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Mitarbeiter der Freiburger Stadtreinigung im Dienst von E-Scooter-Fahrer brutal attackiert

Ein Mitarbeiter der Freiburger Stadtreinigung ist beim Leeren von Altglascontainern brutal angegriffen worden.Ein Mitarbeiter der Freiburger Stadtreinigung ist beim Leeren von Altglascontainern brutal angegriffen worden. Foto: Joers

Eskalation am Altglascontainer: Ein 40-jähriger Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) ist im Dienst von einem E-Scooter-Fahrer angegriffen und schwer verletzt worden. Noch am Boden liegend wurde der Stadtangestellte von dem Angreifer mit Tritten traktiert. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn verurteilte den Angriff.

Ein 40-jähriger Mitarbeiter der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg (ASF) ist im Dienst angegriffen und schwer verletzt worden. Die körperliche Auseinandersetzung zwischen dem ASF-Mitarbeiter und einem E-Scooter-Fahrer geschah am Mittwochmittag gegen 13 Uhr in der Alice-Salomon-Straße im Freiburger Stadtteil St. Georgen.

Der ASF-Angestellte war gerade dabei mit einem Kranwagen einen Glascontainer anzuheben, als der E-Scooter-Fahrer darunter durchfahren wollte. Der ASF-Mitarbeiter stoppte den E-Scooter Fahrer mit dem Verweis darauf, dass es sei gefährlich sei, unter dem Kran hindurchzufahren. Nach einem zunächst verbalen Disput soll es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein. So soll der E-Scooter-Fahrer den ASF-Mitarbeiter zu Boden gebracht und auf dort weiter auf diesen eingetreten haben, als dieser schon verletzt war. Bei der Auseinandersetzung wurden beide Personen verletzt.

Der E-Scooter-Fahrer, ein 38-jährige Deutscher, verließ anschließend die Örtlichkeit, konnte im Anschluss jedoch zeitnah ermittelt werden, so die Polizei. Der 40-jährige Mitarbeiter der ASF, ebenfalls deutscher Staatsbürger, musste im Krankenhaus behandelt werden.

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Freiburg Oberbürgermeister Martin Horn zeigte noch am frühen Freitagmorgen seine Solidaridät mit den ASF-Angestellen, und stattet dem ASF-Betriebshof St. Gabriel noch vor Beginn der Frühschicht um 5 Uhr einen Besuch ab. Auf Facebook äußerte sich Horn in klaren Worten zu dem brutalen Angriff auf den städtischen Bediensteten: „Ein Kollege, der seine Arbeit für die Menschen unserer Stadt verrichtet, wird aus dem Nichts angegriffen und krankenhausreif geschlagen. Dies ist ein erschreckender Akt der Gewalt, den ich aufs Schärfste verurteile“, so Horn. „Unsere ASF Mitarbeitende werden viel zu oft im Alltag angepöbelt und beleidigt – das verdienen sie nicht. Im Gegenteil, sie verdienen unseren Respekt und Dank für die tägliche Arbeit!“, so Horn.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht weitere Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt geben können: 07 61 / 8 82 – 28 80.

20-Jähriger im Freiburger Dietenbachsee ertrunken

Rettungsdienst im EinsatzRettungdienst im Einsatz: Erneut kam es in Freiburg zu einem tödlichen Badeunfall. Symbolfoto: Pixabay

Erneut ist es in Freiburg zu einem tödlichen Badeunfall gekommen: Am Donnerstagabend ist ein 20-Jähriger im Dietenbachsee ertrunken und im Krankenhaus verstorben. Es ist bereits der dritte tödliche Badenunfall innerhalb eines Monats in Freiburg.

Zu einem tödlichen Badeunfall ist es am Donnerstagabend, 18. Juli gegen 20 Uhr am Freiburger Dietenbachsee gekommen. Nach derzeitigen Erkenntnissen soll sich ein 20-jähriger Mann mit einer Personengruppe am nord-östlichen Seeufer aufgehalten und zum Baden in den See begeben haben. Zeugen bemerkten, wie der Mann kurz darauf im See unterging.

Hinzugerufene Badegäste konnten den 20-Jährigen einige Minuten später aus dem Wasser retten und leiteten sofort lebensrettende Maßnahmen ein. Der Mann wurde in lebensbedrohlichem Zustand durch den Rettungsdienst in eine Freiburger Klinik transportiert, wo er in der Nacht auf Freitag verstarb. Die Kriminalpolizei Freiburg hat die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls übernommen.

Es ist bereits der dritte tödliche Badenunfall innerhalb eines Monats in Freiburg. Ende Juni war zunächst eine Frau am Dietenbachsee ertrunken und einen Tag später ein Mann im Flückigersee beim Baden tödlich verunglückt.

An der Lutherkirche in Freiburg ist der Abrissbagger im Einsatz

Umbau an der Lutherkirche in Freiburg mit Abrissbagger. Foto: JoersEin Bagger frisst sich durch die Betonteile in der Lutherkirchstraße und trägt die Gebäude Stück für Stück ab. Foto: Joers

Nach jahrelangem Stillstand nimmt der Umbau der Lutherkirche im Freiburger Stadtteil Stühlinger Fahrt auf. Aus der 2016 entwidmeten evangelischen Kirche am Friedrich-Ebert-Platz soll ein Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät der Uni Freiburg werden. Der Abriss der Bestandsgebäude schreitet voran.

Inzwischen ist an der Ecke Lutherkirch- / Barbarastraße im Stadtteil Stühlinger ein Abrissbagger angerückt, um die rückwärtigen Gebäude der Lutherkirche abzureißen: den ehemaligen Technikanbau mit Hausmeisterwohnung an der Barbarastraße und ein leer stehendes Haus, in dem zeitweise ein Theater beheimatet war.

Stück für Stück trägt der Bagger die Gebäude seit der vergangenen Woche ab. Foto: Joers

Im Kirchenbau selbst, der nicht abgerissen wird, soll unter anderem ein Übungssaal – ein sogenannter Phantomsaal – für die Zahnklinik entstehen. Die gesamten Umbaukosten sollen bei rund 15 Millionen Euro liegen. Ende 2026 sollen die Sanierung und der Ausbau des Phantomsaals abgeschlossen sein. Während des Umbaus bleiben die Kirchturmuhr und das Geläut außer Betrieb.

An der Großbaustelle wird mächtig was weggebaggert. Foto: Joers

Kanzlei Maucher Jenkins ist neuer Turniersponsor der Freiburger Tennis-Stadtmeisterschaften

Die Kanzlei Maucher Jenkins ist neuer Hauptsponsor der Freiburger Tennis-StadtmeisterschaftenDie Kanzlei Maucher Jenkins ist neuer Hauptsponsor der Freiburger Tennis-Stadtmeisterschaften (von links): Martin Zenke (Geschäftsführer Freiburger Wochenbericht), Dr. Burkhard Poschadel (Vorsitzender des FTC) und Dr. Cornelius Mertzlufft-Paufler, Partner der Kanzlei Maucher Jenkins.

Vom 26 bis 29. September 2024 finden beim Freiburger Tennis-Club wieder die jährlichen Freiburger Stadtmeisterschaften statt. In diesem Jahr wird die Suche nach Freiburgs Stadtmeistern von einem neuen Turnier-Hauptsponsor unterstützt.

Maucher Jenkins, eine international tätige Kanzlei für Patent- und Markenrecht, die unter anderem auch in Freiburg ansässig ist, ist der neue Hauptsponsor der Freiburger Tennis-Stadtmeisterschaften. Symbolisch besiegelt wurde die Partnerschaft am Freitag auf dem Klubgelände des Freiburger Tennis-Club (FTC), der das Turnier veranstaltet.

Dr. Cornelius Mertzlufft-Paufler als Vertreter der Kanzlei Maucher Jenkins und FTC-Vorstand Dr. Burkhard Poschadel präsentierten gemeinsam den Turnierpokal, um den die Teilnehmer kämpfen werden. Martin Zenke, Geschäftsführer des Freiburger Wochenbericht, der als Mediensponsor des FTC auch in diesem Jahr ein Teil des Trikotsponsorings für die erste Damen- und Herren-Mannschaften übernahm, gratulierte zu der neuen Partnerschaft.

Die diesjährigen 19. Freiburger Tennis Stadtmeisterschaften um den Maucher-Jenkins-Cup finden vom 26. bis 29. September 2024 beim Freiburger TC statt. Im vergangenen Jahr überzeugte das Turnier mit einem besonders hohen Niveau – so standen sich im Frauenfinale zwei Spielerinnen aus den deutschen Top 60 gegenüber. Eine Rekordkulisse von 450 Zuschauern hatte damals die Endspiele auf dem FTC-Centercourt verfolgt.

Am Wochenende findet das AgriKultur Festival in Freiburg statt

Seit 2012 findet jährlich das AgriKultur-Festival im Eschholzpark statt. So auch dieses Wochenende wieder: Das Festival wird am Freitag, 19. Juli, um 18 Uhr auf der Hauptbühne eröffnet. Das Festival verbindet nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung mit kulturellen Erlebnissen und bietet eine Plattform für Information, Austausch und Genuss.

Geboten werden Vorträge und Diskussionen, ein Bauern- und Infomarkt sowie eine regionale, ökologische Gastronomie. Es gibt Live-Musik und Workshops. Auch ein Kinderprogramm lädt zum Mitmachen ein. Zudem gibt es künstlerische Darbietungen, Theater und Filme.

Ex-Staatsratsvorsitzender der DDR Egon Krenz kommt nach Freiburg

Egon Krenz kommt nach Freiburg.Egon Krenz kommt nach Freiburg. Foto: Privat

Am Freitag, 19. Juli, begrüßt Martin Müller-Reisinger um 20 Uhr im Winterer-Foyer des Theater Freiburg bei „Heute nichts gespielt“ Egon Krenz, den Nachfolger Erich Honeckers als Generalsekretär des ZKs der SED.

Seine persönliche Sicht auf die DDR und seine Freiheitsstrafe wegen Totschlags werden zur Sprache kommen, und auch was ihn in kritischen Phasen bewegte. Egon Krenz, geboren 1937 in Kolberg, spielte als Siebenjähriger im Propagandafilm der Nazis „Kolberg“ mit. 1983, als 46-jähriger, betrat er die ganz große Bühne: Er wurde Mitglied des SED-Politbüros, ZK-Sekretär und inoffiziell Erich Honeckers Kronprinz.

Im Herbst 1989 wurde er dessen Nachfolger. Für fünfzig Tage. Dann demissionierte er als Generalsekretär und DDR-Staatsratsvorsitzender. Seit den neunziger Jahren ist Egon Krenz vornehmlich publizistisch aktiv. Im November 1989 schrieb er Weltgeschichte – und trat schließlich zurück. Im Juli kommt der Ex-Staatsmann Egon Krenz erstmals nach Freiburg.

Im Vorfeld gibt es auch Kritik an der Veranstaltung, wie die Badische Zeitung berichtet. In der Werbung des Theaters für das Format fehle jegliche kritische Einordnung, so der Freiburger Grünen-Gemeinderat Timothy Simms im Theaterausschuss der Stadt Freiburg. „Kein Wort von Wahlfälschungen, der Mitverantwortung für Todesschüsse an der Grenze und für die Verfolgung Oppositioneller“, so Simms. Auch der Freiburger Grünen-Politiker Lars Petersen zeigt sich irritiert. In einem Facebook-Beitrag schlägt er vor, den Talk lieber um jemanden zu erweitern, der Egon Krenz „auch inhaltlich Kontra geben“ könne und schlägt eine Einladung des Historikers Ilko-Sascha Kowalczuk vor.

Krenz, so das Theater, stellt an dem Abend den zweiten Band seiner Erinnerungen „Gestaltung und Veränderung“ (1973-1988) vor und sich selbst allen Fragen, die an ihn gerichtet werden. Tickets ab 9 Euro.

Heute Abend startet das ZMF

Abendstimmung beim ZMF.

Ob Groß oder Klein, Musik oder Action-Programm: Das ZMF bietet für alle Konstellationen etwas. Zur Eröffnung spielen am Mittwochabend Jeremias ab 20 Uhr und Voodoo Jürgens ab 20.30 Uhr. Tickets gibt es noch für Giant Rooks am Donnerstag, 18. Juli, um 21 Uhr, und Versengold am Freitag, 20 Uhr. Um 19.30 Uhr spielen „Tränen“ im Badische-Zeitung-Zelt, wo im Anschluss auch die Clubnight stattfindet.

Am Festival-Samstag, 20. Juli, spielen Kaffeekiez (20 Uhr) und Lostboi Lino (20.30 Uhr), bevor es am Sonntag um 11 Uhr eine Matinee mit den ZMF-Preisträgern gibt. Am selben Tag spielen abends The Great Guitars (20.30 Uhr). Um 19 Uhr findet „Philharmonic Jubilee“ mit einer Vielzahl an verschiedenen Gästen statt.

In die neue Woche starten Susanne Vega (20.30 Uhr) und The Cat Empire (20 Uhr) am Montag. Am Dienstag spielen um 20 Uhr Tokio Hotel, eine halbe Stunde später geht das Konzert von Nouvelle Vague los. Calexico (24. Juli, 20 Uhr) und MINE (20.30 Uhr) spielen am Dienstag. Für Wladimir Kaminer am Donnerstag um 19 Uhr gibt es ebenfalls noch Tickets.

Der Freitag lockt mit Mando Diao um 20 Uhr und Glasperlenspiel um 20.30 Uhr. Für das Konzert von Tua am Samstag, 27. Juli, um 20.30 Uhr gibt es noch Karten. Das Gitarrenduo „Kantona Twins“ spielt am Sonntagmittag um 12 Uhr. Am Abend ab 19.30 Uhr gratulieren bei „Auf die nächsten 40!“ Freiburger Bands dem ZMF zum runden Geburtstag. Ab 20.30 Uhr spielt zudem DEKKER.

Am Montag, 29. Juli, spielen ab 19.30 Uhr „Ringmasters“ und „Anders“ auf der A-Cappella-Nacht. Am 30. Juli spielen „The Busters“ und der SC Freiburg feiert seinen 120. Geburtstag im Zirkuszelt. Kettcar (20 Uhr) und El Flecha Negra (20.30 Uhr) spielen am Mittwoch, 31. Juli, bevor Nicole Bernegger am 1. August ab 20.30 Uhr auftritt. ELIF (19.30 Uhr) und Marisa Monte (20 Uhr) spielen am Freitag, 2. August auf dem ZMF. Am Samstag, 3. August kommen „Bilderbuch“ (20 Uhr) und Levin Liam (20.30 Uhr) auf das Zelt-Musik-Festival. „Vladislav Lavrik & Philharmonia Frankfurt“ spielen am Festivalsonntag um 11 Uhr, bevor mit Anastaica am Abend um 20 Uhr das Festival seinem Ende zugeht.

Ausstellung „Formenkosmos“ in der Roland-Phleps-Stiftung

Drei-Schlangen-Reliefs (Reliefs mit drei zirkulär gerundeten Sinuskurven-Vierecken) – Roland Phleps, 2004

Ratio und Fantasie, Konstruktion und Intuition, Berechnung und Erfindung – alles Widersprüche. Oder doch nicht? Wer sich mit dem Freiburger Künstler Roland Phleps befasst, entdeckt, dass es doch möglich ist, mit Kunstwerken anscheinend unverrückbar Gegensätzliches aufzulösen und etwas Neues zu schaffen. Am 21. Juli startet in der Stiftung für Konkrete Kunst Roland Phleps in der Pochgasse 73 die Ausstellung „Formenkosmos“, die jeden Sonntag von 11.30 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt Kunstwerke von Phleps zeigt.

Nachts im Museum: Museumsnacht lockt am Samstag mit zahlreichen Angeboten

Das Kunstprojekt der Sonografen im Augustinermuseum stand 2022 im Fokus der Museumsnacht und Live-Musik gibt es auch dieses Jahr wieder. Foto: Michael Bamberger

An zehn Orten in der Innenstadt gibt es im Rahmen der Freiburger Museumsnacht wieder Führungen, Konzerte und Mitmachaktionen: Am Samstag, 20. Juli, können die Gäste wieder einiges entdecken oder bei Musik und Drinks entspannen. Dabei fasst die Museumsnacht alle Altersklassen und Konstellationen ins Auge.

Die beliebte Freiburger Museumsnacht findet erneut statt: Am Samstag, 20. Juli, öffnen das Haus der Graphischen Sammlung, das Museum für Neue Kunst und das Museum Natur und Mensch sowie die Münsterbauhütte, der Kunstverein Freiburg, das Planetarium, das Uniseum und das Fasnetsmuseum ihre Türen. In den museumspädagogischen Werkstätten können Familien mit Kindern ihrer Kreativität freien Lauf lassen und an verschiedenen Bastelaktionen teilnehmen. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch,10. Juli, gaben die Veranstalter einen Überblick über das Programm.

Von 18 bis 1 Uhr kann in den Museen nicht nur vieles gesehen, sondern auch selbst erlebt und ausprobiert werden. Ein vielfältiges Angebot an Musik, Essen und Getränken runden das Programm ab und machen die Museumsnacht für alle Altersklassen zum Highlight, so Christine Litz, die Stellvertretende Direktorin der Städtischen Museen Freiburg.

„Wir haben uns die Frage gestellt, in welchen Konstellationen die Leute zur Museumsnacht gehen“, so Litz. Herausgekommen sei ein buntes und abwechslungsreiches Programm für Familien, aber auch Gruppen, Paare oder alleinstehende Museumsfreunde.

Einen Einblick in ihre Arbeit gibt die Freiburger Münsterbauhütte: Sie zeigt ihre Gipssammlung und die Steinwerkstatt. Das Uniseum zeigt Führungen über die ersten Frauen an der Universität. Das Planetarium nimmt seine Besucher am Samstag mit auf eine nächtliche Reise durch den Kosmos. Beim geselligen Beisammensein herrscht im Fasnetsmuseum Narrenfreiheit.

Selber kreativ werden Kreativ geht es zu in den museumspädagogischen Werkstätten: Hier können Familien mit Kindern Insekten-Nistkästen für die heimische Fensterbank, Kastagnetten oder Daumenkinos gestalten.

Entdecker können auf Schatzsuche im Sand gehen und Edelsteine finden, oder lebende Schlangen hautnah erleben. Das Museum für Mensch und Natur bietet Kinderschminken und Airbrush-Tattoos an. Hier können außerdem moderne Tänze gesehen werden.

Bei der Museumsnacht 2023 gab’s auch ordentlich was auf die Ohren: Kiss el Funk on Tour. Foto: Bamberger

Musikalisch geht es auch im Freiburger Kunstverein zu: Hier erwartet die Besuchenden eine Soundperformance. An fast allen Standorten gibt es zudem bis spät in die Nacht hinein Live-Musik. So spielt Moritz Herzog im Augustinermuseum Pop auf der Welte-Orgel, das Heim- und Fluchtorchester tritt im Dachgeschoss auf und das Hildegard Binkel Trio bietet Vocal Jazz. Das Holzbläserquartett spielt im Haus der Grafischen Sammlung, im Museum für Neue Kunst spielt das Klarinettenensemble. Anschließend findet eine Silent Disco mit Nathan Thurlow statt.

Im Museum für Natur und Mensch gibt es Capoeira sowie Drumming mit Murat Coskun. Die marching Band Kiss El Funk tritt an mehreren Orten auf, zum Beispiel vor dem Kunstverein. Das Pierre Schmuck Trio sorgt für abendliche Klänge beim Uniseum, während im Garten der Münsterbauhütte die Indie-Folk-Band Catastrophe Waitress spielt. Vor dem Fasnetsmuseum gibt es Guggenmusik.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: So gibt es thailändische und französische Spezialitäten, Pizza, Crêpes, Galette und Eis. Außerdem bieten mobile Bars und Stände erfrischende Sommerdrinks an.

Tickets gelten für alle Orte und alle Veranstaltungen. Sie sind im Vorverkauf an den Museumskassen ab 10 Euro erhältlich, Abendkasse 12 Euro. Unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

Kleineschholz: Stadtverwaltung zufrieden mit Bewerbungen um Bauprojekte

Das Baugebiet Kleineschholz soll rund 500 neue Wohneinheiten für Freiburg bieten. Foto: Dietrich, untertrifaller Architekten

Die erste Bewerberrunde für das Baugebiet Kleineschholz ist abgeschlossen: 30 Bewerbungen für Projekte gingen ein, 15 Bauplätze kann die Stadt vergeben. Mit dem Ergebnis ist die Stadtverwaltung mehr als zufrieden.

Viele Bauprojekte leiden derzeit unter den nicht optimalen Rahmenbedingungen: Neben der Zinsentwicklung und der schwankenden Förderkulisse von Bund und Land sorgt auch der Ukraine-Krieg für eine hohe Inflation. Die Bewerber um das Gebiet Kleineschholz schreckte dies jedoch nicht ab: Nach Ende der ersten Bewerberrunde kommen auf ein Grundstück zwei Bewerbungen. „Wir sind mit der Quote zufrieden und waren total glücklich“, so Sabine Recker, Leiterin des Rechnungsamtes. Sie leitet die Projektgruppe Klein-eschholz.

Die hohe Anzahl an Bewerbungen zeige, dass die Arbeit, die in das Vermarktungskonzept gesteckt wurde, gut war, so auch Mareike Schöpf vom Amt für Liegenschaften und Wohnungswesen, die ebenfalls Teil der Projektgruppe ist.

Ende des Jahres soll nun der Gemeinderat über die Vergabe entscheiden. Die Leitlinien dafür sind im Vermarktungskonzept genannt, aber recht weit gefasst, so Schöpf. Unter anderem zählen dazu Klima- und Umweltfreundlichkeit, aber auch innovativer und bezahlbarer Wohnraum für alle. „Das Konzept ist das Wichtigste, aber es muss natürlich auch finanziell zu stemmen sein“, so Recker.

Gemeinwohlorientiertes Wohnen als Ziel

Der Wohnraum, der in Kleineschholz entsteht, soll gemeinwohlorientiert sein. Dafür, was als gemeinwohlorientiert zählt, gebe es keine gesetzliche Grundlage, so Recker. Kriterien wie zum Beispiel die Mieterschaftsbeteiligung fließen darin ein: Dies ist zum Beispiel bei Genossenschaften der Fall. Aber auch unternehmen, die Mitarbeiterwohnungen bauen wollen oder einen Unternehmenszweck haben, der dem Gemeinwohl dient, können in Kleineschholz zum Zuge kommen.

Für Serie Nachbarschaft, Volos 2024

Wichtig ist auch, dass die Wohnung vorerst im Bestand bleiben soll: „Sie soll nicht direkt verkauft werden – wir wollen keine Spekulation, Wohnungen sollen möglichst im Bestand gehalten werden“, so Recker.

Um die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen, gebe es laut Schöpf mehrere Modelle der Finanzierung. Auch die sich langsam einpendelnden Zinsen geben nun mehr Planbarkeit, als noch vor wenigen Jahren. Klar ist, dass 50 Prozent des Wohnraums gefördert werden sollen.

Neben Förderprogrammen von Bund und Land hat auch die Stadt Freiburg einen eigenen Fördertopf mit sechs Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Man habe Banken mit einbezogen und Workshops mit dem Thema Finanzierung abgehalten. „Es ist sicherlich eine Herausforderung, aber nicht unmöglich“, so Recker. Und: „Wichtig ist, dass die Fördertöpfe ausreichend gefüllt sein müssen – da müssen Bund und Land Prioritäten setzen!“

Zwar habe der Bund schon viel Geld zugeschossen – das Grundstück, auf dem Kleineschholz entstehen soll, hat die Stadt ebenfalls von der BIMA erworben – aber generell wünscht sich Sabine Recker mehr Geld für Wohnprojekte.
„Wir brauchen das Geld für Kleineschholz, sind aber auch zuversichtlich, dass das klappt“, so Recker.

„Wir haben unsere Ziele nicht aus dem Blick verloren“, sagt auch Mareike Schöpf, gleichzeitig habe man die Standards so niedrig wie möglich gehalten. Dass dies gelungen ist, zeige sich in der Bewerbermasse, so Schöpf. „Wir haben den ersten Zwischenschritt abgeschlossen und sind mehr als zufrieden damit, wie es gelaufen ist“, sagt Recker.