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Stadt macht Rückzieher beim Gaskugel-Projekt

Die stillgelegte Gaskugel in FreiburgDie stillgelegte Gaskugel in Betzenhausen wird nun doch kein Leuchtturmprojekt. Foto: Joers

Die Stadt Freiburg hat die Antragsfrist für eine Millionenförderung des Bundes für das Projekt „Die Kugel – bürgerschaftlich getragene Transformation zum Kulturort“ verstreichen lassen. Damit gehen der Stadt zweckgebundene Fördermittel in Höhe von drei Millionen Euro durch die Lappen, die der Bund im Sommer in Aussicht gestellt hatte. Die Initiatoren des Kulturprojekts sehen in der Folge des städtischen Rückzugs nun keine Zukunft mehr für ihre Pläne.

Zur Begründung für den Rückzieher hieß es aus dem Freiburger Rathaus, das Kostenrisiko des Projekts sei zu hoch: Die Fördermillionen aus Berlin wären daran gebunden, dass die Stadt noch einmal eineinhalb Millionen Euro zuschießt. Die geplanten Kosten für die Sanierung der denkmalgeschützten Kugel lagen zunächst bei 5,5 Millionen, so dass immer noch eine Finanzierungslücke bestanden hätte. Dieses Geld hätte von der Stiftung Baukulturerbe des Freiburger Architekten Klaus Grundmann und von der Bürgerinitiative, die für den Erhalt der Kugel kämpft kommen sollen. Die Stiftung sollte auch die Umsetzung des Projekts vornehmen.

Aus Sicht der Stadtverwaltung war dabei die Krux, dass das Rathaus einerseits Antragsteller für die Fördermittel und somit verantwortlich für die Umsetzung gegenüber dem Bund gewesen wäre, während sie gleichzeitig das Geld an die Stiftung aus den Hand geben sollte, was das Risiko des Projekts schwer beherrschbar gemacht hätte: Es sei unklar, ob die Pläne der Stiftung umsetzbar seien, die zeitlichen Vorgaben bei der Bundesförderung seien nicht passend für das Projekt, hieß es dazu.

Zerknirschte InitiatorenStiftungsvorstand Klaus Grundmann kritisiert diese Argumentation der Stadt als „fadenscheinig“: Der Rückzug der Stadt habe ihn und seine Mitstreiter „kalt erwischt“. Zwar gebe es nun noch Gespräche mit Baudezernent Martin Haag (parteilos), aber beim Kugel-Projekt sei nun „die Luft raus“, fürchtet er: „Fünf Jahre ehrenamtliche Tätigkeit und auch Investitionen unsererseits waren umsonst.“ Er fürchte, so Grundmann weiter, dass die Kugel, die derzeit noch dem Energieversorger Badenova gehört, perspektivisch von innen heraus rostet und schließlich abgerissen werde. Noch am Wochenende habe man mit Elan an den Plänen gesessen. „Aber jetzt sehen wir keine Chance mehr, dass es weitergehen wird.“

„Die Kugel“ ist ein 2019 stillgelegter, denkmalgeschützter, rund 34 m hoher Gastank des regionalen Energieversorgers Badenova im Stadtteil Betzenhausen, der von der Bürgerinitiative „Arbeitsgruppe Gaskugel“ nach der Stilllegung zunächst mit dem Ziel vorm Abriss bewahrt werden konnte. Der Tank gilt als Wahrzeichen von Betzenhausen. Geplant war, ein Café und kulturelle Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel Klanginstallationen der Musikhochschule Freiburg, in dem riesigen Stahlball und auf dem umliegenden Gelände zu ermöglichen.

Autor: Bernd Peters

Kinotipp: „Gladiator 2“ von Ridley Scott –Fortsetzung des bildgewaltigen Actionspektakels

Der römische General Marcus Acacius (Pedro Pascal) stürzt sich selbst ins Getümmel der Schlacht. Foto: Paramount PicturesDer römische General Marcus Acacius (Pedro Pascal) stürzt sich selbst ins Getümmel der Schlacht. Foto: Paramount Pictures

24 Jahre nach dem oscarprämierten Action-Epos „Gladiator“ kommt die langersehnte Fortsetzung der epischen Saga um Macht, Intrigen und Rache im antiken Rom ins Kino. Bei dem bildgewaltigen Historien-Film hat erneut Ridley Scott die Regie übernommen.

Vor Jahren musste Lucius (Paul Mescal) den Tod des geliebten Helden Maximus durch die Hand seines Onkels miterleben. Jetzt ist er gezwungen, selbst das Kolosseum zu betreten, nachdem seine Heimat von den tyrannischen Kaisern erobert wurde, die Rom nun mit eiserner Faust regieren. Die Zukunft des Reiches steht auf dem Spiel, und mit Wut im Herzen muss sich Lucius auf seine Vergangenheit besinnen, um die Stärke zu finden, den Ruhm Roms seinem Volk zurückzugeben.

Lucius (Paul Mescal) muss im Kolosseum kämpfen, nachdem seine Heimat von den tyrannischen Kaisern erobert wurde. Foto: Paramount Pictures

An der Seite von Actionheld Denzel Washington (Macrinus) besteht Newcomer-Superstar Paul Mescal (Lucius) spektakuläre Kämpfe. Connie Nielsen verkörpert erneut Lucilla. Den hochkarätigen Cast vervollständigen Pedro Pascal (Marcus Acacius) und Joseph Quinn (Kaiser Geta). Der Film entstand als Sequel zum Oscar-prämierten Filmklassiker „Gladiator“, ebenfalls unter der Regie von Ridley Scott.

Ursprünglich wurden die Produktionskosten auf 175 Millionen US-Dollar geschätzt, insgesamt wurden in den Film jedoch mehr als 300 Millionen US-Dollar investiert. Die ersten Kritiker sind begeistert und allein der Trailer für den Blockbuster wurde in den ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung 128 Millionen Mal angeklickt. Zum Vergleich: das ist fast doppelt so viel wie der erste Trailer des Kinohits „Top Gun: Maverick“ mit Tom Cruise.

Freiburger Mundologia-Reihe entführt nach Madagaskar, Arabien und Japan

Bastian Maria und Viviane berichten von ihrer abenteuerlichen Reise per Anhalter nach Fernost. Foto: Mundologia/Bastian MariaBastian Maria und Viviane berichten von ihrer abenteuerlichen Reise per Anhalter nach Fernost. Foto: Mundologia/Bastian Maria

Die Mundologia-Reihe präsentiert drei spannende Vorträge im Bürgerhaus am Seepark. Katja und Josef Niedermeier erkunden in „Madagaskar – Das Erbe von Lemuria“ die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt der isolierten Insel Madagaskar, die als eigenständiger Mikrokontinent voller Naturwunder besticht. Zu sehen am 20. November um 19:30 Uhr.

Katja und Josef Niedermeier bieten einen Einblick in die faszinierende Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars. Foto: Mundologia/Josef Niedermeier

Am 21. November um 19:30 Uhr beleuchten Nadine Pungs und Lutz Jäkel in „Yalla Yalla Arabia“ die Vielfalt der Arabischen Halbinsel. Mit spannenden Geschichten und Fotografien zeigen sie die Kontraste zwischen Tradition und Moderne und räumen dabei mit westlichen Klischees auf. Bastian Maria und Viviane berichten am 22. November um 19:30 Uhr in „Daumen hoch – Per Anhalter nach Fernost“ von ihrer abenteuerlichen Reise per Anhalter nach Japan. Durch 12 Länder und über 10.000 Kilometer hinweg erlebten sie unvergessliche Begegnungen und Herausforderungen.

Tickets und weitere Infos: www.mundologia.de

Liebe und Verrat: Haus der Graphischen Sammlung zeigt Werke von Fritz Ascher

Auch farbintensive Kompositionen von Fritz Ascher sind zu sehen.Auch farbintensive Kompositionen von Fritz Ascher sind zu sehen. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

Die starke und einzigartige künstlerische Stimme des Expressionisten Fritz Ascher zeugt von seinem bewegten Leben. Ascher überlebte zwei Weltkriege, den ersten an der Front, den zweiten im Versteck – von den Nazis wurde er als jüdisch verfolgt. Das Haus der Graphischen Sammlung zeigt seine Werke in der Ausstellung „Liebe und Verrat“.

Ob intime Skizze oder farbintensive Komposition: Aschers Porträts, Charakter- und Milieustudien zeichnen ein eindrucksvolles Bild der deutschen Gesellschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch mit mythologischen und christlichen Motiven setzte er sich intensiv auseinander und interpretierte sie radikal neu. Liebe und Verrat sind zentrale Themen. Als das nationalsozialistische Regime seine Bilder als „entartet“ einstufte und er sich aufgrund der antisemitischen Bestimmungen verstecken musste, verfasste er eindrucksvolle Gedichte – „ungemalte Bilder“ – von außergewöhnlicher Emotionalität.

Das Haus der Graphischen Sammlung zeigt eine konzentrierte Auswahl von Kohle-, Grafit- und Tuschezeichnungen sowie starkfarbigen Gouachen, die alle vor 1933 entstanden. Hinzu kommen Gedichte aus den Jahren 1942 bis 1945. Die Ausstellung „Liebe und Verrat – Der Expressionist Fritz Ascher aus New Yorker Privatsammlungen“ ist bis 2. März 2025 zu sehen.

„Sonst war es still“: Ausstellung zum Gedenken an die Bombardierung Freiburgs

Die Bombardierung am 27. November 1944 zerstörte einen Großteil der Gebäude um das Münster – hier der Posaunenengel nach dem Luftangriff.Die Bombardierung am 27. November 1944 zerstörte einen Großteil der Gebäude um das Münster – hier der Posaunenengel nach dem Luftangriff. Foto: Freiburger Münsterbauverein/Bildarchiv

Zum 80. Mal jährt sich am 27. November die Bombardierung Freiburgs. Der Freiburger Münsterbauverein hat diesen Jahrestag zum Anlass genommen, Bildmaterial zu recherchieren, das diesen einprägsamen Moment und seine Folgen einfängt und dabei das Münster in den Mittelpunkt stellt. Bislang unveröffentlichte Fotografien aus der Sammlung des Vereins sowie privaten Fotoalben und Archiven sind Teil der Ausstellung. Ein umfassendes Rahmenprogramm bringt weitere Perspektiven in den Diskurs, wie Berichte von Zeitzeugen. Die Ausstellung läuft vom 9. November bis 21. Dezember im c-punkt Münsterforum, der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung bringt der Verein thematisch entlehnt und unter gleichem Titel den zweiten Band der hauseigenen „Kleinen Schriftenreihe“ heraus, der ab dem 8. November im Münsterladen erhältlich ist.

Sonst war es still“ – Titel von Ausstellung und Buch sind einem Zeitzeugenbericht entnommen und schildern die Stimmung kurz vor der Bombardierung Freiburgs in der Nacht vom 27. November 1944. Das dunkelste Kapitel Deutschlands forderte unzählige Menschenleben. Auch bei der Befreiung durch die Alliierten starben Menschen, in Freiburg waren es in besagter Nacht 2797 Personen. Ein Großteil der Gebäude um das Freiburger Münster legte die Bombardierung in Schutt und Asche. Die Kirche selbst blieb wundersamerweise nahezu unversehrt. Fotomaterial trägt davon Zeuge und ist teilweise erstmals der Öffentlichkeit im Rahmen der Ausstellung zugänglich. Ergänzt werden die großformatigen Bilder durch ausgewählte Objekte: persönliche Erinnerungen, wie ein Poesiealbum und Briefe, oder auch Fundstücke aus dem Münster, wie abgebrochene Steine oder ein Dachziegel.

Bei der Ausstellung sind historische Aufnahmen zu sehen, beispielsweise vom Hauptportal des Münsters mit einer ersten Sicherung. Foto: Münsterbauverein/Bildarchiv

Eng mit der Ausstellung verknüpft ist ein Buch entstanden. Darin sind 45 Bildträgern 40 Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gegenübergestellt. Einem Aufruf Anfang des Jahres folgten zahlreiche Menschen, die teils selbst als Kinder die Nacht erlebten oder die Erinnerungen ihres Vaters, der Großmutter oder des Freundes weitergeben wollen. Werner Kästle war damals 12 Jahre alt und erzählt in dem Buch über die Bombennacht und seine anschließende Tätigkeit bei den „Münsterbuben“, die bei Aufräumarbeiten und dem Decken des Dachs vom Münster halfen.

Kuratorin und Buchautorin Andrea Hess hat so unterschiedlichste Geschichten zusammengetragen, die ganz verschiedene Perspektiven auf die Nacht der Bombardierung und das in Trümmern stehengebliebene Münster eröffnen. Sie eint jedoch, dass ihnen die fast vollständige Unversehrtheit des Münsters Hoffnung gab. Andrea Hess fasst ihre Arbeit so zusammen: „‚Sonst war es still‘ ist ein Herzensprojekt, das aus meiner Beschäftigung mit den historischen Fotos des Freiburger Münsterbauvereins ebendort entstanden ist. Hinzu kamen nach einem Aufruf zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die mir ihr Vertrauen schenkten, indem sie mir ihre Geschichten schrieben oder erzählten.“

Eine Aufnahme von spielenden Kindern auf den Trümmern nach der Bombardierung. Foto: Kreisarchiv Breisgau-Hochschwarzwald/Sammlung Fritz Aly

Ergänzt werden Ausstellung und Buch durch ein umfassendes Rahmenprogramm, welches Vorträge sowie Gespräche und einen Film mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen beinhaltet. Auszüge aus dem Film laufen auch in Dauerschleife in der Ausstellung.

Möglich gemacht haben Ausstellung und Buch eine Förderung der Erzbischof Hermann Stiftung, wie die Münsterbaumeisterin Anne-Christine Brehm im Pressegespräch betont. Außerdem bedankt sie sich für die gute, über Jahre erprobte Zusammenarbeit mit dem Rombach Verlag. Auch der c-punkt Münsterforum spielt als Kooperationspartner eine wesentliche Rolle: Inhaltlich hat man eng zusammengearbeitet, er hat viele Angebote des Rahmenprogramms konzipiert und zudem findet in seinen Räumen die Ausstellung Platz. 

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Samstag, jeweils 10 bis 16 Uhr, Eintritt frei. Infos unter www.muensterbauverein-freiburg.de.

Das sagt Freiburgs Wahlamtsleiter zur Wahltermin-Debatte

Wahllokal in FreiburgWahllokal in Freiburg: Eine Wahl bestehe nicht nur aus dem Wahlsonntag und Stimmzetteln, die gedruckt werden müssen, sagt der Freiburger Wahlamtsleiter Michael Haußmann. Foto: Rita Eggstein

Am 23. Februar 2025 soll ein neuer Bundestag gewählt werden. Vorausgegangen war eine tagelange und scharf geführte Debatte um einen möglichen Wahltermin. Die wurde auch im Freiburger Rathaus verfolgt, denn hier muss letztendlich die Wahl für Freiburg organisiert werden. Denn vorgezogene Neuwahlen bedeuten für das Wahlamt und auch die Parteien viel Arbeit.

„Jeder Tag, an dem wir einen Wahltermin wissen, ist für uns ein Riesengewinn“, sagt Freiburgs Wahlamtsleiter Michael Haußmann. Insofern scheint diese Kuh wohl vom Eis. Vertreter von Opposition und Regierungsparteien einigten sich Medienberichten zufolge am Dienstag auf den 23. Februar 2025 als Termin für die Bundestagswahl. Bundeskanzler Olaf Scholz soll am 16. Dezember die Vertrauensfrage im Bundestag stellen und am 27. Dezember würde das Parlament aufgelöst werden. Danach bleiben laut Verfassung 60 Tage Zeit für eine Neuwahl.

„Diese 60-Tagesfrist, die im Grundgesetz steht, resultiert aus Zeiten, in denen die Briefwahl noch keine Rolle gespielt hat“, sagt Haußmann. Inzwischen aber würden rund 50 Prozent der Wähler per Brief abstimmen. Das hohe Briefwahlaufkommen sei einer der Knackpunkte auf dem Weg zu vorgezogenen Neuwahlen. „Wir stellen bei jeder Wahl Personal ein, damit wir unsere Wahlbüros öffnen können, um die Briefwahl abzuwickeln. Auch da brauchen wir einen Termin. Wir müssen Arbeitsverträge machen und den Leuten sagen, wann wir mit einem Einsatz rechnen“, erklärt Haußmann.

Auch die viel zitierte Aussage von Bundeswahlamtsleiterin Ruth Brand, die bei einem zu frühen Wahltermin von „unabwägbaren Risiken auf allen Ebenen“ sprach, sei Haußmann zufolge nicht ohne Grund erfolgt. „Da sprechen wir über Zeiträume, die sind aus wahlorganisatorischer Sicht fast nicht machbar. Das liegt nicht daran, dass die Verwaltung versagt oder das nicht so schnell hin bekommt. Sondern wir möchten das ganze verfassungsgemäß durchführen“, sagt Haußmann mit Blick gerade auf die Parteien, die zunächst mal ihre Kandidaten finden müssen. Und kleinere Parteien, die noch gar nicht im Parlament vertreten seien, müssten als allererstes die notwendigen Unterstützungsunterschriften sammeln, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden.

Personal, Räume, MaterialDie Wahl bestehe also nicht nur aus dem Wahlsonntag und Stimmzetteln, die gedruckt werden müssen. „Es gibt Ausschüsse, die gebildet werden müssen, um Wahlvorschläge zuzulassen. Und erst nachdem diese zugelassen sind und auch die Beschwerdefrist abgelaufen ist – wir sind ja ein Rechtsstaat – erst dann kann man die Stimmzettel drucken und verteilen“, so Haußmann.

Im städtischen Wahlamt habe man seit dem Ampel-Aus vor allem intern diskutiert und abgestimmt, mit wie vielen Wahlbezirken die Stadt Freiburg ins Rennen gehen werde oder ob die Briefwahlauszählung wieder zentral stattfinden solle. Jetzt, wo der Termin festzustehen scheint, stehen Haußmann und sein Team in den Startlöchern, um die Wahlmaschinerie ins Laufen zu bringen. Es müssen Gebäude reserviert werden, in denen gewählt wird und auch notwendige Materialien termingerecht beschafft werden: „Wir brauchen natürlich nun schnellstmöglich Gewissheit zu dem in der Presse genannten Termin am 23. Februar 2025“, sagt er.

Aus organisatorischer Sicht am wichtigsten sei aber die Personalgewinnung. Schließlich stehen auch bei vielen städtischen Angestellten die Weihnachts- oder Skiurlaube an, sagt Haußmann: „Da müssen wir frühzeitig raus mit einer Voranfrage, damit wir unsere Leute zusammenbekommen. Das bereiten wir jetzt vor.“

Einer großen Story auf der Spur: Die schräge Komödie „Neuigkeiten aus Lappland“

Nina (Oona Airola) ist einer Verschwörung auf der Spur. Foto: Neue Visionen FilmverleihNina (Oona Airola) ist einer Verschwörung auf der Spur. Foto: Neue Visionen Filmverleih

1984 im finnischen Lappland. Die alleinerziehende Mutter Nina (Oona Airola) demoliert aus Versehen das Panoramafenster der „Lappland News“. Der Chef lässt sich von ihr überreden, den Schaden mit selbstgeschriebenen Artikeln wieder auszugleichen. Nina aber glaubt, an einer großen Story dran zu sein. Hat wirklich niemand den ohrenbetäubenden Knall gehört?

Als finnische Verteidigungskräfte anrücken, verdichten sich die Hinweise, dass im Eis eine sowjetische Rakete abgestürzt ist. Nina verwickelt sich in eine absurde Investigativ-Recherche, auf der die Wahrheit nur eine Raketenlänge entfernt ist. Mit einer Armada irrwitziger Figuren erzählt die schräge finnische Komödie von der berührenden wie urkomischen Reise einer Frau zu sich selbst – mit viel 80er-Jahre-Flair.

In dieser Komödie wird das Weihnachtsfest zum Generationenkonflikt

Carole (Noémie Lvovsky) weiß noch nicht, für wie viel Chaos ihre Kinder beim gemeinsamen Weihnachtsfest sorgen werden. Foto: Happy Entertainment

„Frohes Fest – Weihnachten retten wir die Welt“: Es ist Weihnachten in der charmanten Kleinstadt! Bürgermeisterin Carole hilft den Einwohnern, damit die Gemeinde in festlicher Stimmung erstrahlt, während ihr treusorgender Gatte Alain die Feierlichkeiten an Heiligabend zu Hause organisiert. Doch als die Kinder eintreffen, schwinden schon bald alle Hoffnungen auf ein friedliches Weihnachtsfest. Denn alle Familientraditionen werden in Frage gestellt: Der gute Wein ist nur dann akzeptabel, wenn er aus biologischem Anbau stammt, das Licht für den Weihnachtsschmuck muss aus bleiben und Alains geliebte Gänseleberpastete ist tabu…Nicht nur auf der Erde, sondern auch am Familientisch heizt sich das Klima spürbar auf. Außerdem warten alle auf die große Neuigkeit, die die älteste Tochter verkünden soll.

Regisseurin Jeanne Gotesdiener hat ein humorvolles Ensemble zusammengestellt, um den ganz normalen Generationenkonflikt aufs Korn zu nehmen. Besonders zur Weihnachtszeit, wenn die Nerven ohnehin blank liegen, tritt dieser wie unter einem Vergrößerungsglas zutage. Noémie Lvovsky („Camille – Verliebt nochmal!“) und Didier Bourdon („Oh la la“) brillieren als überforderte Eltern, die verzweifelt versuchen, es sowohl ihren Töchtern und deren Partner als auch ihrem Sohn Recht zu machen. In den Rollen der fast erwachsenen Kinder glänzen Christophe Montenez („Die Tanzenden“), Alice Daubelcour („Laeticia“), Jules Sagot („Lichtes Meer“) und Janaina Halloy („Eiskalter Engel“).

Wie entscheide ich mich unter Druck richtig? Freiburger Feuerwehrprofi Christian Emrich gibt in seinem Buch Tipps

Christian Emrich ist seit mehr als 20 Jahren bei der Feuerwehr – in seinem Buch gibt er einen Einblick in seine Arbeit, aber vor allem Tipps, wie man in brenzligen Situationen schnell die richtige Entscheidung trifft. Foto: privat

Wenn er im Einsatz Entscheidungen trifft, muss es schnell gehen: Christian Emrich ist seit mehr als 20 Jahren bei der Feuerwehr und gibt in seinem neuen Buch „Die 8-Minuten-Entscheidungsmethode“ Tipps, die auch funktionieren, wenn es im Alltag brennt. Wie das geht, erklärt der Fachbereichsleiter für Feuerwehr und Rettungsdienst beim Regierungspräsidium Freiburg im Gespräch mit Saskia Schuh.

Herr Emrich, Sie haben ein Buch geschrieben mit Tipps, wie man schnell Entscheidungen unter Druck trifft – und das nicht nur bei der Feuerwehr. Was steckt dahinter?

Christian Emrich: Diese professionellen Methoden wurden innerhalb der Feuerwehr entwickelt, lassen sich aber einfach auf den Alltag oder auch auf ein Unternehmen übertragen. Es geht darum, wenn’s brennt, also beispielsweise auch in einer privaten schwierigen Situation, Ruhe zu bewahren und unter Druck möglichst schnell eine Entscheidung zu treffen. Man darf nicht in Hektik verfallen, sondern muss sich klar machen: worum geht es, was sind meine Ziele und noch wichtiger: was sind meine Nicht-Ziele? Wenn man diese Richtung gesetzt hat, erstellt man einen Zeitstrahl und eine Prognose. Was ist das Schlimmste oder Beste, was passieren kann und was ist der wahrscheinlichste Fall.


Und wenn man sich in einer brenzligen Situation unsicher ist und erstmal zögert?

Emrich: Das Schlimmste, was man machen kann, ist, keine Entscheidung zu treffen. Es gibt auch keine schlechte, man kann sie immer noch verbessern. Dass man das immer wieder hinterfragen muss, ist normal. Bei einem Feuer müssen wir sofort entscheiden: wer übernimmt die Rettung von Personen und wer geht ins Gebäude, um das Feuer zu löschen. Da wissen wir noch nicht, ob dort eine Gas- oder Ölheizung ist. Ich habe nie alle Informationen zur Verfügung, muss mich aber trotzdem jetzt entscheiden. Das gilt auch im wirtschaftlichen oder privaten Sinn, gerade auch in der aktuellen unsicheren Lage. Man kann ewig überlegen, aber davon wird es nicht besser, egal ob es um einen Umzug oder um ein neues Auto geht. Man muss das ganze Aufbereiten, dann kann man gute Entscheidungen treffen. Ein gewisses Grundrisiko gibt es natürlich trotzdem immer.


Warum gerade acht Minuten?

Emrich: Das ist der herausforderndste Fall im Einsatz aus der Sicht einer Leitstelle. Man bekommt den Anruf, beispielsweise, dass ein schwerer Unfall mit vielen Verletzten passiert ist, dann hat man diese Zeit, in der die Einsatzkräfte vor Ort sind und man die erste Rückmeldung bekommt.
Da heißt es dann ’Volle Pulle, ganz gemütlich:’ also voller Fokus und volle Konzentration, klare Maßnahmen, aber ohne Hektik.


Warum haben Sie jetzt ein Buch darüber geschrieben?

Emrich: Um mein Wissen weiterzugeben und durch meinen Wechsel von München zurück in die Heimat nach Freiburg. Der Leser bekommt auch einen Blick hinter die Kulissen bei der Feuerwehr – wie beispielsweise Einsätze ablaufen. In München habe ich Einsätze rund um die Corona-Pandemie oder die Fußball-EM 2024 koordiniert. Feuerwehrleute lernen durch das Buch viel, aber es ist so geschrieben, dass der Laie am meisten damit anfangen kann. Einblicke gibt es aber auch in den Spitzensport: Handballweltmeister Dominik Klein steuert in dem Buch Erfahrungen bei, wenn es darum geht, in wenigen Augenblicken eine Situation zu bewerten oder sich auf Wettkämpfe vorzubereiten.

Buchvorstellung: Rettungsingenieur Christian Emrich stellt sein Buch „Die 8-Minuten-Entscheidungsmethode – Was tun, wenn es richtig brennt“, das er zusammen mit Handballweltmeister Dominik Klein geschrieben hat, am Mittwoch, 13. November, 19.30 Uhr, in der Buchhandlung Rombach in Freiburg vor. Infos unter www.rombach.de.

Feuerwehr rettet zwei Meerschweinchen bei Wohungsbrand in Freiburg

MeerschweinchenSchwein gehabt: Nach einem Küchenbrand im Schillhof konnten zwei Meerschweinchen gerettet werden. Symbolfoto: Pixabay

Feuerwehreinsatz am Donnerstagmorgen im Freiburger Schillhof: Grund war ein Küchenbrand in einer Wohnung im zweiten Geschoss. Der Brand wurde gelöscht, Menschen kamen nicht zu Schaden. Und auch die beiden wuscheligen Haustiere der Eigentümerin hatten Glück im Unglück.

Am Donnerstag gegen 9:29 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle eine starke Rauchentwicklung aus einer Wohnung im 2. Obergeschoss im Schillhof im Freiburger Westen gemeldet. Ein Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie die Abteilungen Stühlinger und Unterstadt der Rettungsdienst rückten anschließend zum Einsatzort aus.

Vor Ort stellten die Einsatkräfte fest, dass in einer Wohnung im 2. Obergeschoss in der Küche ein Brand ausgebrochen war. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Personen wurden keine verletzt.

Glück im Unglück hatten auch zwei Haustiere: So konnte die Feuerwehr bei dem Einsatz zwei Meerschweinchen aus der Brandwohnung retten und an ihre Eigentümerin übergeben.

Im weiteren Verlauf wurden Nachlöscharbeiten und Belüftungsmaßnahmen durchgeführt
und die Einsatzstelle nach Kontrolle mit einer Wärmebildkamera an die Polizei und den Eigentümer
übergeben. Die Wohnung ist aktuell nicht mehr bewohnbar.