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Mit neuen Sitzgelegenheiten und Insektenweiden wird ein Platz in Ebnet zum Begegnungsort

Der neugestaltete Platz in Ebnet lädt zum Verweilen ein. Foto: Heike Schwende

Rund um eine imposante Eiche hat die Stadt mit der Umgestaltung des Elisabeth-von-zur-Mühlen-Platz in Ebnet die erste Grünoase in einem Freiburger Ortsteil geschaffen. Mit Sitzgruppen, Balancierbalken und viel Grün soll der Platz die Bewohner zum Verweilen, Austauschen und Entspannen einladen.

Neu ist der Elisabeth-von-zur-Mühlen-Platz am Hirschenhofweg in Ebnet nicht. Die Eiche in seinem Zentrum steht schon viele Jahre und hat schon etlichen Generationen als Treffpunkt gedient, wie Anwohner berichten. Doch nun wurde der Platz im Rahmen des seit 2024 laufenden Grünoasenprojekts der Stadt Freiburg aufgewertet. Neben locker platzierten Sitzgruppen mit Bänken und Tischen zum Verweilen gibt es auch Balancierbalken, die zur Bewegung einladen. Mit einem Staudenbeet mit insektenfreundlichen Pflanzen und einer Blühwiese soll der Platz zur Artenvielfalt beitragen. Die Gestaltung des Platzes sei mit dem Ortschaftsrat abgestimmt worden, sagt Kathrin Sehl vom Garten- und Tiefbauamt der Stadt. Rund zwei Monate dauerten die Arbeiten, die Gesamtkosten belaufen sich auf 60.000 Euro. Darin inbegriffen sind die Kosten für die Pflege des Grüns für ein Jahr.

Im Rahmen des Grünoasen-Projekts sollten in Freiburg nicht nur neue Grünoasen geschaffen, sondern auch bereits bestehende grüne Plätze nachhaltig verbessert werden, sagte Oberbürgermeister Martin Horn bei der Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag. „In allen Himmelsrichtungen passiert etwas“, fuhr Horn fort und zählte neben der geplanten Grünoase am Zollhallenplatz Baumpflanzungen und Sitzmöglichkeiten für den Platz der Zähringer und den neuen Trinkbrunnen in Waltershofen als Beispiele auf. Bereits umgesetzte Grünoasen-Projekte sind verschiedene Bauminseln in der Innenstadt und neue Bäume im Stadtteil Rieselfeld. Ziel der Kampagne ist es, im ganzen Stadtgebiet klimaangepasste Aufenthaltsorte zu schaffen, mit Grün und schattigen Sitzgelegenheiten.

Gabi Hoferichter, Ortsvorsteherin von Ebnet, freut sich über die neuen Sitzgelegenheiten auf dem Platz. Früher habe es auch schon Bänke rund um die Eiche gegeben, aber dort hätten die Menschen mit dem Rücken zueinander gesessen – „eher etwas, wenn man nicht miteinander reden will“, so Hoferichter.

Schwätzbänkle lädt zu Gesprächen ein

Es habe im Vorfeld auch Bedenken einiger Anwohner gegeben, sagt Hoferichter. Der Platz ist von mehreren Wohnhäusern eingerahmt. „Manche fürchten, es könnte abends zu laut werden.“ Doch die Ortsvorsteherin denkt nicht, dass es zu Problemen kommen wird. In Ebnet gebe es viele andere Orte, die für bis spät feiernde Jugendliche attraktiver seien als der von allen Seiten gut einsehbare Platz. Hoferichter ist zuversichtlich, dass der neugestaltete Platz rund um die alte Eiche, in deren Krone dieses Jahr ein Storchenpaar nistet, von den Ebnetern gut angenommen wird und zu vielen Begegnungen führt. Die Ortsvorsteherin kann sich durchaus vorstellen, künftig die eine oder andere Bürgersprechstunde auf dem Platz abzuhalten. Eine der neuen Bänke ist sogar offiziell das 25. Schwätzbänkle in Freiburg. Anja Schwab, Leiterin des Seniorenbüros Freiburg, hatte das Schwätzbänkle-Schild dabei, das Kathrin Sehl bei der Eröffnungsfeier mit dem Akkuschrauber an der Bank befestigte.

Noch ein weiteres Projekt zur besseren Klimaanpassung sei in Ebnet in Vorbereitung, sagt Hoferichter. Bei der Dreisam-Halle soll ein Trinkbrunnen angebracht werden.