Eine Freiburger Initiative für Seenotrettung erhält prominente Unterstützung aus der eigenen Stadt: Der frühere Bundestrainer und Weltmeistertrainer Jogi Löw unterstützt die zivile Seenotrettungsorganisation SOS Humanity und ihr neues Rettungsschiff Humanity 2. Im Rahmen der Kampagne „Spende Menschlichkeit“ setzt er ein öffentliches Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer und ruft zu Spenden für das Schiff auf.
Als ehemaliger Bundestrainer und Weltmeister von 2014 ist Löw eine der prägenden Figuren des deutschen Fußballs; vor diesem Hintergrund erklärt er: „Der Fußball erreicht sehr viele Menschen und lebt von Vielfalt. Wenn ich meine Stimme nutzen kann, damit ein neues Schiff Menschen vor dem Ertrinken rettet, dann will ich dazu meinen Beitrag leisten.“ SOS Humanity ist seit fast zehn Jahren im zentralen Mittelmeer im Einsatz und hat in dieser Zeit knapp 40.000 Menschen aus Seenot gerettet. Ab 2026 soll das neue Segelschiff Humanity 2 vor allem auf einer besonders gefährlichen Route vor der tunesischen Küste eingesetzt werden.
Für Joachim Löw steht der humanitäre Aspekt im Zentrum seines Engagements. „Für mich ist klar: Menschen dürfen im Mittelmeer nicht sterben, weil sie Schutz vor Krieg, Gewalt oder Armut suchen. Man lässt Menschen nicht ertrinken,” sagt Löw. “Deshalb ist mir das neue Rettungsschiff von SOS Humanity persönlich sehr wichtig. Ich wünsche mir, dass wir mit möglichst vielen Menschen das neue Rettungsschiff in den Einsatz schicken.“
Die beiden gebürtigen Freiburgerinnen Paula Gaess und Marie Banck sowie Linda Rochlitzer, die in Freiburg studiert hat, haben das Projekt gemeinsam ins Leben gerufen und zusammen mit SOS Humanity vorangetrieben. Alle drei sind seit vielen Jahren in der zivilen Seenotrettung aktiv und bringen ihre gesammelte Erfahrung nun in die Humanity 2 ein.
„Die Situation auf dem Mittelmeer verliert zunehmend an Aufmerksamkeit“, sagt Initiatorin Paula Gaess. „Als Freiburgerin und SC-Fan seit meiner Kindheit bedeutet es mir sehr viel, dass gerade Joachim Löw dieses Projekt unterstützt und das Thema wieder ins Zentrum der Öffentlichkeit rückt. Humanity 2 ist aus einer Freiburger Initiative heraus entstanden. Freiburg steht für Engagement und Solidarität, und mit der Humanity 2 wollen wir, dass sich genau diese Haltung auch auf dem Mittelmeer zeigt.“
Humanity 2 ist ein 24 Meter langer Motorsegler mit eigener Bordklinik, der mehr als 100 gerettete Menschen aufnehmen kann. Neben Joachim Löw engagieren sich bereits zahlreiche bekannte Persönlichkeiten: Unter anderem unterstützen Heike Makatsch, Ulrike Folkerts, Bjarne Mädel, Merlin Sandmeyer, Meret Becker, Hans Jochen Wagner, die Beginner, Milky Chance, SOFFIE und viele weitere die Kampagne.


Jogi Löw unterstützt Kampagne für neues Rettungsschiff im Mittelmeer. Foto: Kathrin Rohrer/ SOS Humanity