Der Blick beim SC Freiburg richtet sich nach Köln, wo die Freiburger wieder punkten möchten. Foto: Detlef Berger
Wenn es zuhause nicht funktionieren will, muss der SC Freiburg sein Glück eben in der Fremde suchen: Auf die bittere 1:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg will der Sport-Club in Köln am Samstag (18.30 Uhr / Sky) die richtige Antwort finden. Vor allem Tore braucht der Sport-Club.
Es ist ja nichts passiert. Ja, der SC Freiburg hat gegen Wolfsburg höchst unglücklich verloren. Doch weil auch die Konkurrenz um den Einzug in den europäischen Wettbewerb patzte, lebt der Freiburger Traum von Europa weiterhin. Im Sport1-Doppelpass bezeichnete SC-Vorstand Jochen Saier den Ligaendspurt unterhalb der Champions-League-Ränge als „Schneckenrennen“ – und weiter mittendrin: der SC Freiburg.
Höfler und Sildillia fehlen
Dass Freiburg das dritte Jahr in Folge um Europa mitspiele, hob Saier besonders hervor: „Wir sind noch voll im Rennen, wir können es wieder schaffen und das wäre natürlich für einen Verein, wie wir es sind, unglaublich“, sagt er und erinnerte dabei an die vielen Verletzten und Sperren, mit denen Freiburg in dieser Saison zu kämpfen hat.
So werden in Köln Kilian Sildillia, der gegen Wolfsburg Rot sah, und der ebenfalls gesperrte Nicolas Höfler (zehnte Gelbe Karte) pausieren müssen. Und Merlin Röhl wird wegen einer Muskelverletzung wohl den Rest der Saison ausfallen. „Sechser haben wir keine mehr. Spielen wir halt mit irgendjemandem, der noch nie Sechser war. Das gibt für denjenigen auch eine neue Erfahrung“, sagte SC- Trainer Christian Streich nicht ohne Sarkasmus nach der bitteren Niederlage gegen Wolfsburg.
Während es also im Europa-Park Stadion mit dem Punktesammeln zurzeit nicht so recht klappen will, sieht es dagegen in der Fremde ganz anders aus: Drei Auswärtssiege in Folge feierte der Sport-Club zuletzt. Das gelte es in Köln am Samstag erneut zu erreichen, so Kapitän Christian Günter: „Wenn wir so auftreten wie gegen Wolfburg, werden wir nächste Woche wieder einen rein machen“, zeigte er sich überzeugt. Auch der Kapitän sagt, es sei angesichts der Begleitumstände beim SC in dieser Saison „sensationell, dass wir drei Tage vor Ende da oben noch mitmischen.“
Wie es im Freiburger Kader weitergehen wird, wenn Julian Schuster im Sommer das Zepter von Cheftrainer Streich übernimmt, wird sich zeigen. Vorstand Jochen Saier kündigte an, dass der SC in der anstehen Wechselperiode versuchen werde, Transfereinnahmen zu generieren: „Wir werden schon auch einen Spieler abgeben, das denke ich schon. Weil es vielleicht auch inhaltlich richtig ist, Dinge zu verändern, frisches Blut reinzulassen und den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, um Transfererlöse zu erzielen“, so Saier. Als ein möglicher Wechselkandidat gilt Roland Sallai, dessen Vertrag im Sommer 2025 endet.
Sechs neue Blitzer wurden in der Stadt installiert – einer davon in Ebnet. Foto: Schuh
Unter anderem in der Schwarzwaldstraße in Ebnet und an der Granadaallee stehen die neuen stationären Anlagen. Für einige Autofahrer ist das „Abzocke“ – Freiburg gilt ohnehin schon als Blitzerhauptstadt. Warum das so ist und ob die Kontrollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen, erklärt Andreas Müller vom ADAC Südbaden im Gespräch mit Saskia Schuh.
Herr Müller, einige Autofahrer machen ihrem Ärger beispielsweise auf der Facebook-Seite des Freiburger Wochenberichts Luft und sprechen von „Abzocke“. Können Sie diesen Unmut verstehen?
Andreas Müller: Zunächst ist es natürlich menschlich und nachvollziehbar, dass sich ’ertappte’ Autofahrer ärgern und mit Unverständnis reagieren. Allerdings ist überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer eins und deshalb ist es notwendig, die vorgegebenen Geschwindigkeiten zu kontrollieren und Verstöße zu sanktionieren. Alle Einrichtungen zur Überwachung der Geschwindigkeit können zur Verkehrssicherheit beitragen, da sie den Verkehrsteilnehmern die Gefahren zu schnellen Fahrens bewusst machen und sensibilisieren können.
Freiburg ist Blitzerhauptstadt – in keiner deutschen Stadt gibt es, gemessen an der vorhandenen Straßenfläche, mehr Blitzer als in Freiburg – warum ist das so?
„Die jährlichen zusätzlichen Einnahmen der Stadt im siebenstelligen Bereich zeigen deutlich, dass die Regeltreue aller Verkehrsteilnehmer Luft nach oben hat“, sagt Andreas Müller, Abteilungsleitung Verkehr, Technik und Umwelt beim ADAC Südbaden. Foto: ADAC Südbaden
Müller: In dem Bemühen, ein sicheres Vorankommen zu ermöglichen und unter dem Zwang, die vorhandenen Flächen im Zuge der Verkehrswende gerechter aufzuteilen, ist es notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, damit sich alle Verkehrsteilnehmer sicher und wohlfühlen können. Die elektronische Überwachung stellt eine kostengünstige und effektive Maßnahme dar. Wir sehen durchaus die Notwendigkeit solcher Anlagen, weil sie die Verkehrsteilnehmer zu einer rücksichtsvolleren Fahrweise animieren. Auch aufgrund von Personalmangel bei den Ordnungskräften ist es notwendig, auf solche Mittel zurückzugreifen.
Sind so viele Blitzer sinnvoll?
Müller: Die jährlichen zusätzlichen Einnahmen der Stadt im siebenstelligen Bereich zeigen deutlich, dass die Regeltreue aller Verkehrsteilnehmer Luft nach oben hat. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen. Wir alle sind aufgefordert, mehr Achtung und Rücksicht zu zeigen – auch als Vorbild für die Kinder. Ein faires und rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr ist leider nicht selbstverständlich, daher sind die Städte zu solchen Geschwindigkeitskontrollen gezwungen.
Sorgen solche Kontrollen denn nachweislich für mehr Sicherheit und weniger Unfälle?
Müller: Ja. In der Regel werden Gefahrenstellen wie z.B. Straßeneinmündungen mit Unfallhäufung oder Örtlichkeiten mit sehr vulnerablen Gruppen wie Schulkindern und Bewohnern von Altenheimen durch Geschwindigkeitskontrollen besonders in den Fokus gerückt. Die Überwachung von unübersichtlichen Stellen, wie zum Beispiel mit der Anlage im Schützenalleetunnel stadteinwärts, tragen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei, wie rückläufige Unfallzahlen belegen.
Einige Autofahrer kritisieren auch die stetig wechselnden Geschwindigkeiten und den Schilderwald in der Stadt, wäre eine einheitliche Geschwindigkeit sinnvoller?
Müller: Die unübersichtlichen und zum Teil auch sehr verwirrenden innerstädtischen Tempoabschnitte werden zu recht kritisiert. Hier würden wir uns, auch im Sinne einer Verringerung des Schilderwalds, eine Vereinheitlichung in den 30er-Zonen wünschen. Das führt sicherlich auch zu einer größeren Akzeptanz der Verkehrsteilnehmer. Auf den großen Hauptverkehrsachsen muss es jedoch bei Tempo 50 bleiben, sonst wird der Verkehrsfluss noch mehr ausgebremst.
Weine und Winzer in geselliger Atmosphäre kennenlernen: dafür bietet die Wine a’Fair die perfekte Gelegenheit. Foto: Gutmann Events
„Taste. Drink. Celebrate“: Bei diesem neuen Wein-Event treffen Genussmenschen auf Trendsetter, Weinkenner auf Neugierige, Perfektionisten auf Hedonisten. Bei der Wine a’ Fair im Ballhaus können die Besucher Weine und Winzer in einem entspannten Ambiente kennenlernen.
Genießen, flanieren, sich mit Freunden und neuen Bekanntschaften austauschen und ganz nebenbei den neuen Lieblingswein entdecken – dafür steht die Wine a’Fair im Ballhaus der Tanzschule Gutmann. Am 24. und 25. Mai, jeweils 17 bis 23 Uhr, feiert das Event seine Premiere im Ballhaus.
Genießen und flanieren steht im Ballhaus auf dem Programm. Foto: Gutmann Events
Die Winzer präsentieren an eigenen Pop-Up-Bars ihre besten, neuesten und interessantesten Weine. So können sich die Besucher in einer Art Mini-Weinprobe durch eine große Auswahl an Weinen testen und – wenn es besonders schmeckt – gleich vor Ort ein Gläschen bestellen. Gemütliche Chill-Out Areas laden zum Verweilen ein, Foodtrucks stehen auf dem Gelände der Ganter-Villa im Außenbereich bereit.
Wenn im Ballhaus die Aussteller um 23 Uhr schließen, geht es in der Jack’n’Jill Lounge erst richtig los. Die Aftershowparty lädt mit DJ, zwei Floors und Cocktailbar zum Ausklang des Abends ein.
Info: Tickets (12/14 Euro für die Wine a’Fair, 4,80 Euro für die Aftershowparty) gibt es unter www.wineafair.de und an der Abendkasse (14/15 Euro und 5 Euro).
Mathieu (Guilliaume Canet) und Alice (Alba Rohrwacher) haben die gemeinsame Vergangenheit noch lebhaft in Erinnerung. Foto: Alamode Film
Filmstar Mathieu kämpft mit einer Midlife-Crisis und flieht aus Paris, um zur Ruhe zu kommen. Doch dann trifft er unerwartet die einstige Liebe seines Lebens wieder. Alte Gefühle erwachen, die sie ihre bisherigen Lebens- und Liebesentscheidungen überdenken lassen.
Mathieu (Guilliaume Canet, „Die schönste Zeit unseres Lebens“) will Abstand von seinem Leben in der Öffentlichkeit gewinnen und reist an die bretonische Westküste Frankreichs, wo er sich in ein Wellnesshotel in einem verlassenen Erholungsort einquartiert. Ganz in der Nähe lebt auch Klavierlehrerin Alice (Alba Rohrwacher, „La Chimera“) mit ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter. Vor 15 Jahren, lange noch bevor Mathieu berühmt wurde, waren die beiden ein Paar.
Bei beiden ist diese Zeit noch lebhaft in Erinnerung und die Gefühle von einst brodeln wieder hervor. Schließlich begleitet Mathieu Alice an seinem letzten Abend in der Bretagne zu einer Hochzeit. Und er betritt bereitwillig Neuland in einem Abenteuer, das nicht nur sein, sondern auch ihr Leben völlig neu ordnen wird.
Dem preisgekrönten französischen Filmemacher Stéphane Brizé („Mademoiselle Chambon“) gelingt ein zutiefst romantisches Drama, das zugleich melancholisch, leicht und tiefgründig – voller Humor und lebensklugen Dialogen. Brizé schafft eine sensible Momentaufnahme zweier in der Mitte des Lebens stehender Menschen, die mit ihren zurückliegenden Entscheidungen konfrontiert werden. Beide Protagonisten reflektieren über verpasste Chancen im Leben und in der Liebe. Das Drama feierte seine umjubelte Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig und begeisterte zahlreiche Kritiker (fwb).
Schnappschuss mit der Euromaus: erstmals casten Chefjuror Dieter Bohlen (v.r.), Sänger Pietro Lombardi, Rapperin Loredana und Schlagersängerin Beatrice Egli Gesangstalente im Europa-Park. Foto: RTL/Markus Hertrich
Alles neu bei der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“: die wird seit vergangener Woche erstmals im Europa-Park gedreht. „Wir sind bei DSDS immer auf der Suche nach einzigartigen Locations für unsere Jurycastings. Daher freue ich mich riesig, dass wir jetzt zum allerersten Mal im Europa-Park in Rust sind. Ich hoffe nur, dass die Kandidaten nicht schon vor ihrem Auftritt eine Runde Achterbahn fahren – das kann für uns als Jury übel enden. Der Park steht für Weltklasse- Entertainment und Überraschungen an jeder Ecke. Alles das wollen wir mit unseren Kandidaten bei unseren Zuschauern auch erreichen. Es wird das abwechslungsreichste Casting ever“, verspricht Dieter Bohlen.
Ebenfalls neu: erstmals können alle Talente ab 16 Jahren ihr Glück versuchen, denn eine Altersgrenze gibt es nicht mehr. „Heute waren schon einige ältere Kandidaten da, die wirklich alles gegeben und richtig abgeliefert haben“, verrät Pietro Lombardi am ersten Drehtag.
Haben mächtig Spaß im Europa-Park: Dieter Bohlen und Pietro Lombardi testeten unter anderem die Wildwasserbahn. Foto: Instagram.com/dieterbohlen
Abseits der TV-Show darf die Promi-Jury aber auch ein wenig Spaß haben – so testeten Dieter Bohlen und Pietro Lombardi die Wildwasserbahn und schienen mächtig Spaß zu haben. Letzterer schlenderte sogar am Wochenende durch Freiburg und machte dabei Halt beim „Heritage Barber Shop“ in der Fischerau, wo auch bei SC-Kickern wie Vincenzo Grifo für das perfekte Styling gesorgt wird. Bis wir die Aufnahmen aus Rust im TV sehen, dauert es allerdings noch ein wenig, im Herbst wird die neue, 21. Staffel der Show bei RTL ausgestrahlt.
Pietro Lombardi schaute auch im „Heritage Barber Shop“ in Freiburg vorbei. Foto: Instagram.com/theheritage_barbershop
Die Handwerkskammer Freiburg hat Christof Burger zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Foto: Privat
Christof Burger ist zum neuen Präsidenten der Handwerkskammer Freiburg gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge des im März überraschend verstorbenen, langjährigen Präsidenten Johannes Ullrich an.
Christof Burger ist zum neuen Präsidenten der Handwerkskammer Freiburg gewählt worden. In einer außerordentlichen Vollversammlung am 25. April wurde der 58-jährige Waldkircher Handwerksunternehmer ins höchste Ehrenamt der Kammer gewählt. Die Wahl wurde nach dem unerwarteten Tod des amtierenden Kammerpräsidenten Johannes Ullrich notwendig.
Burger ist seit mehreren Jahrzehnten bereits ehrenamtlich im südbadischen Handwerk engagiert, unter anderem als Innungsobermeister der Bau-Innung Emmendingen. Seit 2008 hat er das Amt als stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Emmendingen inne und ist Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Freiburg. Seit 2014 war er Vizepräsident der Handwerkskammer Freiburg. Burger machte in seiner Bewerbungsrede deutlich, die von seinem Vorgänger Johannes Ullrich geprägte Ausrichtung der Kammer weiterverfolgen zu wollen. „Ich möchte den eingeschlagenen Weg mit Ihnen gemeinsam konsequent weitergehen“, sagte er in Richtung der Vollversammlungsmitglieder.
In das Amt des Kammer-Vizepräsidenten auf Arbeitgeberseite wurde Friedrich Sacherer aus Vogtsburg-Oberrotweil gewählt. Der 59-jährige Klempner-, Gas-, Wasserinstallateur-, Zentralheizungs- und Lüftungsbauermeister ist bereits seit November 2015 Mitglied des Vorstands.
Essenreste neben Mülleimern und -tonnen ziehen Ratten nicht nur im Außenbezirk an – in Wohngegenden werden sie zunehmend zur Plage.
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Sie kommen aus der Kanalisation, haben ihre Nester zwischen Mülltonnen oder sogar in Kellern: Ratten leben überall dort, wo auch der Mensch lebt. In Freiburg werden sie jedoch mancherorts regelrecht zur Plage.
Derzeit betrifft dies vor allem die Großsiedlungs-Stadtteile Landwasser und Weingarten: Unter anderem wild abgestellter Müll sei hierfür die Ursache, so die Stadtratsfraktion Eine Stadt für alle. Sie fordert, Müllanlagen rattensicher zu machen und Rattenbauten professionell und zeitnah auszuheben. Um Ratten vorzubeugen, sollte nicht nur Müll ordnungsgemäß entsorgt, sondern auch Hecken und Büsche im Umfeld von befallenen Müllanlagen zurückgeschnitten werden. Die Fraktion weist außerdem auf die Möglichkeit der Mietminderung hin.
Auch die Pressestelle der Stadt Freiburg bestätigt, dass es aus Landwasser und Weingarten vermehrt Beschwerden wegen Rattenbefall gibt. Auch das Pressereferat sieht das Problem in Vermüllung begründet: „Generell gibt es Ratten in der Stadt vor allem dort, wo ausreichend Nahrung vorhanden ist, das ist besonders bei Vermüllung der Fall“, so Pressesprecherin Tabea Krauß.
Bei der Rattenbekämpfung sind verschiedene städtische Akteure involviert: Das Garten- und Tiefbauamt bekämpft Ratten auf öffentlichem Raum, die Badenova Netze in der Kanalisation. Hier würden Köder ausgelegt und Kanalreinigungen durchgeführt, um Nahrungsquellen für die Ratten zu beseitigen, so Krauß. Das städtische Gebäudemanagement kümmert sich bei Befall in öffentlichen Gebäuden, die Freiburger Stadtbau in eigenen FSB-Gebäuden.
Die Freiburger Stadtbau kümmere sich darum, Hygiene und Reinlichkeit zu fördern. Dazu gehört die Beauftragung einer Hygiene-Firma, die gezielt Fallen und Köder auslegt und die Müllstandorte reinigt. Außerdem werden Unterflursysteme installiert und die Müllablageorte rattensicher gemacht. Der Hausmeisterservice ist angehalten, Mieter aufzuklären und bei Bedarf persönlich anzusprechen. Außerdem gibt es Infoschreiben an die Mieter.
Auf privaten Grundstücken hingegen sind die Eigentümer gefragt. Problematisch wird es vor allem dann, wenn diese nicht handeln: „Auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes kann das Amt für öffentliche Ordnung auf privatem Gelände Anordnungen treffen, aber nur dann, wenn tatsächlich eine vom Gesundheitsamt bestätigte Infektionsgefahr besteht“, sagt Krauß. Aber: „Hinweise darauf, dass eine solche Gefahr besteht, liegen der Stadt derzeit nicht vor“, so Tabea Krauß.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Ratten Krankheiten übertragen, sei nicht höher als bei Tauben, Mäusen, Füchsen und Igeln: „Generell sollte der Kontakt mit den Tieren und deren Ausscheidungen vermieden werden“, sagt Krauß.
Wichtig ist vor allem, Müll ausschließlich in den dafür vorgesorgten Abfallbehältern zu entsorgen, diese gut zu verschließen und Müll für Ratten unzugänglich zu lagern. Nistmöglichkeiten wie unaufgeräumte Keller und andere Mutterquellen – zum Beispiel für Haustiere – sollten entsorgt werden. Auch sollten keine Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen gefüttert werden, da hier stets Reste zurückbleiben. Öffnungen zur Lüftung in Erdbodennähe sollten mit engmaschigen Gittern verschlossen werden. Für Abwasserrohre gibt es sogenannte Rattensperren.
Eine Meldepflicht für Ratten gibt es nicht, so Krauß. Trotzdem ist die Meldung online auf der Webseite der Stadt oder direkt an die zuständigen Stellen möglich: Bei Ratten in Gaststätten ist dies die Veterinärbehörde, auf öffentlichen Grünflächen ist das GuT zuständig. Kommen Ratten vermehrt aus der Kanalisation, ist die Badenova Netze zu informieren. Bei einer Rattenplage in privaten Gebäuden sollten Vermieter die Schädlinge professionell beseitigen lassen.
Weiterer Neuzugang für Wölfe-
Trainer Timo Saarikoski. Foto: D. Berger
Der EHC verpflichtet einen Angreifer mit Erfahrung im deutschen Eishockey-Oberhaus. Außerdem startet bei den Wölfen Freiburg der Dauerkartenvorverkauf für die kommende DEL2-Saison.
Die Wölfe Freiburg haben sich für die kommende DEL 2-Eishockeysaison mit dem 24-jährigen Offensivspieler Sebastian Streu verstärkt. Der in Neuwied geborene Linksschütze ist mit Georgiy Saakyan und Yannik Burghart der dritte Neuzugang der Freiburger. Streu sammelte unter anderem in Nordamerika in der Western Hockey League höherklassige Juniorenerfahrung. Insgesamt kann der Offensivakteur in seiner Karriere bereits auf 166 DEL- und 82 DEL2-Pflichtspiele zurückblicken.
Zweimal deutscher Meister So feierte er mit dem deutschen Rekordmeister Eisbären Berlin zwei Meisterschaften in der höchsten deutschen Eishockeyliga. Nach einer weiteren Spielzeit bei den Iserlohn Roosters im Eishockey Oberhaus lief er zuletzt in der DEL 2 für Rosenheim auf. „Auf der Suche nach einem universal einsetzbaren Stürmer ist uns Sebastian besonders auch in den Spielen gegen uns sofort ins Auge gefallen. Wir sind der Meinung, dass er sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft hat und er wird bei uns die Rolle und Möglichkeit erhalten, allen zu zeigen, was er kann“, sagt Sportdirektor Peter Salmik. Auf seine eigene Entwicklung kommt es auch Streu an, der sagt: „Persönlich möchte ich mich verbessern, mein Niveau noch weiter steigern und der Mannschaft so gut wie möglich weiterhelfen, um am Ende gemeinsam eine erfolgreiche Saison zu spielen“.
So früh wie noch nie starten die Wölfe Freiburg außerdem den Dauerkartenvorkauf: Ab 2. Mai startet der Vorverkauf mit einer Frühbucherphase zu vergünstigten Konditionen bis zum 30. Juni. Für Sitzplatz-Dauerkartenbesitzer besteht bis zu diesem Datum auch ein Vorkaufsrecht. Erstmals werden Dauerkarten auch im EHC-Onlineshop erhältlich sein.
Die landschaftlich reizvolle Lage und kompakte Stadtgröße mit attraktivem Angebot sorgen für großes Interesse bei wenig Angebot.
Foto: simon
Von Entlastung am Freiburger Wohnungsmarkt ist wenig zu spüren. Es bleibt dabei: Die Stadt gilt als attraktiv und das erzeugt Nachfrage. Mittelfristig könnte sich die Lage jedoch verbessern.
Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt sind so stark gefallen wie seit 60 Jahren nicht mehr: Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mitteilte, sind Eigentumswohnung 8,9 Prozent, Einfamilienhäuser 11,3 Prozent und Mehrfamilienhäuser 20,1 Prozent billiger. „Dieser Preisverfall im bundesdeutschen Durchschnitt spiegelt sich nicht im Freiburger Immobilienmarkt wider – zumindest in den einzelnen Teilmärkten gibt es deutliche Unterschiede“, betonte Bürgermeister Martin Haag. Und Hugo Sprenker, Vorsitzender des Gutachterausschusses, ergänzte: „Die Nachfrage ist in Freiburg auch in schwierigen Zeiten besser als in anderen Standorten“.
Im Immobilienmarktbericht des Gutachterausschusses finden sich nicht nur bundesweite Trends, sondern auch die spezifischen Entwicklungen auf dem Freiburger Markt. So ging 2023 die Anzahl der Transaktionen um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Während im 2021 noch der höchste Geldumsatz aller Zeiten ermittelt wurde, war es 2023 rund 39 Prozent weniger.
Insgesamt wurden 2023 nur zwölf Bauplätze für Ein- und Zweifamilienhäuser in der gesamten Stadt gehandelt, deren Auswertung keine belastbaren Ergebnisse lieferte. Der Gutachterausschuss hat bei Bauplätzen für eine mehrgeschossige Bauweise mit und ohne gewerblichen Anteil keinen Kauf verzeichnet. Im Neubau wurde bei Einfamilienhäusern (Reihenendhäuser, Reihenmittelhäuser, Doppelhaushälften) ein Kauf registriert.
Nach wie vor gilt, Top-Lagen sind in Freiburg sehr kostspielig: Bei Häusern in Villenlage lag der Quadratmeterpreis pro Wohnfläche bei rund 8.060 Euro. Die „durchschnittliche“ Villa kostete 1,86 Millionen Euro, hat 861 qm Grundstücksfläche und 227 qm Wohnfläche. Insgesamt wertete der Gutachterausschuss zehn Käufe aus. Freistehende gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser kosteten bei 768 qm Grundstücksgröße und 146 qm Wohnfläche durchschnittlich rund 755.000 Euro: das sind rund 5.390 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, bei 25 ausgewerteten Käufen. Gebrauchte Reihenendhäuser und Doppelhaushälften (circa 141 qm Wohnfläche, circa 340 qm Grundstücksgröße) lagen bei rund 682.000 Euro, kosteten also rund 5.130 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Insgesamt hat der Bericht 48 Käufe ausgewertet. 2023 wurden insgesamt 140 (2022: 167) Ein- und Zweifamilienwohnhäuser und 72 (2022: 60) Mehrfamilienhäuser verkauft.
„Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Entwicklung von Wohnbau zwar immer noch eine politische Herausforderung ist, wir aber mit viel Druck an neuen Gebieten arbeiten, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und so den Wohnungsmarkt zu entlasten“, blickt Baubürgermeister Haag zuversichtlich in die mittelfristige Zukunft und betont: „Wir haben eine klare Agenda und die heißt Bezahlbarkeit.“ Mittelfristig Entlastung bringen sollen vor allem die Großprojekte Kleineschholz und Dietenbach. Doch wenn man Hugo Sprenker hört, ist das kein Selbstläufer, denn: „Es gibt nur zwei Sorten Menschen in Deutschland: Die, die in Freiburg sind und jene, die nach Freiburg wollen.“
Schafft der SC Freiburg erneut den Sprung nach Europa? Foto: Detlef Berger
Im vorletzten Saisonheimspiel hat der SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg 1:2 verloren. Nach einer 1:0-Führung zur Pause gab der SC in Unterzahl das Spiel noch aus der Hand.
In einer ereignisreichen Partie verloren die Breisgauer gegen die Gäste aus Niedersachsen 1:2. Nach einer Roten Karte gegen Kilian Sildillia spielten die Hausherren rund eine halbe Stunde mit einem Mann weniger.
Ritsu Doan leitete in der 42. Minute die Führung ein, die durch ein Wolfsburger Eigentor fiel. Doans Querpass im VfL-Strafraum wurde entscheidend von Bornauw zum 1:0 für Freiburg abgefälscht. Neben Roland Sallai zählte der quirlige Doan im ersten Durchgang zu den auffälligsten Spielern im Freiburger Trikot. „Er ist in den letzten Wochen einer unseren Besten, wenn nicht sogar der Beste“, sagte SC-Verteidiger Lukas Kübler gegenüber Sky. Kübler musste für das Spiel aufgrund seiner fünften Gelben Karte aussetzen.
Ohne den verletzten Merlin Röhl, für den die Saison wegen eines Muskelfaserrisses im hinteren Oberschenkel vermutlich gelaufen ist, bestimmte Freiburg im ersten Durchgang die Partie. Unter anderem zweimal durch Michael Gregoritsch (5.+47. Minute) war die Streich-Elf drauf und dran ein weiteres Tor zu erzielen.
Im zweiten Durchgang wurde Wolfsburg besser. In der 63. Minute musste Sildillia schließlich vom Feld: Mit gestrecktem Bein und offener Sohle hatte er Paredes unterhalb des Knies getroffen. Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte Rot. Es war bereits der zweite Platzverweis des jungen Franzosen im Freiburger Trikot nach Gelb-Rot in Dortmund im Februar 2023.
Die Gäste drückten nach der Roten Karte zunehmend aufs Freiburger Tor. Das 1:1 fiel durch Maximilian Arnold. Der VfL-Kapitän zirkelte einen direkt getretenen Freistoß unhaltbar für den an diesem Tag erneut gut parierenden SC-Torwart Noah Atubolu passgenau ins Freiburger Toreck (82).
Direkt danach hatte Sallai nach einem Foul von VfL-Keeper an Lucas Höler im Strafraum die Chance zur erneuten Freiburger Führung. Schiri Willenborg entschied nach Ansicht der TV-Bilder zugunsten der Hausherren auf Elfmeter. Der Ungar aber rutschte bei der Ausführung aus und setzte den Ball weit über das Tor von Koen Casteels (86.). „Null Vorwurf an Roland Sallai. Er rutscht aus und schießt sich praktisch selbst an. Das kann jedem passieren“, sagte SC-Kapitän Christian Günter.
Am Ende kam es für die Freiburger noch dicker: Maxence Lacroix gelang aus rund 25 Metern mit einem Sonntagsschuss, dem zweiten der Wolfsburger an diesem Tag, die späte 1:2-Führung (90.).
SC-Kapitän Christian Günter wollte die Unterzahlsituation nicht als einzige Begründung für die Niederlage gelten lassen: „Gefühlt hatte Wolfsburg außer den zwei Fernschüssen keine echte Torchance“, sagte er nach Spielende und lobte die Leistung seiner Mannschaft. „Das Spiel hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen“, so Günter.
Auch Höfler ist gesperrt
In der Tabelle stehen die Freiburger wegen der gleichzeitigen Niederlage von Verfolger Augsburg weiterhin auf Platz sieben und sind damit auf Kurs Europapokal. Am kommenden Samstag (18.30 Uhr/Sky) ist der Sport-Club zu Gast beim 1. FC Köln. Neben Sildillia wird der SC dann auch auf Nicolas Höfler verzichten müssen, der gegen Wolfsburg seine zehnte gelbe Karte sah und damit in Köln gesperrt ist.