Ein Möbelhausbesitzer verschwindet in einem Labyrinth aus endlosen gelben Räumen. Mit „Backrooms“ hat der erst 20-jährige Regisseur Kane Parsons ein Internet-Meme in einen Kinoerfolg verwandelt. „Backrooms“ gilt als der Horrorfilm des Jahres, der allein am US-Startwochenende rekordverdächtige 81 Millionen Dollar an den Kinokassen einspielte.
Clark weiß nicht, wie er hineingekommen ist. Er weiß nicht, wie er wieder herauskommt. Der Möbelhausbesitzer hat eine mysteriöse Tür entdeckt, die ihn in eine scheinbar endlose Reihe unheimlicher Räume führt. Als er nicht zurückkommt, macht sich seine Therapeutin Mary (Renate Reinsve) auf die Suche nach ihm.
Kahle, verschachtelte Büroflure, endlose beige-gelbe Wände, ein unaufhörliches, unerträglich lautes Surren von Leuchtstoffröhren: Die „Backrooms“ beschreiben eine neue Art von Albtraum, eine menschenleere Parallelwelt sich wiederholender, fensterloser Stockwerke, die die Realität auf den ersten Blick spiegelt und sich ihr doch mit jedem Schritt weiter entzieht. Verstörend verlassen wirken die labyrinthischen Räume, doch allein ist man dort nicht.
Regisseur Kane Parsons verwandelt die Idee einer unberechenbaren Parallelwelt aus seltsam leeren Geschäftsräumen in einen beklemmenden Horror-Thriller. Der 20-Jährige hat zuvor schon eine „The Backrooms“-Serie bei YouTube produziert, die schon mehr als 200 Millionen Mal angeklickt wurde. In den Hauptrollen spielen Chiwetel Ejiofor („12 Years a Slave“) und Renate Reinsve („Sentimental Value“ ), die sich in den Untiefen der unheimlichen Backrooms zu verlieren drohen. In Nebenrollen sind Mark Duplass, Lukita Maxwell, Finn Bennett, Avan Jogia und Robert Bobroczkyi zu sehen.
Der Hype um den Horrorstreifen ist groß: Der Film hat in den USA mit 81 Millionen Dollar ein Rekordergebnis eingebracht, nach nur sechs Tagen in den amerikanischen Kinos wurde die 100-Millionen-Dollar-Marke bereits geknackt – und das bei einem Produktionsbudget von rund zehn Millionen Dollar.


Auf der Suche nach Clark verliert sich Therapeutin Mary (Renate Reinsve) in den Untiefen der unheimlichen Backrooms. Foto: A24