Die Fasnetfans können es kaum erwarten, bald starten sie in die heiße Phase der fünften Jahreszeit. Zum Auftakt der Saison verleihen die Fasnetrufer bekannten Persönlichkeiten die Ehrenmütze mit dem Katzenschwanz. Die geht an diesem Jahr an den neuen Präsidenten des Regierungspräsidiums, Carsten Gabbert. Die Laudatio hält sein Vorgänger – Freiburgs Finanzbürgermeister Stefan Breiter beim traditionellen Zunftabend am 1. Februar. Die närrische Sause steigt dabei aber nicht mehr in der Festhalle St. Georgen, sondern im Forum Merzhausen. So richtig los geht es wieder am Schmutzige Dunschdig am 27. Februar. Narri, Narro liebe Narren!
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Ehrenmütze der Freiburger Fasnetrufer geht an den RP-Präsidenten Carsten Gabbert
Freiburgs Finanzbürgermeister Stefan Breiter (r.) durfte sich im vergangenen Jahr über die Ehrenmütze der Fasnetrufer freuen – hier mit seinem Vorgänger – Michael Mack vom Europa-Park (2.v.l.). In diesem Jahr geht die närrische Auszeichnung an RP-Präsident Carsten Gabbert. Foto: Thomas Kunz Studierende der Hochschule für Musik Freiburg führen „Ein Mittsommernachtstraum“ auf
Ein Mittsommernachtstraum“ spielt im antiken Athen und in einem angrenzenden, verzauberten Wald. Die Geschichte folgt den Hochzeitsvorbereitungen eines Fürstenpaars, den Intrigen von vier Liebenden und einer Laientruppe, die ein Theaterstück probt. Foto: Sommernachtstraum Große Gefühle zwischen Liebe und Verrat, dazu Zauber und Kampf: Studierende der Hochschule für Musik führen ab 17. Januar vier Mal „Ein Mittsommernachtstraum“ auf. Die Oper von Benjamin Britten basiert auf der berühmten Komödie von William Shakespeare.
Große Gefühle zwischen Liebe und Verrat, dazu Zauber und Kampf: Studierende der Hochschule für Musik führen ab 17. Januar vier Mal „Ein Mittsommernachtstraum“ auf. Die Oper von Benjamin Britten basiert auf der berühmten Komödie von William Shakespeare. Das Stück handelt von der Hochzeit eines Fürstenpaars im antiken Athen und vom Treiben in einem angrenzenden, verzauberten Wald, in dem Feen, Elfen und Trolle herrschen – und von einer Laientruppe, die eigentlich nur ein Theaterstück aufführen möchte.
„A Midsummer Night’s Dream – Ein Mittsommernachtstraum“ ist seit Jahrhunderten eines der am häufigsten aufgeführten Theaterstücke. Die Geschichte spielt im antiken Athen und in einem angrenzenden, verzauberten Wald. Sie folgt den Hochzeitsvorbereitungen des Fürstenpaars Theseus und Hippolyta, den Intrigen von vier Athener Liebenden und einer Laientruppe, die ein Theaterstück probt, das vor der Hochzeit aufgeführt werden soll. Die Gruppen finden sich in einem Wald wieder, in dem Feen, Elfen und Trolle herrschen und versuchen, die Menschen zu manipulieren und ihre jeweils eigenen Interessen durchzusetzen. In drei Akten wird berichtet, was sich in den Tagen und Nächten rund um die Sommersonnenwende an komischen und tragischen Ereignissen abspielt – bis hin zu einem Schauspieler, der in einen Esel verwandelt wird.
Alexander Schulin, der das „Institut für Musiktheater“ an der Hochschule für Musik Freiburg leitet, erklärt die Faszination der Geschichte: „Es ist ein Stück, das jede Generation wieder von Neuem anspricht, weil es um allgemein gültige menschliche Beziehungsfragen geht.“
Für die Arbeit mit Studierenden sei diese Oper besonders gut geeignet, weil die Protagonisten meist jung seien und es ein großes Rollenspektrum zu besetzen gebe.
Wie zu William Shakespeares Zeiten üblich wird es kein aufwendiges Bühnenbild geben. Bei den Kostümen wird das Team der Hochschule unterstützt durch Monika Kälberer, Studentin der „Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart“. Studierende der dortigen Kostümklasse haben auch in den letzten Jahren mehrmals das Kostümbild für Opern an der Hochschule für Musik Freiburg entworfen.
Die Aufführungen finden statt am Freitag, 17. Januar, Samstag, 18. Januar, Montag, 20. Januar und Mittwoch, 22. Januar jeweils um 19 Uhr in der Hochschule für Musik. Tickets gibt es in Platzgruppe zwei ab 8 Euro, in Platzgruppe eins ab 12 Euro.
Gedrückte Stimmung beim Neujahrsempfang der IHK Südlicher Oberrhein in Freiburg
Bis auf den letzten Platz gefüllt war am Montagabend das Konzerthaus beim Neujahrsempfang der IHK in Freiburg. Foto: Sven Meyer Es sei nicht leicht, derzeit positive Stimmung zu verbreiten, sagt Eberhard Liebherr, der Präsident der IHK Südlicher Oberrhein in Freiburg anlässlich des Neujahrsempfangs der Kammer am Montagabend im Freiburger Konzerthaus. Die nächste Bundesregierung habe viele „hausgemachte Probleme“ zu lösen. Diese Probleme seien struktureller Natur und nicht konjunkturabhängig, so Dieter Salomon, der IHK-Hauptgeschäftsführer.
Es gehe dabei um die „großen Ds“ der Demografie, der seit 20 Jahren verpassten Digitalisierung, der schleppend verlaufenden Dekarbonisierung der Wirtschaft, der Deglobalisierung durch die Abschottung der USA und Chinas und der drohenden Deindustrialisierung in Deutschland, die Arbeitsplätze bedroht. „Wir sind derzeit nicht wettbewerbsfähig“, so Liebherr und Salomon auf dem Neujahrsempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südlicher Oberrhein in Freiburg. Die Unsicherheit in der Wirtschaft sei groß, man stecke in der „Rezessionsfalle“, die Situation musse mit Realismus betrachtet werden, nur dann seien Reformen möglich. Die Ampel-Koalition habe viele der strukturellen Probleme zwar nicht verursacht, wohl aber habe sie es verpasst, gegenzusteuern, so Salomon.
IHK-Geschäftsführer kritisiert die Bundespolitik
Die Politik vor allem von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) empfinde er als „zu dirigistisch“, so Salomon weiter. Er wünsche sich einen Reformkurs wie zuletzt vor 20 Jahren unter Gerhard Schröder (SPD) für die Wirtschaft im Land. „Angela Merkel hat davon als Kanzlerin 16 Jahre profitiert.“ Die Bürokratie sei erdrückend für die Unternehmen, so Liebherr. Rund ein Viertel der Arbeitszeit in den Betrieben gehe mittlerweile für Verwaltungsarbeit verloren. Beim Bürokratieabbau passiere zu wenig und zu langsam.
Fachkräfte-Zuwanderung als zusätzlicher Zündstoff
Salomon forderte zudem mehr Engagement bei der Zuwanderung von Fachkräften von der deutschen Politik. Rund ein Viertel der Beschäftigten habe einen Migrationshintergrund. Die Fremdenfeindlichkeit mancher Politiker drohe die Probleme nur noch schlimmer zu machen. Mit Blick auf die häufig geäußerte Kritik an der Generation Z und deren angeblich fehlendem Arbeitswillen konstatierte Salomon zudem, dass er den Eindruck habe, dass es ein gesamtgesellschaftliches Problem sei, dass viele Menschen den Zusammenhang zwischen Wohlstand und den Voraussetzungen für Wohlstand aus den Augen verloren hätten.
Der Jugendforscher Simon Schnetzer als Gastredner bei dem Empfang betonte zudem, dass junge Menschen in der Regel die gleichen Wertevorstellungen hätten wie vorherige Generationen. Allerdings sei der Lebensrhythmus der digital aufgewachsenen „Generation Zukunft“ tatsächlich sehr schnell. Dem müsse die Wirtschaft Rechnung tragen, wenn Unternehmen erfolgreich um Nachwuchskräfte werben wollen.
Autor: Bernd Peters
Volksbank Freiburg: Neue Vorstandskonstellation
Volker Spietenborg (links) und Stephan Heinisch bilden ab sofort den Vorstand der Volksbank Freiburg. Foto: Volksbank Freiburg Der Vorstand der Volksbank Freiburg geht mit einer neuen Konstellation in die Zukunft. Stephan Heinisch und Volker Spietenborg folgen auf Uwe Barth, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Die Zuständigkeiten unter den Vorständen werden damit neu aufgeteilt.
Zum Jahresende 2024 hat sich Uwe Barth nach 17 Jahren als Vorstandsmitglied der Volksbank Freiburg in den Ruhestand verabschiedet. Stephan Heinisch und Volker Spietenborg setzen die Vorstandsarbeit seit Januar als Duo fort. Damit setzt die Volksbank Freiburg auf Kontinuität, um den Erfolgskurs der vergangenen Jahre fortzusetzen.
Die Ressortzuständigkeiten werden im Zuge dessen neu aufgeteilt: Volker Spietenborg übernimmt die Leitung des gesamten Vertriebs. Die Verantwortung für die internen Bereiche der Volksbank liegt zukünftig bei Stephan Heinisch. Es wird keinen Vorstandssprecher geben.
„Die genossenschaftlichen Werte sind zeitlos und bieten uns einen geeigneten Rahmen, um den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden. Durch die Verbindung traditioneller Werte mit innovativen Impulsen halten wir unsere Bank modern und zukunftsfähig“, so das gemeinsame Statement. Die Volksbank Freiburg ist überzeugt, mit der neuen Vorstandskonstellation weiterhin einer stabilen und erfolgreichen Zukunft entgegenzublicken.
Erfolg für Benefiz-Wurstaktion an der Freiburger Kinder- und Jugendklinik
Große Warteschlangen und viel positiver Zuspruch: Die Lange Rote gab es vergangene Woche in einer Gratisaktion an der Kinderklinik. Foto: Thomas Kunz Der Freiburger Metzgermeister Dirk Licht hat mit einer schönen Aktion an der neuen Kinder- und Jugendklinik in Freiburg für Freude gesorgt. Frisch gegrillte Gratis-Würstchen sorgten für zahlreiche Abnehmer.
Tolle Benefizaktion vor der Uni-Kinderklinik: Der Metzger Dirk Licht hat seinen Wurststand für zwei Tage vor der neuen Unikinderklinik geparkt. Und dort frisch vom Grill gratis Lange Rote für Klinikbeschäftigte und Patienten serviert. Der Andrang war enorm und die Beschäftigten sowie Patientenangehörigen und Kinder zeigten sich äußerst angetan von der Aktion.
Er wollte, so sagte es Metzgermeister Dirk Licht gegenüber der Badischen Zeitung, ein Zeichen setzen und den Patientinnen und Patienten der Kinderklinik, aber auch den Beschäftigen dort etwas Gutes tun. „Es hat mir große Freude gemacht, den Leuten hier etwas Gutes zu tun, das haben sie wirklich auch verdient“, meinte Licht nach der Ende der Aktion. Er selbst lag im vergangenen Jahr vier Wochen im Krankenhaus und wollte auf diese Weise Danke sagen. Knapp 4.000 Würste sind an den beiden Tagen über die Ausgabetheke seines Wagens gegangen.
11.000 Geschenke für die Ukraine: S’Einlädele-Hilfsaktion erzielt Rekordergebnis
Groß war die Freude über die Weihnachtsgeschenke bei den Kindern in der Ukraine. Foto: S’Einlädele Die jährliche Weihnachtspäckchenaktion des Freiburger s’Einlädele hat in diesem Jahr ein Rekordergebnis erzielt. Mehr als 11.000 Geschenke für bedürftige Menschen in der Ukraine kamen vor Weihnachten zusammen.
Im November und Dezember 2024 lief die Weihnachtspäckchenaktion des S’Einlädele für bedürftige
Kinder, Familien und SeniorInnen in der Ukraine: „Der Karton mit Herz“. 11.007 Päckchen kamen zusammen, das ist die größte Anzahl seit es die Freiburger Hilfsaktion gibt.
Auf fünf LKW verteilt, die neben den Weihnachtspäckchen noch weitere, essentielle humanitäre Hilfsgüter enthielten, wurden die Pakete im Dezember in die Ukraine geschickt, wo sie an tausende Bedürftige verteilt wurden: Kinder, Familien und und Senioren.
Gefeiert wurde der Rekord in den neuen Räumlichkeiten
Gefeiert wurde der Rekord bei der Neueröffnung des S’Einlädele nach dem Umzug am vergangenen Samstag in den neuen Räumlichkeiten in der Wentzingerstraße 36. „Der Karton mit Herz“ ist nur eine von vielen Hilfsaktionen des S’Einlädele für die Ukraine. Denn die Not und das Leid vor Ort sind nach wie vor groß, besonders jetzt im mittlerweile dritten Kriegswinter. Aus diesem Grund freut sich die gemeinnützige Einrichtung weiterhin über Unterstützung:
Freiburg-Trainer Schuster nach 1:4: „Müssen gegen Topmannschaften auswärts Dinge verändern“
In Frankfurt gab es für die Mannschaft von Julian Schuster nicht zu holen. Foto: Detlef Berger Der SC Freiburg ist im letzten Hinrundenspiel bei Eintracht Frankfurt mit 1:4 (1:1) deutlich unter die Räder geraten. Gegen die Mannschaft der Stunde um die Topstars Omar Marmoush und Hugo Ekitiké sahen die Breisgauer vor allem in der zweiten Halbzeit kein Land. So fallen die Reaktionen aus.
Die Freiburger 1:0-Führung im Deutsche-Bank-Park durch Ritsu Doan (37. Minute) weckte die Hoffnung, dass der SC Freiburg auch im zweiten Spiel der Englischen Woche eine Punkteerfolg erzielen könnte. Doch auf den 3:2-Erfolg vom Samstag gegen Kiel folgte am Ende eine deutliche 1:4-Niederlage in der Bankenmetropole. Der Ex-Freiburger Robin Koch (43.) kurz vor der Halbzeitpause, Shootingstar Omar Marmoush (65.), Hugo Ekitiké (71.) und Nnamdi Collins (81.) machten für die Frankfurter alles klar.
„Die erste Halbzeit war ok. In der zweiten Halbzeit haben wir es nicht mehr so geschafft eigene Situationen zu kreieren und kriegen dann bittere Gegentore“, sagte SC-Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein nach der Partie, und zeigte sich trotz der an diesem Abend klar besseren Qualität der Hessen zerknirscht. „Dass Frankfurt besser war, muss man anerkennen. Aber damit leben können wir nicht wirklich. Wir haben schon den Anspruch das Spiel ausgeglichener zu gestalten.“
In der ersten Halbzeit konnte Freiburg die Gastgeber noch vom eigenen Tor weghalten, analysierte Innenverteidiger Matthias Ginter. „Frankfurt hatte schon in der ersten Hälfte immer wieder gute Chancen, gerade über die Außen. Das haben wir versucht wegzuverteidigen und zu blocken. In der zweiten Halbzeit haben sie gedrückt und am Ende auch verdient gewonnen.“
Plant Schuster gegen Stuttgart personelle Veränderungen?
Freiburgs Trainer Julian Schuster nannte das Ergebnis „definitiv nicht zufriedenstellend“ und sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir es noch phasenweise so verteidigt, dass Frankfurt nicht viele klare Chancen hatte. In der zweiten Halbzeit war es dann definitiv zu wenig, um gegen Frankfurt hier bestehen zu können.“
Ob Schuster angesichts der Niederlage und der offensiv schwachen Darbietung seiner Elf für das anstehende Auswärtsspiel am Samstag beim VfB Stuttgart (15.30 Uhr / Sky) personelle Änderungen plant, ließ er am Abend noch offen: „Wir haben generell unterschiedliche Optionen, wie wir aufstellen können. Je nach dem, was wir planen und was zum nächsten Gegner passt. Das Gute ist, dass wir in ein paar Tagen schon wieder spielen“, sage er. „Umso schneller“ müsse man das Spiel in Frankfurt verarbeiten. Dennoch sei es für die Entwicklung seine Mannschaft „wichtig“ daraus zu lernen, „dass wir gegen die Topmannschaften auswärts Dinge verändern müssen, um bestehen zu können. Das wird die Herausforderung sein“, so der Freiburger Chefcoach.
„World Press Photo Exhibition“ in der Meckelhalle zeigt die besten Pressefotos der Welt
Die „World Press Photo Exhibition“ zeigt eindrucksvolle Momentaufnahmen. Foto: Eddie Jim, The Age/Sydney Morning Herald Die „World Press Photo Exhibition“ ist die Wander-Fotoausstellung zum weltweit größten und renommiertesten Wettbewerb für Pressefotografie. Im Januar ist die Ausstellung in der Meckelhalle der Sparkasse Freiburg und anschließend auf dem Mundologia-Festival im Konzerthaus zu sehen. Bereits vor fünf Jahren begeisterte die Ausstellung 10.000 Besucher in Freiburg. In acht Kategorien beleuchtet die Ausstellung eindrucksvolle, oft erschütternde Momentaufnahmen unserer Welt.
Die Ausstellung gastiert seit dem 13. Januar in der Meckelhalle und bleibt dort bis zum 29. Januar. Anschließend wechselt sie für das Wochenende vom 31. Januar bis 2. Februar ins Konzerthaus auf das Mundologia-Festival.
Freiburger Schwarzwald City präsentiert eindrucksvolle Mundologia-Fotografien
Bilder aus Kanada gibt es in der Schwarzwald City zu sehen.
Foto: Pascal Violo Noch bis zum 28. Januar ist in der Schwarzwald City eine Fotoausstellung mit Motiven von Fotografinnen und Fotografen des 21. Mundologia-Festival zu sehen. Das größte Vortragsfestival der Welt, welches vom 31. Januar bis 2. Februar im Konzerthaus stattfindet, präsentiert im Vorfeld 26 Motive der diesjährigen Festival-Highlights.
Zu sehen sind Bilder des US-Fotografen Art Wolfe aus seinem neuen Projekt mit dem Titel „Wild Lives – Die außergewöhnlichste Tierwelt unseres Planeten“. Einmalige Motive gibt es auch von Christian Klepp, der „Wunderwerk Erde“ in Szene gesetzt hat. Abgerundet wird die Ausstellung mit Motiven von Vollblutabenteurerinnen. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Schwarzwald City zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Wie Julian Schuster beim SC Freiburg nahtlos an die Ära Streich anknüpft
Erstes Halbjahr als Bundesligatrainer? Check! Julian Schuster macht bisher in seiner neuen Rolle beim SC eine gute Figur. Foto: Joachim Hahne Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga beendete der SC Freiburg mit einer größeren Punktausbeute als im Vorjahr. Ein Erfolg, den sich auch Streich-Nachfolger und Chefcoach-Novize Julian Schuster ans Revers heften darf – trotz der gefestigten Mannschaftsstruktur, die er beim SC vorgefunden hat. Wie Schuster als Trainer tickt, zeigte ganz besonders das erste Spiel des Jahres.
Als am letzten Samstag nach dem Abpfiff gegen Holstein Kiel die Fehleranalyse im Freiburger Lager begann, stand der Trainer schnell im Kreuzfeuer der Kritik. Hat Julian Schuster durch seine fünf Auswechslungen innerhalb von 13 Minuten das flatterhafte Verhalten seiner Mannschaft in den Schlussminuten begünstigt und so die bis dato komfortable 3:0-Führung in Gefahr gebracht? Und ist er sogar Wiederholungstäter, weil genau so etwas kurz vor Weihnachten gegen Wolfsburg schon einmal passierte?
Höflich und klar
Seit einem halben Jahr ist der 39-Jährige nun als hauptverantwortlicher Cheftrainer des SC Freiburg im Amt. Teil der Jobbeschreibung eines so exponierten Trainerdaseins ist es, sich in der Öffentlichkeit unbequemen Fragen zu stellen. Die Art und Weise, wie ein Bundesligatrainer mit kritischen Fragen umgeht, sagt viel über dessen Persönlichkeit aus. Der eine reagiert darauf pikiert, den nächsten lässt es kalt, ein anderer wiederum geht in den Gegenangriff über. Und Schuster? Der reagiert eben wie Julian Schuster: Höflich, unprätentios, aber klar in der Sache.
Selbstkritik als Basis
„Natürlich suchen wir die Gründe bei uns. Ich fange immer bei mir an“, sagte Schuster in gewohnt ruhigem Ton am Samstag auf der Pressekonferenz. Ein Satz, den man dem gebürtigen Bietigheimer, der schon in seiner Zeit als SC-Kapitän stets voranging, sofort abkauft. „Ich versuche, jederzeit so zu sein, wie ich bin“ ist noch eines dieser Schuster-Zitate, mit dem man vielleicht nicht die Schlagzeilen im Boulevard dominiert, die aber zeigen, dass er sich von seinem Vorgänger Christian Streich so einiges abgeschaut hat.
Das eigene Hinterfragen, die Selbstreflexion, die Schuster sich selbst abverlangt, fordert er auch von seinen Spielern ein. „Wir müssen die Dinge selbstkritisch aus den unterschiedlichsten Sichtwinkeln betrachten“, sagt der vierfache Familienvater und nimmt die Spieler in die Pflicht.
Klare Linie, klare Worte
Unbequeme Entscheidungen zu treffen und klar zu kommunizieren ist ein anderer Aspekt, den der Trainerjob mit sich bringt. Auch hier scheint Schuster seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Vor klaren Ansagen, auch in der Öffentlichkeit, schreckt er nicht zurück, achtet dabei aber auf den richtigen Ton: „Die Jungs, die auf dem Platz stehen, haben eine gewisse Verantwortung, die Jungs zu unterstützen, die reinkommen“, so Schuster zur Wechsel-Causa vom Samstag.
Eine klare Linie fährt der Trainerneuling auch in einem besonders diffizilen Fall: Spieler, denen er keine oder zu wenig Einsatzzeiten gibt, gesteht er zu, unzufrieden sein zu dürfen und das auch zu zeigen – unter einer Bedingung, wie er im Interview mit der Badischen Zeitung erläuterte: „Ich brauche keine zufriedenen Spieler, keine die mit mir lachend über den Trainingsplatz laufen. Entscheidend ist, dass ihre Unzufriedenheit keinen Einfluss auf ihre Trainingsleistungen hat“, so Schuster. Punkt.
Und so hat das erste Spiel des Jahres viel von dem gezeigt, was Julian Schuster als Trainer ausmacht und was ihn auch in der Rückrunde auszeichnen dürfte. „Ich freue mich über die Entwicklung der Mannschaft und die Art und Weise, wie wir spielen.“ Da sei die erreichte Punktzahl „ein Spiegelbild“ dieser Entwicklung. „Wichtig“ sei ihm vor allem, „dass die Jungs über unsere Spielweise diskutieren, sich darüber austauschen. Sie sind diejenigen, die die Entscheidungen auf dem Platz treffen und das auf dem Platz bringen müssen.“ Und nach seinem ersten Halbjahr als Chefcoach gebe es viele Dinge, „dich mich sehr positiv stimmen und auf die wir aufbauen können.“
Und was sagen die Spieler?
In der SC-Kabine kommt Schusters Art offensichtlich an – anders ist die bisherige Erfolgsbilanz auch kaum zu erklären. Kapitän Christian Günter sagt: „Ich glaube damit haben viele nicht gerechnet. Auch bei uns war ein gewisses Fragezeichen vor der Saison da, nach 12 Jahren Christian Streich und dem Wechsel zu Julian. Aber er macht es herausragend gut und das Trainerteam macht es herausragend gut“, so Günter. Dem ist – fürs Erste – nichts hinzuzufügen.

