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Neues Interdisziplinäres Lungenzentrum am St. Josefskrankenhaus Freiburg

Das Interdisziplinäre Lungenzentrum Freiburg am St. Josefskrankenhaus bündelt Pneumologie, Thoraxchirurgie und Kardiologie unter einem Dach. Von der Früherkennung bis zur Beatmungsentwöhnung profitieren Patientinnen und Patienten von einem starken Netzwerk.

Freiburg hat ein neues Kompetenzzentrum für Lungenerkrankungen: Das Interdisziplinäre Lungenzentrum Freiburg am St. Josefskrankenhaus bündelt ambulante und stationäre Strukturen unter einem Dach. Patientinnen und Patienten profitieren von der Expertise mehrerer Fachdisziplinen – von der Früherkennung über minimalinvasive Eingriffe bis hin zur Beatmungsentwöhnung und Nachsorge.

Die Grundlage dafür legte 2013 der Aufbau der Pneumologie unter der Leitung von Professor Stephan Sorichter, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Infektiologie und Beatmungsmedizin. Seither wurden die Kompetenzen schrittweise erweitert. Kurze Wege und eingespielte interdisziplinäre Teams ermöglichen schnelle Befundzeiten und individuelle Therapiekonzepte.

Pneumologie mit zertifiziertem Weaningzentrum

Die Pneumologie behandelt das gesamte Spektrum des Faches: Atemwegserkrankungen wie Asthma und COPD, Infektionskrankheiten wie Pneumonien und Tuberkulose, Lungenfibrosen sowie die Diagnostik und Früherkennung von Lungenkrebs. Auch schlafmedizinische Fragestellungen werden umfassend betreut.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beatmungstherapie. Das zertifizierte Weaningzentrum begleitet Patientinnen und Patienten nach längerer künstlicher Beatmung zurück zur eigenständigen Atmung. „Die Entwöhnung von der Beatmung ist häufig ein komplexer und langwieriger Prozess“, erklärt Sorichter. „Unser interdisziplinäres Team sorgt mit hoher fachlicher Expertise und individueller Betreuung für bestmögliche Ergebnisse.“

Zum diagnostischen Spektrum zählen Bronchoskopien, Thorakoskopien und Pleurapunktionen. Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit zur schonenden Rippenfellspiegelung bei Pleuraergüssen – ein Verfahren mit besonders hoher diagnostischer Treffsicherheit.

Thoraxchirurgie: schonend und minimalinvasiv

Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie deckt ein breites operatives Spektrum ab: von der Abklärung von Lungenrundherden über die Behandlung von Pleuraergüssen bis hin zu Eingriffen bei Pneumothorax oder Rippenbrüchen. Als zertifiziertes Kompetenzzentrum für minimalinvasive Chirurgie setzt die Klinik überwiegend auf die Video-assistierte Thoraxchirurgie (VATS). „Durch diese Technik werden postoperative Schmerzen deutlich reduziert und die Genesungszeit erheblich verkürzt“, erklärt Thoraxchirurg Nicolas Hümmler. Professor Thorsten Vowinkel, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik, betont die enge Zusammenarbeit mit der Pneumologie: „So können wir für jede Patientin und jeden Patienten optimale und passgenaue Therapiekonzepte entwickeln.“

Innovative Behandlung bei Lungenembolie

Einen weiteren Meilenstein markiert die Einführung der mechanischen Thrombektomie bei schwerer Lungenembolie. Das von Kardiologie-Chefarzt Michael Brunner etablierte Verfahren ermöglicht die gezielte Entfernung von Blutgerinnseln aus den Lungengefäßen mittels Kathetertechnologie – und verbessert die Prognose bei schweren Verläufen signifikant.

Breites Netzwerk

Das Lungenzentrum vereint die Kliniken für Pneumologie, Thoraxchirurgie und Kardiologie mit Radiologie, Onkologie, Nuklearmedizin und Pathologie. Ergänzt wird das Netzwerk durch externe Partner wie die Lungenpraxis & Schlaflabor Freiburg, die Gemeinschaftspraxis für Pathologie Freiburg, das MVZ Clotten Labor und das ambulante Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie.

Weitere Informationen: www.josefskrankenhaus-freiburg.de