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SC Freiburg: Vertragsverlängerung für Toptalent Max Rosenfelder

Max Rosenfelder vom SC FreiburgDer gebürtige Freiburger Max Rosenfelder bleibt seinem Heimatverein treu. Foto: Detlef Berger

Max Rosenfelder hat seinen Vertrag beim SC Freiburg. Der 21-Jährige, der in dieser Saison seinen Bundesligadebüt feierte, zählt zu den vielversprechendsten Talenten im aktuellen Kader des Fußballl-Erstligisten.

Der gebürtige Freiburger wechselte 2014 im Alter von elf Jahren von den Sportfreunden Eintracht Freiburg in die SC-Jugend und durchlief dort alle Nachwuchsmannschaften. Am ersten Saisonspieltag beim 3:1-Sieg des SC gegen den VfB Stuttgart feierte Rosenfelder sein Bundesligadebüt und stand dabei über die volle Spieldauer auf dem Platz. Insgesamt kommt der 21-Jährige in dieser Spielzeit auf bislang elf Pflichtspieleinsätze für die Profis.

„Genau so hatten wir es uns alle im Sommer erhofft: Max bleibt gesund – an seinen sportlichen Fähigkeiten gab es sowieso keine Zweifel. Es ist toll, wenn man für die Geduld miteinander und das Vertrauen ineinander so belohnt wird“, sagt Sportvorstand Jochen Saier über den aktuellen U21-
Nationalspieler. „Neben seiner Dynamik und seinem guten Spielverständnis zeigt Max bereits eine beeindruckende Reife und Abgeklärtheit auf dem Platz. Wir sind davon überzeugt, dass wir noch viel Freude miteinander haben werden.“

Über Vertragsinhalte wie z.B die Dauer des Arbeitspapieres machte der SC wie üblich keine Angaben. Max Rosenfelder selbst sagt: „Ich bin in Freiburg geboren und SC-Fan, seit ich vier Jahre alt bin. Daher ist es
für mich keine Frage, dass ich hier an der richtigen Stelle bin“, so der Youngster. „Nach der für mich schwierigen letzten Saison bin ich einfach happy, dass ich fit bin und meine Einsätze bekomme. Ich versuche einfach so weiterzumachen und bodenständig daran zu arbeiten, dass wir weiter erfolgreich sind.“

Freiburg bewirbt sich als Austragungsort für die Fußball-EM der Frauen 2029

Länderspiel in FreiburgNach den Männern will Freiburg auch Gastgeber für die Frauen-Nationalmannschaft werden. Foto: Joers

Europa zu Gast in Freiburg: Dieses Ziel verfolgt die Stadt Freiburg mit einer Bewerbung als Spielort für Fußball-Europameisterschaft der Frauen 2029. Am Mittwoch hat das Rathaus beim DFB offiziell seine Bewerbung eingereicht. Freiburg wäre einer von acht Spielorten, insgesamt bewerben sich 17 Städte. Größte Hürde: Der Gemeinderat müsste dem Ansinnen zuerst einmal zustimmen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bewirbt sich für die Fußball-Europameisterschaft der Frauen im Jahr 2029 – und Freiburgs Stadtverwaltung möchte, dass Freiburg dabei ist. Unter dem Motto „Mein Herz Schlägt hier: Für unseren Fußball, für unser Stadion, für unsere Stadt“ will die Stadt Freiburg Austragungsort der Frauen-EM werden. Wie das Rathaus am Donnerstagmittag in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat die Verwaltung am gestrigen Mittwoch beim DFB offiziell ihre Teilnahmeerklärung abgegeben.

„Das ist eine einmalige Chance für unsere Stadt und den Frauen- und Mädchenfußball in der Region. Freiburg ist nicht nur fußballverrückt, sondern auch eine weltoffene, vielfältige und nachhaltige Stadt mit einem modernen Stadion“, so Oberbürgermeister Martin Horn – und damit sei Freiburg „der perfekte Austragungsort“ für EM 2029, so der OB. Die finale Zustimmung zu der Bewerbung steht unter dem Vorbehalt, dass auch der Freiburger Gemeinderat in seiner Sitzung am 10. Dezember dazu Ja sagt und Freiburg als Austragungsort vom DFB berücksichtigt wird.

Der DFB möchte nach der erfolgreichen Heim-EM der Männer auch das Turnier der Frauen in Deutschland austragen. Die sogenannte „WEURO“ (Abkürzung für UEFA Women´s Euro 2029) findet im Juni und Juli 2029 statt. Insgesamt spielen 16 Teams in 31 Spielen um den begehrten Europameistertitel. Der DFB benennt gegenüber der UEFA mindestens acht geeignete Spielorte mit Stadien unterschiedlicher Kapazität.

17 deutsche Städte bewerben sich

Die Stadt muss die abschließenden Bewerbungsunterlagen bereits bis zum 22. Januar beim DFB einreichen. Insgesamt 17 deutsche Städte bewerben sich als Spielort. Als einzige weitere Stadt aus Baden-Württemberg gehört die Landeshauptstadt Stuttgart dazu (siehe Bewerber-Liste am Artikelende). Die UEFA gibt voraussichtlich im Dezember 2025 bekannt, welches Land beziehungsweise welcher Verband den Zuschlag erhält. Die finale Entscheidung des DFB-Präsidiums, wo in Deutschland im Falle eines Zuschlags gespielt werden soll, fällt vermutlich im Juni 2026.

Finanz- und Sportbürgermeister Stefan Breiter erinnert an die vorbildliche Gastgeberrolle, die Freiburg jüngst beim Nations-League-Gastspiel der Männer-A-Nationalmannschaft im Europa-Park Stadion erfüllte: „Wir haben beim Spiel unserer Männer-Nationalmannschaft am 16. November gezeigt, dass die Sportstadt Freiburg ein ausgezeichneter Gastgeber ist“, so Breiter. „Als Sportbürgermeister würde es mich natürlich ganz besonders freuen, wenn wir die Frauen-Fußball-EM nach Deutschland holen und Austragungsort sein dürfen.“

Und auch der SC Freiburg mit Birgit Bauer-Schick, der Bereichsleiterin Frauen- und Mädchenfußball beim SC, unterstützt die Bewerbung: „Der Frauen- und Mädchenfußball beim Sport-Club spielt schon seit Jahrzehnten eine große Rolle. Ein solches Turnier wäre ein großartiges Event für unseren Verein, für unsere Stadt und für viele fußballbegeisterte Mädchen und Jungen aus der Region“, so Bauer-Schick.

Erste skeptische Reaktion aus dem Gemeinderat

Nach Aussage von Stefan Schillinger, Mitglied in der Freiburger SPD-Fraktion und im städtischen Sportausschuss lagen dem Gemeinderat zum Zeitpunkt der Bekanntgabe noch keine schriftlichen Informationen zu einer städtischen Bewerbung vor. Das Thema stehe laut Schillinger nun auf der Tagesordnung für den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Montag. Der SPD-Stadtrat erwartet eine „spannende Debatte“, deren Ausgang er für offen halte. Da geh es „es keineswegs nur um Geld, es geht auch um Transparenz, es geht um Werte“, so Schillinger auf Anfrage des Wochenberichts. „Deals mit der UEFA sind schwierig, es ist ausreichend dokumentiert, wer hier was davon hat. Eines ist aber sicher: Die UEFA bestimmt die Bedingungen, zahlen tun andere. Zum Beispiel die teilnehmenden Städte“, kommentiert Schillinger aauf der Facebook-Seite des Freiburger Wochenbericht.

Die letzte Europameisterschaft der Frauen fand 2022 in England statt. 574.865 Zuschauer besuchten die Spiele in zehn englischen Stadien, von denen das Kleinste eine Kapazität von 7.000 Zuschauern hatte (Manchester City Academy Stadium) und das Größte mit 90.000 Zuschauern das Londoner Wembley Stadion war.

Info: Insgesamt haben sich laut DFB 17 deutsche Städte fristgerecht als Spielort für die Frauen-EM 2029 beworben. Das sind die Bewerber-Städte und die dazugehörigen Stadien:

  • Berlin (Olympiastadion) 
  • Bremen (Weserstadion)
  • Dortmund (Signal Iduna Park)
  • Düsseldorf (Merkur Spiel-Arena) 
  • Essen (Stadion an der Hafenstraße)
  • Frankfurt (Deutsche Bank Park)
  • Freiburg (Europa-Park-Stadion)
  • Gelsenkirchen (Veltins Arena)
  • Hamburg (Volksparkstadion)
  • Hannover (Heinz von Heiden Arena)
  • Köln (RheinEnergieSTADION)
  • Leipzig (Red Bull Arena)
  • Mainz (MEWA Arena)
  • München (Allianz Arena)
  • Rostock (Ostseestadion)
  • Stuttgart (MHP Arena)
  • Wolfsburg (Volkswagen Arena) 

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The Gregorian Voices spielen in der Kirche St. Barbara

The Gregorian Voices spielen in Littenweiler. Foto: GREGORIAN VOICES

Am Mittwoch, 11. Dezember, spielt das Ensemble „The Gregorian Voices“ ab 19.30 Uhr in der Kirche St. Barbara in Littenweiler. Eintrittskarten gibt es ab 29 Euro an der Abendkasse, für 26 Euro im Vorverkauf. Erhältlich sind sie bei Auto Dienst Walter Hätti (Schwarzwaldstraße 330, Ebnet). Einlass ab 18.30 Uhr.

Für die Alte Stadthalle in Freiburg zeichnet sich eine Lösung ab

Alte Stadthalle FreiburgBetreten verboten – aber schon bald will die Stadt eine Idee präsentieren, was aus der Alten Stadthalle werden soll. Foto: Thomas Kunz

Noch immer warten die Menschen im Freiburger Osten auf eine konkrete Aussage, wie es mit der Alten Stadthalle weitergehen soll. Auch den zuständigen Bürgerverein treibt das Thema um. Die Stadtverwaltung scheint aber eine Idee zu haben für das Gebäude, das seit bald zwei Jahren wegen Statikproblemen gesperrt ist – verraten will sie diese (noch) nicht.

Beatrix Tappeser wundert sich noch immer, wie schnell im Dezember 2022 alles ging. „Auch für uns kam das harsche Urteil des Statikgutachters damals überraschend“, erinnert sich die Vorsitzende des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee-Oberau. Bald zwei Jahre ist her, seit das 1954 errichtete Gebäude von einem Tag auf den anderen geschlossen wurde – ein Tragwerksplaner hatte die Tragfähigkeit des Dachs in Frage gestellt und ein sofortiges Begehungsverbot ausgesprochen.

Der Schlamassel ist seitdem perfekt. Niemand darf das 18 Meter hohe Gebäude, in dem schon Bob Dylan, Joe Cocker und Die Ärzte Konzerte spielten, betreten. Aktuell werde laut Aussagen der Stadt Freiburg ein neues Gutachten erstellt, aus dem sich dann die weiteren Schritte ergeben.

Beim „OB vor Ort“-Termin Mitte Oktober in der Wiehre ließ Oberbürgermeister Martin Horn aber durchblicken, dass sich schon bald eine Lösung abzeichnen könnte. „Ich hoffe, dass ich Ihnen noch in diesem Jahr einen Vorschlag für die weitere Nutzung der Halle präsentieren kann“, sagt Horn. Konkreter wurde der OB nicht. Laut Beatrix Tappeser, die an dem Abend dabei war, habe Horn den anwesenden Zuhörern aber in Aussicht gestellt, dass die Bürger im Osten von der Idee „sehr angetan sein werden.“ „Seine Erwartungshaltung klang diesbezüglich sehr positiv“, so Tappeser.

Die Idee von Bürgermeister Breiter wird es eher nicht

Eine Idee, wohin die Reise zum Beispiel gehen könnte, stammt von Freiburgs Finanz- und Sportbürgermeister Stefan Breiter. In einem Interview für das Magazin des Freiburger Teamsport-Projekts „Große Spiele“ sagte er über eine mögliche Nutzung der Stadthalle: „Tagsüber Schulsport, abends Vereinssport, Raum für bürgerschaftliches Engagement – warum denn nicht?“, so Breiter. Ein Gedankenspiel, mehr aber auch nicht. Auf Anfrage des Wochenberichts lässt sich das Rathaus zu Breiters Vorschlag wie folgt zitieren: „Die geäußerte Nutzung ist weder intern geprüft, noch fachlich, verwaltungsintern diskutiert. Aus diesem Grund spielt sie in unseren Überlegungen aktuell keine Rolle. Wir prüfen derzeit aber ein anderes, vielversprechendes Nutzungskonzept für die Stadthalle. Dazu soll es zeitnah weitere Informationen geben.“

Die Idealvorstellung des Bürgervereins Waldsee wäre laut Tappeser, dass man in der Stadthalle „gemeinschaftliche bürgerliche Nutzungen“ ermöglicht. Sie nennt als Beispiele „Musik-Proberäume, weil die immer gesucht werden“, aber auch Coworking-Plätze, Sitzungsräume oder Räume für kleinere Veranstaltung von 50 bis 100 Leuten. Von der Stadt gebe es außerdem das Versprechen, dass der Vorplatz aufgewertet werden solle. Nur eines, so Tappeser, dürfe nicht passieren – dass die Stadthalle abgerissen werde: „Das stößt im Stadtteil zum Teil auf großen Widerstand.“ Ob man das 70 Jahre alte Gebäude nun schön finde oder nicht – es sei ein Baudenkmal mit einer langen Geschichte.

Freiburger Mundologia-Reihe präsentiert die verborgene Schönheit des Irans und mehr

Der Vortrag „Iran – Verborgene Schönheit“ von Thorge Berger und Mehran Khadem-Awal offenbart die kulturellen Schätze und die Gastfreundschaft des Irans. Foto: Thorge BergerDer Vortrag „Iran – Verborgene Schönheit“ von Thorge Berger und Mehran Khadem-Awal offenbart die kulturellen Schätze und die Gastfreundschaft des Irans. Foto: Thorge Berger

Die Mundologia-Reihe präsentiert drei außergewöhnliche Reiseerlebnisse mit faszinierenden Bildern und Geschichten im Bürgerhaus am Seepark. In „Magisches Baltikum – Menschen, Mythos, Mittsommer“ am 3. Dezember um 19.30 Uhr nimmt der Fotograf Robert Neu die Zuschauer mit auf eine Reise durch Litauen, Lettland und Estland. Von der Kurischen Nehrung bis zu einsamen Ostseestränden und wilden Wäldern zeigt er die Vielfalt dieser Region.

Der Vortrag „Iran – Verborgene Schönheit“ von Thorge Berger und Mehran Khadem-Awal am 4. Dezember um 19.30 Uhr offenbart die kulturellen Schätze und die Gastfreundschaft des Irans. Anita Lechner und Hans Thurner berichten in „Alpen – Zu Fuß von Wien nach Nizza“ am 5. Dezember um 19.30 Uhr von ihrem 2.000 Kilometer langen Alpinabenteuer. Tickets unter www.mundologia.de.

Sieben Tage, Sieben Termine

Veranstaltungstipps aus Freiburg und der Region. Foto: FWB/Pixabay

Konzerte, Theater, Ausstellungen: Was ist los in in den nächsten Tagen? Hier ist unsere Kurzübersicht mit sieben Tipps aus Freiburg und der Region.

•• Orgel für Kids: Weihnachtslieder: Wie entsteht ein Ton auf einer Orgel? Expertin Miriam Schuler erläutert am 1. Dezember, 14 Uhr im Augustinermuseum Bestandteile und Funktion des Instruments. Gemeinsam bauen Familien mit Kindern ab 6 Jahren einen Orgel-Bausatz zusammen. Das Event klingt mit Weihnachtsliedern auf der Welte-Orgel aus. www.freiburg.de/museen-tickets.


•• Tag der offenen Tür mit Adventskranzverkauf: Am 29. November 11 bis 16 Uhr lädt der Bezirksverein für soziale Rechtspflege zum Tag der offenen Tür mit Adventskranzverkauf in seine Anlaufstelle für Haftentlassene (Brombergstraße 6) ein. Ein Weihnachtsflohmarkt, der Verkauf von in der JVA Freiburg hergestellter Weihnachtsdeko sowie ab 12 Uhr ein Stand mit Schupfnudeln und alkoholfreiem Punsch runden das Angebot ab.


•• Reparaturcafé: Am 5. Dezember, 14 bis 17 Uhr findet im Mehrgenerationenhaus EBW (Sulzburger Straße 18) wieder ein Reparaturcafé für Elektrogeräte, Holz, Fahrräder, Näharbeiten, Smartphoneberatung sowie Messer- und Scherenschleifen statt. Telefonische Anmeldung am 3. Dezember, 9 bis 12 oder 15 bis 18 Uhr unter 0761/4907840.


•• Konzert: Der Freiburger Gospel Choir lädt zu seinen Jahreskonzerten mit Solist Malcolm Green & Band am 30. November um 19 Uhr in der Kirche Heilige Familie (Mooswald, Hofackerstraße und am 14. Dezember um 19 Uhr in der Johanneskirche Merzhausen (St. Galler Straße) ein. Tickets unter www.reservix.de. Infos: www.freiburg-gospel-choir.de


•• Weihnachtsmarkt in Herdern: Der Bürgerverein Herdern lädt am 30. November, 14 bis 19 Uhr, zum 18. Herdermer Weihnachtsmarkt rund um den Kirchplatz ein. Über 30 Stände bieten Weihnachtliches ein – dazu Essen und Trinken. Gegen 17 Uhr kommt der Nikolaus vorbei. www.buergerverein-herdern.de.


•• Benefizkonzert: Das Freiburger Studierendenorchester lädt am 4. Dezember zum Benefizkonzert für Kinder zugunsten von „Tigerherz“ in den Wentzinger-Schulen (Falkenbergstraße) ein. Auf dem Programm stehen Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“, Eintritt frei, Spenden erbeten.


•• Konzert: Seit über 20 Jahren spielt Stühlinger Brass im Freiburger Münster Bläsermusik zum Advent und zu Weihnachten. Dieses Jahr am 30. November und 14. Dezember (jeweils 17 Uhr). Eintritt frei, die Musiker freuen sich über Spenden für die Menschen in der Ukraine.

Bei der Charity-Night der Matthias Ginter Stiftung wurde für den guten Zweck gefeiert

Matthias und Christina Ginter hatten im Namen ihrer Stiftung zum Charity-Event geladen, zahlreiche prominente Gäste - wie Sky-Moderator Torben Hoffmann - waren gekommen. Foto: Detlef BergerMatthias und Christina Ginter hatten im Namen ihrer Stiftung zum Charity-Event geladen, zahlreiche prominente Gäste – wie Sky-Moderator Torben Hoffmann – waren gekommen. Foto: Detlef Berger

ine illustre Schar an Gästen kam vergangene Woche zusammen, um für den guten Zweck zu feiern. Der Anlass: die fünfte Charity-Night der Matthias Ginter Stiftung. In den letzten sechs Jahren konnten durch diese 114 wichtige Projekte für Kinder und Jugendliche in Freiburg über 520.000 Euro unterstützt werden. Beim Event des SC-Kickers und seiner Frau Christina im Businessbereich des SC Stadions waren unter anderem Sky-Reporter Torben Hoffmann, die Freiburger Ex-„Monrose“-Sängerin Bahar Kizil, SC-Trainer Trainer Julian Schuster, SC-Kapitän Christian Günter und weitere Mannschaftskollegen dabei.

Christina und Matthias Ginter mit SC-Kapitän Christian Günter auf dem roten Teppich. Foto: Detlef Berger
Freiburgerin und Ex-„Monrose“-Sängerin Bahar Kizil war bei dem Event nicht nur zu Gast, sondern trat auch mit ihren neuen Songs auf. Foto: Detlef Berger
Auch Ginters Mannschaftskollege Noah Weißhaupt mit Freundin Jana Boehlkau waren bei der Charity-Night dabei.

Jahrestag: Bei einem Bombenangriff am 27. November 1944 wurde die Altstadt in Schutt und Asche gelegt – Interview

Am 27. November 1944 wurde Freiburg Ziel eines Luftangriffs. Innerhalb von 25 Minuten starben fast 3.000 Einwohner. Von 14.527 Gebäuden blieben nur 2.148 unbeschädigt.Am 27. November 1944 wurde Freiburg Ziel eines Luftangriffs. Innerhalb von 25 Minuten starben fast 3.000 Einwohner. Von 14.527 Gebäuden blieben nur 2.148 unbeschädigt. Foto: Bildarchiv Freiburger Münsterbauverein

Am 27. November 1944 erlitt Freiburg, was keiner für möglich gehalten hatte: Bei einem Bombenangriff („Operation Tigerfish“) der Engländer wenige Monate vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Altstadt in Schutt und Asche gelegt. Und das, obwohl Freiburg als Lazarett-Standort und als Stadt ohne Kriegsindustrie sich immer recht sicher vor den Bomben der Alliierten gefühlt hat.

Über 2.700 Menschen verloren ihr Leben. Aber wie durch ein Wunder blieb das Freiburger Münster mitten in der Altstadt nahezu unbeschädigt. Mit der Ausstellung und dem Buch „Sonst war es still“ geht die Freiburger Kuratorin und Autorin Andrea Hess dem Trauma dieser Novembernacht auf den Grund.

Frau Hess, Sie haben Ihre Ausstellung unter die Überschrift „Sonst war es still“ gestellt. Wie kam dieser Titel zustande?

Andrea Hess: Das ist ein Zeitzeugenzitat aus dem Tagebuch eines Jugendlichen, der über die Bombennacht berichtet. Viele Menschen saßen beim Abendessen, dann kam recht unvermittelt der Angriff. Ich fand, das Zitat gibt das Unfassbare treffend wieder. Freiburg sollte nicht zuletzt aufgrund der Nähe zu Frankreich nicht verschont werden. Die Zerstörung der Bahntrasse samt Bahnhöfen entlang des Rheins war das Hauptanliegen der „Operation Tigerfish“.

Das ist nun 80 Jahre her. Konnten Sie für Ihre Arbeit noch mit vielen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sprechen?

Hess: Es gab im Februar unter anderem einen Aufruf in der Zeitung, unter anderem im Freiburger Wochenbericht. Die Resonanz war sehr groß, es haben sich 50 bis 60 Personen gemeldet, von denen ich sehr viele interviewt und besucht habe. Im Mittelpunkt der Recherche für den Münsterbauverein stand dabei immer der Bezug zum Freiburger Münster als Symbol der Hoffnung und buchstäblich Orientierung für die Menschen. Die Texte für das Buch zur Ausstellung sollten immer die Person spürbar machen, die berichtet hat.

Andrea Hess, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Münsterbauvereins, hat mit Zeitzeugen der Bombennacht gesprochen und deren Erinnerungen in ihrem Buch festgehalten. Foto: Tabori

Solche Kriegserlebnisse können für die Betroffenen ein ganzes Leben lang prägend sein. Haben Sie das auch so wahrgenommen?

Hess: Sehr. Manche haben nun zum ersten Mal darüber geredet. Eine Frau hat kurzzeitig eine partielle Gesichtslähmung wieder erlebt, die sie damals erlitten hatte. Ein älterer Herr sagte, er könne den Staub von damals wieder riechen und schmecken, wenn er über die Bombennacht spricht. Man sieht es in den Augen, wenn die Menschen den Schrecken von damals im Gespräch erneut durchleben. Es ist wie ein innerer Film, der sie komplett in die Vergangenheit versetzt. Mich hat das in einigen Fällen so besorgt, so dass ich anschließend angerufen habe, um mich zu versichern, dass die Leute mit ihren Erinnerungen nicht allein sind.

Dass das Münster in Freiburg die Bombennacht mit wenigen Schäden überstanden hat, wird manchmal als Wunder bezeichnet. Sind Sie diesem Wunder auf die Spur gekommen?

Hess: Nein. Durch die Nähe der Bombeneinschläge hätte es nicht absichtlich verschont werden können und das Wunder hat Bestand.

Vor der Bombennacht: Das Hauptportal des Münsters wurde so gesichert. Foto: Bildarchiv Freiburger Münsterbauverein

Was war denn Ihr Antrieb für diese Ausstellung?

Hess: : Ich bin hier im Münsterbauverein für die Sammlung der historischen Fotos zuständig und habe oft gedacht, dass man diese Bilder von damals und von der Zerstörung öffentlich machen muss. Jetzt schien mir der richtige Zeitpunkt. Ich habe dann auch weitere Archive aufgesucht. Privatpersonen durften nach der Bombardierung nicht fotografieren, dass Niederlagen nicht dokumentiert werden sollten. Die Fotos, die wir nun sehen, haben zum Teil also auch Mut von den Fotografen erfordert. Manche wurden noch nie öffentlich gezeigt. Und jedes Mal, wenn ich in der Ausstellung bin, sehe ich, dass sie die Menschen ins Gespräch miteinander bringt. Das ist schon sehr bewegend.

Das Interview führte Bernd Peters

Zur Person: Andrea Hess ist bildende Künstlerin und als Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Münsterbauvereins in Freiburg für dessen Archiv, Bibliothek und Dokumentationsstelle zuständig. Ihr Buch „Sonst war es still. 1944 – Erinnerungen an die Bombardierung“ ist in der kleinen Schriftenreihe des Münsterbauvereins im Rombach Verlag in Freiburg erschienen. Es hat 100 Seiten und kostet 12,90 Euro. Die Ausstellung „Sonst war es still“ findet im Münsterforum, Herrenstr. 33, in Freiburg noch bis zum 21. Dezember statt. Sie ist von Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Info: Anlässlich des 80. Jahrestag der Bombardierung Freiburgs finden derzeit zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Am 28. November lädt das SWR-Studio Freiburg ab 18.30 Uhr zum Zeitzeugengespräch in den Schlossbergsaal ein. Auf der Seite www.muensterbauverein-freiburg.de finden sich zudem zahlreiche Veranstaltungen des Vereins rund um das Gedenken an die Bombennacht.

Weihnachtspäckchenaktion gestartet: „Die Freude hält deutlich länger an“

Bereits zum 15. Mal läuft derzeit die Weihnachtspäckchenaktion der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Freiburg und der Sparkasse Freiburg Nördlicher-Breisgau unter dem Motto „Weihnachten mit Herz – Ein Weihnachtspäckchen und viel mehr“.Bereits zum 15. Mal läuft derzeit die Weihnachtspäckchenaktion der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Freiburg und der Sparkasse Freiburg Nördlicher-Breisgau unter dem Motto „Weihnachten mit Herz – Ein Weihnachtspäckchen und viel mehr“. Foto: Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

Sie macht älteren Menschen in der Region eine besondere Freude zum Fest: Bereits zum 15. Mal läuft derzeit die Weihnachtspäckchenaktion der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Freiburg und der Sparkasse Freiburg Nördlicher-Breisgau unter dem Motto „Weihnachten mit Herz – Ein Weihnachtspäckchen und viel mehr“. Wie man mitmachen kann und welche Geschenk besonders gut ankommen, erklärt Organisatorin Petra Winterhalter im Gespräch mit Saskia Schuh.

Frau Winterhalter, was ist das Ziel der Aktion und warum ist es gerade jetzt wichtig, Menschen so eine Freude zu bereiten?

Petra Winterhalter: Die Weihnachtspäckchenaktion findet für alte Menschen hier in der Region statt. Weihnachten ist für sie eine besondere Zeit – geprägt von Erinnerungen an „früher“. Mit dem Päckchen wollen wir ihnen eine Freude bereiten. Viele haben nur eine kleine Rente und die Preise für Lebensmittel oder Pflegeprodukte haben spürbar angezogen. Einsamkeit ist auch ein großes Thema. Das Päckchen ist für viele auch so wertvoll und zaubert ein Lächeln ins Gesicht, weil sich jemand Fremdes Zeit genommen hat, Geschenke für sie zu packen. Diese Freude hält deutlich länger als über Weihnachten an. Die Pakete werden an Bewohner der AWO-Seniorenwohnanlagen und Pflegeheime sowie an ältere Menschen, die von unserem ambulanten Diensten betreut werden verteilt, aber auch die Freiburger Tafel steht auf unserer Liste.

Welche Geschenke kommen am besten an?

Winterhalter: Etwas für den Bauch, die Haut, den Kopf und das Herz. Beispielsweise eine Packung gemahlenen Kaffee, einen schönen Tee oder eine kleine Linzertorte. Sehr begehrt ist auch etwas, was man in der Weihnachtsbäckerei zuhause gezaubert hat, wie selbst gebackene Plätzchen, da bräuchten wir aber einen Vermerk, ob Nüsse darin sind. Für die Haut kann es Duschgel oder eine Bodylotion sein, für den Kopf ein Rätselheft, etwas zum Lesen oder eine warme Mütze. Die alten Menschen freuen sich besonders über etwas Persönliches – eine Weihnachtsgrußkarte mit ein paar netten Worten oder ein selbst gemaltes Bild eines Kindes.

„Das Ziel ist, den älteren Menschen in Freiburg und der Region eine Freude zum Fest zu machen“, erklärt Petra Winterhalter von der AWO-Freiburg, Organisatorin der Aktion. Foto: Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau

Wann und wo kann man die Päckchen abgeben?

Winterhalter: Bis zum 12. Dezember können Schuhkartons mit Geschenken gefüllt und in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau sowie bis zum 13. Dezember bei der Geschäftsstelle der AWO in Weingarten abgegeben werden. Bis zum 15. Dezember gibt es dann bei uns eine große Verpackaktion, für die ich ein paar Kilometer Geschenkpapier und alles was man sonst noch braucht, besorgt habe. Wir freuen uns über Unterstützer. Wer Lust hat zu helfen, kann sich gerne direkt bei mir melden. Es wäre auch super, wenn nicht alle Pakete auf den letzten Drücker bei uns ankommen, denn insgesamt verteilen wir pro Jahr etwa 1.200 davon.


Wie kann man die Aktion noch unterstützen?

Winterhalter: Wer kein Päckchen zusammenstellen will oder wem die Zeit dafür fehlt, der kann auch auch gerne Geld spenden. Damit kaufen wir dann Geschenke ein und füllen den Schuhkarton selbst.

Info: Wer kein Päckchen packen kann, kann die Aktion mit einer Geldspende unterstützen. Bankverbindung: Empfänger: AWO-Freiburg, IBAN: DE26 6805 0101 0002 0133 94, Verwendungszweck: Weihnachtsaktion. Wer bei der großen Packaktion helfen will, kann sich an Petra Winterhalter, 0761 / 4 55 77-22, winterhalter@awo-freiburg.de wenden.

Kostenloser Nahverkehr am Samstag

Straßenbahn fahren ohne Fahrschein – am Samstag kein Problem. Foto: Archiv

Mit der Aktion „Freifahrt in den Advent“ unterstützt die Freiburger Verkehrs AG (VAG) den Einzelhandel im diesjährigen Vorweihnachtsverkauf: Fahrgäste mit Bussen und Bahnen der VAG in Freiburg benötigen am Samstag, 30. November, keinen Fahrschein.

Neben dem Freiburger Weihnachtsmarkt bieten viele Einzelhändler in der Innenstadt am ersten Adventswochenende Aktionen und kulinarische Leckereien, um Gästen den Einkaufsbummel zu versüßen: Einige Geschäfte haben verlängerte Öffnungszeiten. Im von der FWTM organisierten Pop-up-Store im Westhoff-Gebäude in der Eisenstraße wird ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Mit einem Live-DJ und Getränkeausschank wartet der Filotimo-Concept-Store auf. Ringfoto Löffler in der Schwarzwald City veranstaltet eine Hausmesse mit Highlights der Fotografie und Testkameras zum Ausprobieren. Bei Schuh-Trost finden Merino-Wochen statt, das asiatische Möbelgeschäft MuLan verteilt Glückskekse. Feinkost Zylinder verköstigt seine Kunden mit italienischen Spezialitäten. Und Stefan Meier Tabakwaren & Whisky bietet verschieden Spirituosen zum Verkosten.