
Alle Gelder wird der Verein an soziale Einrichtungen weitergeben. So freute sich TV-Produzent Werner Kimmig, Mitglied im Vorstand des Fördervereins für krebskranke Kinder Freiburg e.V., über 25.000 Euro aus der Spende von Alexander Bürkle. Auch 15.000 Euro aus der Spende von Manuel Gulde erhält selbiger Förderverein.
„Wir helfen Kindern e.V.“ wird den gesamten Spendenerlös der Benefizgala auf fünf Fachstellen, die sich gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen engagieren, aufteilen. Zur Spendenübergabe kamen hierzu Beate Biederbick von „Wildwasser“ und Nils Vogelsang von „Wendepunkt“.
Daneben erhalten der Offenburger Verein „Aufschrei“, der Verein „Grauzone“ aus Donaueschingen und das Freiburger Frauen- und Mädchengesundheitszentrum jeweils 3.400 Euro für ihre Präventions- und Beratungsarbeit. „Wendepunkt“ erhält 3.000 Euro aus der Spende von Manuel Gulde. Der Bundesligaspieler möchte sich regional für Kinder und Jugendliche engagieren.
„Wir helfen Kindern e.V.“ finanziert Projekte an sozialen Organisationen. Seine Förderschwerpunkte sind Kinderkrebshilfe, Gewalt und Missbrauch an Kindern, Bildung, Armut und Integration. Die Spendenausgaben lagen letztes Jahr bei 94.000 Euro.
Plauderten backstage: Matthias Ginter und Rapper Bushido. Foto: Instagram.com/matzeginter28
SC-Kicker Matthias Ginter war in der Länderspielpause offensichtlich viel unterwegs. Nachdem er beim Essen in Omas Küche bestimmt von dem einen oder anderen SC-Anhänger entdeckt wurde, outet er sich mit einem Foto nun selbst als Fan. Und zwar von Bushido. Er traf den Rapper bei seiner Tour in den vergangenen Tagen sogar backstage persönlich. „Held meiner Jugend“ samt Schnappschuss postete er bei Instagram. Hier folgte auch prompt die Antwort des Rappers: „Bester Mann, hat mich sehr gefreut“, schreibt der. Für das Foto gab’s immerhin mehr als 18.000 Likes.
E-Scooter werden in der Stadt immer beliebter und damit Unfälle häufiger. Foto: Adove Stock
Während die Zahl der Unfälle mit dem Rad sinkt, nehmen diese mit dem Pedelec und insbesondere mit E-Scootern zu. Das zeigt die Unfallstatistik der Freiburger Polizei für das vergangene Jahr. Sechs Menschen sind 2023 bei Verkehrsunfällen in der Stadt gestorben.
Das Polizeipräsidium Freiburg hat die Bilanz der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr veröffentlicht. Insgesamt gab es rund 24.000 Unfälle (plus 5,3 Prozent) im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums, im Stadtkreis Freiburg waren es 3.071 – 49 mehr als 2022. Sechs Menschen starben, zwei mehr als 2023. Ursache von schweren Unfällen waren meist eine nicht angepasste Geschwindigkeit (23 Prozent) vor Alkoholeinfluss und Vorfahrtsverletzungen (jeweils 7 Prozent).
Einen Rückgang gab es bei den Radunfällen (ohne Motor). Insgesamt registrierte das Polizeipräsidium 1.770, dabei wurden 1.707 Radfahrer verletzt – zwei davon tödlich. In der Stadt Freiburg verunglückten 766 Radfahrer (121 weniger als im Vorjahr).
Zu schnell und alkoholisiert
Wenn Radfahrer den Unfall verursachten, war sie zu schnell, hatten Alkohol getrunken oder hatten das Rechtsfahrgebot nicht eingehalten. Lag es am „Unfallgegner“, meist Autofahrern, so spielten Vorfahrtsverletzungen, Fehler beim Abbiegen oder beim Einfädeln in den fließenden Verkehr eine Rolle. Laut Polizei gebe es weniger Radunfälle dank Kontrollen und präventiven Maßnahmen. Deshalb bildet „unsere Fahrradkonzeption auch im Jahr 2024 einen Schwerpunkt, damit dieser Trend möglichst verstetigt werden kann“, so Uwe Oldenburg, Leiter der Schutzpolizeidirektion.
Während es im Gebiet des Polizeipräsidiums nur ein leichtes Plus (drei Prozent) bei den Unfällen mit Pedelecs gab, war dieses mit 19,1 Prozent im Stadtkreis Freiburg deutlich höher. „Der Radverkehr nimmt zu, was auch durch die Zählstellen im Stadtgebiet bestätigt wird. Das Pedelec sticht bei der Statistik auch deshalb hervor, weil der Marktanteil im Vergleich zum konventionellen Fahrrad steigt“, so Polizeisprecher Jerry Clark. Mutmaßlich seien im Vergleich zum klassischen Fahrrad jedoch mehr Pedelecs unterwegs.
„Natürlich ist die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, die bei Pedelecs möglich ist, auch bei den Unfallfolgen bemerkbar. Vereinfacht gesagt steigt das Verletzungsrisiko mit zunehmender Geschwindigkeit.“ Auch laut Andreas Müller, Abteilungsleitung Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Südbaden, hängt der Anstieg der Unfälle mit dem „ungebrochenen Boom elektrischer Fahrräder“ zusammen. „Das Fahren mit ’Rückenwind’ und die mittlerweile sehr gut ausgebaute Infrastruktur im Stadtkreis Freiburg macht das Radfahren für viele ungeübte daher wieder attraktiv.“ Sehr viele ältere Pedelecfahrer unterschätzten jedoch die Geschwindigkeit, das hohe Gewicht der Räder und die verhältnismäßig „bissigen“ Bremsen und somit das herausfordernde Handling des Pedelec. „Deshalb sollte man das Fahren im Vorfeld unbedingt unter gesicherten Bedingungen, zum Beispiel bei einem ADAC Pedelectraining, üben und sich an das Rad gewöhnen.“ Sein Tipp: Vorausschauend und langsam unterwegs sein sowie Helm und Schutzkleidung wie Handschuhe tragen.
Ein deutliches Plus von 25 Prozent gibt es auch bei Unfällen mit E-Scootern. Das entspricht dem bundesweiten Trend – hier waren es laut ADAC sogar 49 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das war zu erwarten, da sich die Verkehrsart etabliert und die Zahl der Nutzer zeigt“, so Jerry Clarke. Insgesamt gab es 104 Unfälle im Gebiet des Polizeipräsidiums, die häufigsten Ursachen: die Fahrer waren zu schnell oder alkoholisiert.
Laut Andreas Müller nutzen E-Scooter oft junge Leute, „die dies auch mit einem gewissen Spaßfaktor verbinden“. Häufig würden die Fahrbahn oder Gehwege falsch benutzt. Für ihn braucht es mehr Aufklärung über die Verkehrsregeln, vor allem „jüngere Nutzer unterschätzen die Gefahr, wenn sie diese Regeln missachten.“