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„Die wilden Mäuse“ erleben ein lustiges Abenteuer auf hoher See

Die tierischen Abenteurer treffen auf launige Zyklopen, eine Bande Mafia-Ratten und sogar eine echte Riesenkrake Die tierischen Abenteurer treffen auf launige Zyklopen, eine Bande Mafia-Ratten und sogar eine echte Riesenkrake. Foto: Apollo Films

In dem Animationsfilm träumt die kleine Maus Pattie vom großen Abenteuer – ganz im Gegenteil zu ihrem besten Freund, dem gemütlichen (und vegetarisch lebenden) Kater Sam, der immer brav in ihrer Heimat, der griechischen Stadt Iolkos, bleiben will. Als dort eine Statue zu Ehren des Göttervaters Zeus enthüllt wird, zieht dies den Zorn des Meeresgottes Poseidon auf sich. Er soll auch eine Statue bekommen. Ausgerechnet der klapprige Held Iason soll den Saphir finden, der den Dreizack schmücken soll.

Da sieht Pattie ihre Chance auf ein Abenteuer gekommen und schleicht sich auf Iasons Schiff – in Begleitung ihres Freundes Sam. Unterwegs treffen sie auf tierische Unterstützer, launige Zyklopen, eine Bande Mafia-Ratten und sogar eine echte Riesenkrake.

Zirkus Charles Knie kommt nach Freiburg

Die Besucher erwartet ein mitreißendes Programm: mit beeindruckenden Artisten – hier der italienische Shooting-Star Devin de Bianchiz – und einem großen Wasserspektakel.Die Besucher erwartet ein mitreißendes Programm: mit beeindruckenden Artisten – hier der italienische Shooting-Star Devin de Bianchiz – und einem großen Wasserspektakel. Foto: Zirkus Charles Knie

Der in Monte Carlo im Jahre 2017 preisgekrönte Zirkus Charles Knie kommt zu einem Gastspiel nach Freiburg und gastiert vom 21. August bis 1. September auf dem Messegelände. Das Programm ist dieses Jahr noch bunter und lebendiger, noch spektakulärer und vor allem noch lustiger. Dabei spielen 100.000 Liter Wasser, die bis zu 15 Metern hoch in die Zirkuskuppel katapultiert werden, eine zentrale Rolle.Im Jahr 2022 präsentierte der Zirkus Charles Knie seine hochmoderne „On-Stage-Produktion“ erstmals einem begeisterten Publikum, und wurde mit dieser neuen Form einer riesigen Zirkusshow zum Trendsetter für eine ganze Branche. Ein Volltreffer – ausverkaufte Vorstellungen, ein geradezu euphorisches Publikum und Standing Ovations nach jeder Show.

Über 40 internationale TOP-Artistinnen und Artisten, Tänzerinnen und Tänzer, Sängerin und Comedians feiern mit dem Publikum das Leben und eine echte Zirkusparty, befinden sich entweder an einem tropischen Strand oder tauchen ab in die Tiefen des Meeres. Wohl kaum ein reisender Zirkus transportiert soviel Technik von Standort zu Standort wie der Zirkus Charles Knie, denn die Materialschlacht, die für das Spektakel benötigt wird ist gigantisch. „Wir verpacken einen ganzen Ocean in über 40 Sattelauflieger“, so Sascha Melnjak, Inhaber und Geschäftsführer des Zirkus Charles Knie. Denn um den Traum von Sonne, Strand und Meer perfekt in die Kulisse eines Zirkuszeltes zu integrieren benötigt der Zirkus unzählige Effekte, Licht, perfekten Sound und ganz viel Wasser.

„Wir begreifen unsere Idee von einem zeitgemäßen Zirkus als große Show für die ganze Familie. Und diese Show findet auf einem Niveau statt, die dem Vergleich mit z.B. großen Musicalproduktionen jederzeit standhält“, erklärt Sascha Melnjak dieses für die Zirkusbranche neue und einzigartige Konzept. Die Transformation des klassischen Zirkus ins Jetzt ist dem Zirkus Charles Knie mehr als gelungen. Und explizit weist Sascha Melnjak darauf hin, dass diese Show kein Bruch mit den Traditionen des Zirkus ist. Keine krampfhaft bemüht moderne Show, die dann schnell übers Ziel hinausschießt. „Wir sind weiterhin Zirkus im besten Sinne, eine echte Feel-Good-Family-Show“. Sascha Melnjak ist sich sicher, auch die Gäste in Freiburg restlos zu begeistern.

Tickets (20 bis 44 Euro) gibt es unter www.zirkus-charles-knie.de oder www.reservix.de, unter der Reservix-Hotline 06 9/ 4 27 26 26 55 sowie täglich ab 10 Uhr an den Zirkuskassen.

Ex-Freiburger Matthias Ruhl hat alle 145 Drei-Sterne Restaurants der Welt getestet

Kulinarische Kunstwerke aus der Sterneküche probierte Matthias Ruhl in 20 Ländern: Beispielsweise ein Gericht mit Sardine, Tomate, Ringelblume und Escabeche-Soße im „Plénitude“ in Paris. Fotos: Privat

Er hat es sich schmecken lassen, dabei war sein Ziel sportlich: Matthias Ruhl, der aus Freiburg stammt, hat alle 145 Drei-Sterne-Restaurants der Welt besucht. Seine Leidenschaft für gutes Essen führte ihn so in 20 Länder. Besonders beeindruckt hat ihn die japanische Küche, auch wenn es nicht immer einfach war, einen Tisch zu ergattern.

Freiburg ist seine alte Heimat, hier ist er aufgewachsen und hat studiert, wohnte in Kirchzarten, bis er mit 24 in die USA auswanderte. Heute lebt er in Los Altos in Kalifornien. Dort hat er bereits 2007 seine Leidenschaft für die Gourmet-Küche entdeckt, als ein Restaurant in der Nähe mit dem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Auf Geschäftsreisen und im Urlaub war er dann immer in Drei-Sterne-Lokalen essen.

Im neuesten Drei-Sterne-Restaurant, dem „Jordnær“ bei Kopenhagen gab’s Chawanmushi (Japanischer Eierstich), Koenigskrabbe, rote Garnelen, Sancho Pfeffer, Limettenschale, Osetra Kaviar, Blumen, frischer Wasabi

Aber erst während der Corona-Pandemie setzte er sich das ehrgeizige Ziel, bis zum seinem 50. Geburtstag alle 145 Sterne-Restaurants der Welt besucht zu haben – in rund 70 davon hatte er zu diesem Zeitpunkt schon gegessen. Möglich machte das Genussreisen eine berufliche Auszeit, er war bei einem Start-up in der IT-Branche tätig, „80 bis 100 Wochenstunde waren normal“, erzählt er. Da kam der kulinarische Rekordversuch recht: auch seine Frau war bei den meisten Testessen dabei, „das ging aber nicht immer, wir haben zwei kleine Kinder, da mussten wir dann eine Betreuung organisieren.“
Anfang Juli hatte es Matthias Ruhl tatsächlich geschafft und mit dem „Jordnær“ bei Kopenhagen das 145. Drei-Sterne-Restaurant besucht.

Das „L’Effervescence“ in Tokio servierte einen Salat mit 58 Zutaten.

Beeindruckt hat ihn besonders die japanische Küche: „dort ist man sehr perfektionistisch in Bezug auf das Essen und wie es angerichtet ist, aber auch überaus gastfreundlich und nett“. Trotzdem hat er manchmal an seinem ehrgeizigen Vorhaben gezweifelt, beispielsweise, wenn er eine Reservierung fast wegen eines Staus verpasst hatte oder es unmöglich schien, „überhaupt eine Reservierung zu bekommen“. Allein im „Makimura“ in Tokio brauchte er Monate, um einen Tisch zu ergattern.

Vor allem hat es ihm aber Spaß gemacht und er hat es sich schmecken lassen. „Es gab sehr viele gute Restaurants. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir zum Beispiel das ’Waldhotel Sonnora’ nördlich von Saarbrücken mit unglaublich guter französischer Küche oder auch Das ’Alinea’ in Chicago mit sehr kreativen Menüs – nachdem das mit drei Sternen ausgezeichnet wurde, war es aber leider nicht mehr so spannend“, erzählt er.

In einem Blog berichtet er von seinen Erlebnissen

Das teuerste Menü gab’s im „Ultraviolet“ in Shanghai. Stolze 1.400 Euro standen auf der Rechnung, „im Schnitt kostet der Besuch im Drei-Sterne-Restaurant pro Essen 250 bis 500 Euro“. Und was hat ihn das kulinarische Hobby gekostet? „Ich habe das nie ausgerechnet, aber geschätzt waren es so 100.000 fürs Essen und nochmal das gleiche für die Reisekosten.“

Matthias Ruhl testete die Sterne-Restaurants meist nicht alleine: seine Frau teilt seine Leidenschaft

Auf seinem Blog „Travels for Stars“ (www.travelsforstars.com) hält er seine Restaurantbesuche fest. Das kommt gut an und „ist auch der Sinn der Sache, ich möchte anderen meine Erfahrung weitergeben. Dafür bekomme ich sehr positives Feedback“. Und wie geht es nun weiter – als Testesser aller Zwei-Sterne-Restaurants auf der Welt? „Das wären wohl zu viele und das ändert sich ständig, da käme man nicht hinterher. Aber mir fällt bestimmt etwas ein, die neuen Drei-Sterne-Restaurants, die hinzukommen, werde ich auf jeden Fall besuchen“, sagt er und lacht.

In Freiburg und die Region reist der Wahl-Kalifornier auch gerne – erst Mitte Juli hat er seine Schwester in Kirchzarten besucht. Eine Rückkehr ist nicht ausgeschlossen: „Meine Frau findet es hier toll, vor allem im Dreisamtal, ich könnte mir vorstellen mal wieder hierher zu ziehen“. Matthias Ruhl ist ein Fan von badischem Essen, da dürfen es „dann aber gerne auch mal einfach nur Brägele mit Kräuterquark oder Wurstsalat“ für den Genießer sein.

Perfekt angerichtet: Geräucherter Aal mit Aprikose, Lorbeerblatt und Meerrettich im „Uliassi“ in Senigallia in Italien.

Hausfassade am X-Press-Gebäude wird renoviert

Zweieinhalb Jahre lang hingen die Fangnetze an der Fassade. Foto: Kunz

Seit über zwei Jahren sollen Fangnetze am X-Press-Gebäude an der Bahnhofsachse verhindern, dass Passanten von herabfallenden Fassadenteilen getroffen werden. Nun werden die Fangnetze laut BZ entfernt: Das Gebäude soll nun saniert werden. Die bisherige Fassadengestaltung wird dann durch ein modernes Wärmedämmverbundsystem ersetzt. Damit soll auch der Energieverbrauch des Gebäudes gesenkt werden.

Leerstand in der Innenstadt: „Wir müssen mehr Entertainer sein“

Die spanische Modekette Zara rückt bald dem Leerstand des ehemaligen Modehaus Kaiser zu Leibe. Foto: Joers

Immer häufiger schließen Geschäfte in der Freiburger Innenstadt – viele Räumlichkeiten bleiben danach Jahrelang ungenutzt, so wie das ehemalige Modehaus Kaiser, in das nun nach zwei Jahren Leerstand eine Filiale der spanischen Modekette Zara ziehen soll. Dabei gibt es Aktionen, die die Innenstadt attraktiv machen sollen.

Superdry, Scotch & Soda und nun auch Esprit: Auch große Marken müssen schließen. Und die Eigentümer tun sich schwer damit, Nachmieter zu finden.

Nun gibt es erste Lichtblicke am Horizont: In das seit zwei Jahren leerstehende Gebäude des Modehaus Kaiser soll eine Zara-Filiale einziehen. Eine Entwicklung, die David Lehr aus dem Vorstand von z´Friburg in der Stadt e.V. und Geschäftsführer von Breuninger begrüßt: „Zara ist ein Frequenzmagnet für die Freiburger Innenstadt.“ Zara locke Menschen aller Altersgruppen in die Stadt – und nicht nur Freiburger. „Zara wird auch Menschen aus dem Speckgürtel in die Innenstadt ziehen“, so Lehr.

Seit 15 Jahren würden sich die Freiburger eine Zara-Filiale wünschen, sagt auch Innenstadt-Koordinator der FWTM Thorsten Schäfers. „Die Zara-Filiale wird der Freiburger Innenstadt guttun und auch weitere gute Marken anziehen“, so Schäfers.

Wichtig sei aber vor allem ein Gesamtkonzept in der Innenstadt: „Die Leute müssen sich in der Innenstadt aufhalten wollen und dafür muss sie auch gut erreichbar sein“ sagt Schäfers. Die FWTM mache regelmäßig Umfragen über ein Institut, das auch deutschlandweit Daten zur Attraktivität der Innenstädte erhebt: Behördengänge, Ärzte, Arbeit und Ausbildung seien die Gründe, warum Menschen in die Innenstadt gingen. „Wir müssen das Rundumprogramm in der Innenstadt lassen.“

Räumungsverkauf bei Paul Green in der Schiffstraße. Foto: Joers

Thorsten Schäfers sieht die Innenstadt derzeit sehr gut aufgestellt: Allgemein würden Innenstädte aufgrund eines veränderten Kaufverhaltens weniger besucht – dies betreffe aber nicht nur Freiburg, sondern ganz Europa.

„Für die Händler ist extrem wichtig, dass die Frequenz in der Stadt stimmt“, sagt auch David Lehr. Auf der KaJo fehlen laut Lehr Cafés mit Möglichkeiten zum Draußensitzen. „Wir müssen ein Freizeitangebot für die Kunden darstellen mit gutem Service und einem vielfältigen Passepartout.“

Um die Innenstadt weiterhin attraktiv zu halten, müsse man sie wie einen Erlebnispark denken, sagt auch Schäfers. Eine bestimmte Marke gebe da nicht den Ausschlag. Was heute im Trend liegt, kann schon bald nicht mehr modern sein. Als Beispiel nennt Schäfers die Marke Scotch & Soda.

Statt also bestimmte Marken anzusiedeln brauche es kleine Attraktionen, sogenannte Microevents. An Veranstaltungen wie dem Weinfest oder dem Fashion & Food Festival sei die Innenstadt stets gut besucht. „Da kommen die Leute, weil etwas passiert“, so Schäfers. Es sei wichtig, hier lockerer zu werden. „Wenn die Geschäfte schließen, warum stellen wir dann keine Tische dort hin – oder Tischtennisplatten?“

Man brauche die Mehrfachnutzung der Innenstadt und dafür auch Eigeninitiative der dort ansässigen Einzelhändler. Dies sieht auch David Lehr: „Wir müssen mehr denn je Entertainer sein und Events kreieren.“ Dazu gehöre, Synergien zu finden, Dinge gemeinsam zu machen – und vor allem das Verständnis, dass es am Ende nur gemeinsam gehe.

Am Münstermarkt soll nun ein Pop-Up-Store nach diesem Prinzip entstehen: So soll es Ping-Pong-Partys, Laut-und-Lyrik-Veranstaltungen und Kunst-und-Wein-Events geben. Dadurch würden alle Zielgruppen angesprochen werden. „Ladenflächen müssen auch mal neue Chancen bieten“, sagt Schäfers. Und: „Die Innenstadt ist die Innenstadt von allen. Innenstadtakteure und Stadtverwaltung müssen gemeinsam mehr mutige Konzepte verfolgen. Mixed-Used-Konzepte bieten neue Chancen auf öffentlichen Flächen und in Ladengeschäften. Dazu müssen alle Beteiligten an einem Strang ziehen.“

Auch David Lehr blickt positiv in die Zukunft. Sollte es für Zara gut laufen, geht er davon aus, dass sich auch weitere Marken der Inditex-Gruppe in Freiburg niederlassen könnten – dazu gehören unter anderem die Modemarken Stardivarius, Bershka und Pull & Bear.

18-Jähriger bedroht Mann mit Messer

Die Polizei fasste einen 18-Jährigen, der einen Mobiltelefonverkäufer mit dem Messer bedrohte.

Am Donnerstagnachmittag, 8. August, bedrohte ein 18-Jähriger gegen 17.45 Uhr einen Mitarbeiter eines Geschäfts für An- und Verkäufen von Mobiltelefonen in der Lehener Straße mit einem Messer und griff diesen an.

Nach derzeitigen Erkenntnissen betrat er das Ladengeschäft um ein Mobiltelefon zu verkaufen. Als der 31 Jahre alte Mitarbeiter dies ablehnte, wurde der vermeintliche Kunde aggressiv und musste durch den Ladenmitarbeiter zum Ausgang begleitet werden. Dabei zog der Tatverdächtige ein Messer und bedrohte den 31-Jährigen. Hierbei beschädigte er mit dem Messer auch die Oberbekleidung des Mitarbeiters. Der Geschädigte konnte unverletzt aus dem Geschäft flüchten, wurde aber zunächst durch den Angreifer verfolgt.

Als dieser eine vorbeifahrende Polizei-Streife erblickte, ergriff der Tatverdächtige wiederum die Flucht und wurde nach kurzer Verfolgung festgenommen. Der Polizeiposten Freiburg-Stühlinger hat die Ermittlungen übernommen. Gegen den 18-jährigen Tunesier wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Freiburg: Sechs Monate Vollsperrung in der Engesserstraße ab Freitag

Diese marode Brücke in der Engesser Straße wird erneuert.Diese marode Brücke in der Engesser Straße wird erneuert. Foto: Joers

Keine Durchfahrt auf einer wichtigen Verkehrsache im Industriegebiet Nord: Ab dem kommenden Freitag, 16. August, muss das Garten- und Tiefbauamt (GuT) einen 30 Meter langen Abschnitt der Engesserstraße (Hausnr. 4b bis 6) sperren. Grund für die sechsmonatigen Bauarbeiten ist eine beschädigte Brücke, die ersetzt werden muss (wir berichteten). Umleitungen sind ausgeschildert. Bis zur Baustelle wird die Engesserstraße auf beiden Seiten zu einer Sackgasse für PKW, Fußgänger und Radfahrer. Die Einfahrt in die Engesserstraße und die Zufahrt zu den Grundstücken bleibt frei. Betroffene Anlieger hat das GuT mit einem Schreiben informiert.

Freiburgs Hauptbahnhof ist schon 25 Jahre alt – Ende 2026 starten Sanierungen

Freiburger Hauptbahnhof wurde vor 25 Jahren im Juli 1999 eröffnetTeil des Stadtbilds seit einem Vierteljahrhundert: Der nicht mehr so neue Freiburger Hauptbahnhof. Foto: Joers

Vor einem Vierteljahrhundert wurde der Freiburger Hauptbahnhof eröffnet. Sein Alter merkt man dem Bauwerk inzwischen an. Vor allem in Sachen Barrierefreiheit lässt Freiburgs Entrée zur Stadt sehr zu wünschen übrig.

Im Juli 1999 wurde Freiburgs neuer Hauptbahnhof mit einem Festakt vor geladenen Gästen eröffnet. Der damalige Oberbürgermeister Rolf Böhme nannte das Bauwerk bei seiner Eröffnung ein „Meisterstück“, wie im Wochenbericht vom 7. Juli 1999 zu lesen ist. Der Vertreter der Bahn AG staunte in seiner Rede, dass es jahrzehntelang in Deutschland keine Bahnhofserneuerungen mehr gegeben habe – „und dann haben Sie da einen Oberbürgermeister, der ruft alle drei Tage an und schreibt Briefe und drängt.“ Heute, 25 Jahre später, ist es wieder Zeit für drängende Briefe des jetzigen Oberbürgermeisters in Richtung der Deutschen Bahn.

„Rolltreppen laufen nie!“

Der Hauptbahnhof ist für viele Touristen und Freiburg-Reisende das erste, was sie von der Stadt zu sehen bekommen. Rund 75.000 Reisende nutzen ihn täglich. Ein Rundgang über das Gelände offenbart, dass man dem Bauwerk sein Alter anmerkt: Schmuddelige Fliesen und Wände in den Unterführungen, teilweise lockere Pflastersteine auf den Bahnsteigen, herabplatzende Deckenteile in der nördlichen Unterführung und – das größte Ärgernis – eine mangelnde Barrierefreiheit, die dem Bahnhofs-Neubau von Anfang an wie ein Klotz am Bein hing. Das sorgt heute für wenig schmeichelhafte Kommentare in den Nutzerbewertungen auf der Suchmaschine Google: „Barrierefreiheit quasi nicht vorhanden. Wer hat diesen Bahnhof geplant?!“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer zürnt: „Einer der unbequemsten Bahnhöfe Deutschlands. Rolltreppen funktionieren nie.“

Das größte Ärgernis ist die mangelnde Barrierefreiheit. Foto: Joers

Groß ist der Frust auch bei der Stadt Freiburg sowie bei der für den Tourismus zuständigen städtischen FWTM-Gesellschaft. Die fehlende Barrierefreiheit des Bahnhofs sei ein „großes Manko. Nicht nur für Freiburggäste mit Behinderung, sondern auch Gäste mit schwerem Gepäck, Fahrrädern, Kinderwagen etc. haben große Probleme die Gleise für Ankunft, Abfahrt oder beim Umstieg zu erreichen“, sagt FWTM-Abteilungsleiterin Franziska Pankow. In Eigenregie ersetzt die Freiburger Verkehrs-AG (VAG) deshalb die alten Aufzüge, die von den Gleisen zur Stadtbahnbrücke führen. Drei der fünf Aufzüge sind fertig, bis zum Frühjahr 2025 werde die Erneuerung abgeschlossen sein, so VAG-Sprecher Andreas Hildebrand. Und: „Voraussichtlich im Herbst beginnt auch die Erneuerung der beiden Rolltreppen“, die laut Hildebrand bis zum Frühjahr durch neue ersetzt werden.

Stolperfalle auf Gleis 4 des Hauptbahnhofs. Foto: Joers

„Dabei liegt die Verantwortung für den Freiburger Hauptbahnhof mit seinen Bahnsteigen und Zugängen eigentlich bei der DB InfraGO AG“, sagt die Stadtverwaltung gegenüber dem Wochenbericht. „Daher erwarten wir von der Bahn auch, dass besonders im Bereich Barrierefreiheit noch mehr passiert. Ziel muss es sein, dass sich die Situation für Fahrgäste in dem Bereich zügig verbessert.“

Denn noch viel älter als 25 Jahre sind die Bahnsteige der Gleise 4 bis 8 sowie die nördliche Unterführung. „Ab Ende 2026“, so ein Sprecher der Bahn, soll sich das ändern. Dann soll für 19 Millionen Euro ein barrierefreier Umbau mit zusätzlichen Aufzügen in der nördlichen Unterführung starten. Die Nord-Unterführung werde dann bis zur Wentzingerstraße verlängert und die Bahnsteige so ausgebaut werden, dass ein stufenfreier Einstieg in die Nahverkehrszüge möglich ist.

Schmuddelige Bodenplatten im unterirdischen Zugang am Gleis 1. Hinter der Baustellen-Tür rechts im Bild liegt die Bahnhofstiefgarage, die zurzeit komplett saniert wird. Foto: Joers

Darüber hinaus sei das Gebäude „mit verschiedenen Einzelmaßnahmen über die letzten Jahre“ instandgehalten und erneuert worden – darunter der Austausch von Sitzmöbeln, der Erneuerung der DB-Information und der Ausbau von Geschäften. „Mit dem vor 25 Jahren erbauten Bahnhofsgebäude sind wir sehr zufrieden“, so der Bahnsprecher.

Die Bedeutung des Bahnhofs für die Stadt sei immens, sagt auch Franziska Pankow. „25 Jahre nach der Eröffnung des Neubaus ist der Freiburger Hbf nach wie vor der wichtigste Eintrittspunkt für Bahnreisende, die Freiburg besuchen.“ Ein Eintrittspunkt, der ein Update inzwischen dringend nötig hat.

Aufgeplatzte Decke: Die nördliche Bahnhofsunterführung soll laut Bahnangaben ab Ende 2026 bis zur Wentzinger Straße verlängert und an allen Gleisen mit Aufzügen ausgestattet werden. Foto: Joers

Der Nachwuchs ist da: SC-Trainerin Theresa Merk ist Mutter geworden

Babynews: Theresa Merk, Chef-Trainerin der SC Frauen, ist zum ersten Mal Mutter geworden.Mit diesem süßen Foto verkündete der SC Freiburg die Baby-News. Foto: SC Freiburg

Schöne Neuigkeiten gibt es diese Woche von den Fußballerinnen des SC Freiburg. Denn Cheftrainerin Theresa Merk ist zum ersten Mal Mutter geworden. Das verkündete der SC bei Instagram & Co. mit einem Foto von den winzigen Babyhändchen des Mädchens – natürlich mit „Füchsle“-Schnuffeltuch im Hintergrund.

Und mit den Worten „Herzlichen Glückwunsch, Theresa! Die kleine Familie ist wohlauf“. Jetzt kann sich die 34-Jährige ganz auf ihr Babyglück konzentrieren, denn auf dem Rasen hält Nico Schneck bis zu ihrer Rückkehr aus dem Mutterschutz als Trainer die Stellung. Herzlichen Glückwunsch auch von uns!

Theresa Merk, Chef-Trainerin der SC Frauen, ist zum ersten Mal Mutter geworden. Foto: SC Freiburg

Auf den SC Freiburg wartet im DFB-Pokal der erste Härtetest

Maximilian Philipp vom SC FreiburgEr traf gegen die Fiorentina zum 2:2-Endstand: SC-Angreifer Maximilian Philipp (links). Foto: Achim Keller

Am Samstag muss der SC Freiburg im DFB-Pokal zum VfL Osnabrück reisen. Das erste Pflichtspiel der Saison soll ein Fingerzeig sein, wozu die Schuster-Elf in der Lage ist. Im Testspiel gegen Florenz vor 33.300 Fans war der SC offensiv aktiv. Die Tore aber fielen erst spät.

Auf dem Papier scheint die Rollenverteilung für den kommenden Samstag (15.30 Uhr / Sky) klar zu sein: Der Vorjahreszehnte der Fußball-Bundesliga aus Freiburg tritt beim Zweitligaabsteiger und derzeitigem Schlusslicht der 3. Liga an. Zwei Spiele, zwei Niederlagen, so lautet bislang die Bilanz des VfL Osnabrück, für den die Saison bereits begonnen hat. „Die Zweite Halbzeit war von A bis Z einfach nicht gut“, so der Osnabrücker Kapitän Timo Beermann nach dem 0:2 gegen Aue vom Wochenende.

Doch ganz so einfach wird es für den SC kaum werden. Allein das Zweitrunden-Pokalspiel im Oktober 2021, als sich beide Teams das letzte Mal gegenüber standen, dürfte Warnung genug sein: Erst im Elfmeterschießen setzte sich Freiburg unter Flutlicht an der Bremer Brücke nach einem Pokalfight mit 5:4 durch. „Ich erwarte von beiden Teams eine ähnlich hohe Intensität wie damals“, lässt sich VfL-Co-Trainer Tim Danneberg vom SC-Stadionmagazin zitieren.

Pokalfight als Warnung

Zumal die Freiburger Mannschaft noch immer in der Findungsphase ist. Mit einem etwas veränderten Spielansatz will der SC unter dem neuen Trainer Julian Schuster in die Spiele gehen. Zu beobachten war das am Samstag bei der Saisoneröffnung gegen den AC Florenz (2:2). So sollen sich die Abwehrspieler noch früher als bisher am offensiven Spielaufbau beteiligen. Neuzugang Patrick Osterhage etwas ließ sich immer wieder aus der Abwehrkette nach vorne fallen. Das soll am Ende die Zahl der Torchancen erhöhen.
Allein der in der Vorbereitung so gut aufgelegte Junior Adamu hatte gegen Florenz gleich mehrere Chancen. Ein Tor aber blieb ihm dieses Mal verwehrt. Besser machten es später Michael Gregoritsch zum 1:2 per Elfmeter (122.) und Maximilian Philipp (130.) zum 2:2-Endstand.

Sein Comeback nach Achilles-Sehen-OP feierte Matthias Ginter, der gegen Florenz eingewechselt wurde. Nicht an Bord waren Noah Atubolu (Blinddarm-OP), Lukas Kübler (muskuläre Probleme), Manuel Gulde (Rückenprobleme), Daniel-Kofi Kyereh (Kreuzband-OP), Eren Dinkci (muskuläre Probleme) und Roland Sallai (muskuläre Probleme).