Mit Wucht gegen die Lilien

Sport

Gegen Darmstadt ist der SC Freiburg klarer Favorit – Kommt Roland Sallai zurück?

 

In das Spiel gegen Darmstadt 98 am Samstag (15.30 Uhr / Sky) geht der SC Freiburg als Favorit. Ob den Breisgauern zum Auftakt der nächsten englischen Woche aber wirklich ein Erfolgserlebnis gelingt, hängt auch von der personellen Lage ab. SC-Trainer Christian Streich hofft etwa auf die Rückkehr von Roland Sallai.

Wenn am Samstag der SV Darmstadt um dessen Trainer Thorsten Lieberknecht seine Visitenkarte beim SC abgibt, dann hat das auch etwas von Zauberlehrling trifft auf Lehrmeister. Zumindest  Darmstadt-Präsident Rüdiger Fritsch  will sich die Kontinuität im Breisgau als Vorbild nehmen – im Hessischen Rundfunk äußerte er sich kürzlich beeindruckt von der personellen Stabilität im Breisgau, wo SC-Trainer Christian Streich seit 2011 an vorderster Front steht und den Verein zum wiederholten Male ins internationale Geschäft führte. „Das ist ja kein Zufall“, sagt Fritsch.

Große Unterschiede

Wie ungleich gewichtet die fußballerischen Sphären Darmstadt und Freiburg aber noch sind, zeigt nicht nur die Zahl der Vereinsmitglieder (14.000 gegenüber 63.000), sondern auch die Zahl der nominierten Nationalspieler: Während der SC trotz gleich mehrerer verletzter (potentieller) Nationalspieler immerhin sechs SC-Profis in die Länderspielpause entsandte, waren es bei Darmstadt mit Oscar Vilhelmsson (U21 Schweden) und dem in Freiburg aufgewachsenen Klaus Gjasula (Albanien) nur deren zwei. Gjasula, dessen älterer Bruder Jürgen beim Berliner AK spielt, und deren Mutter ihre Söhne einst nach dem Schwarzwaldklinik-Schauspieler Klaus-Jürgen Wussow benannte, kickt seit 2021 für die Lilien.
Wieviel Power der SC gegen den Tabellen-15. der Bundesliga auf den Platz bringen wird, hängt nicht zuletzt von der Fitness der sechs Nationalelf-Rückkehrer ab. Und noch etwas hat SC-Trainer Christian Streich  im Sinn: „Wir hoffen, dass Roland  nach der Länderspielpause vielleicht wieder zur Verfügung steht“, sagte er jüngst. Jener Roland Sallai, dem wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel  nur die Zuschauerrolle blieb, als seine Ungarn nun das EM-Ticket lösten – ein Erfolg, an dem der ungarische Nationalspieler selbst großen Anteil hat. Ob es für den 26-Jährigen allerdings bis Samstag reicht, ist mehr als fraglich. Laut SC-Sprecher Sascha Glunk sei Sallai bislang (Stand: Dienstag) noch nicht wieder im Mannschaftstraining.