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Finale! Freiburg trifft in Istanbul auf Aston Villa

Der SC Freiburg hat das Finale der Europa League erreicht. Foto: Detlef BergerDer SC Freiburg hat das Finale der Europa League erreicht. Foto: Detlef Berger

Breisgauer Fußball-Wahnsinn: Der SC Freiburg steht im Europa-League-Finale! Das Halbfinal-Rückspiel gegen Sporting Braga gewann Freiburg mit 3:1 (2:0). Nach einer Notbremse spielten die Hausherren 85 Minuten lang in Überzahl.

Magische Europapokal-Nacht im Europa-Park Stadion: Der SC Freiburg schafft nach dem 1:2 im Hinspiel die Wende gegen Braga und gewinnt 3:1 (2:0). Als letzter verbliebener Bundesligaverein in Europa nach dem Champions-League-Aus der Bayern stehen die Südbadener damit erstmals überhaupt in einem europäischen Finale. Am 20. Mai trifft der SC im Endspiel von Istanbul auf Premier-League-Vertreter Aston Villa.

Europapokalatmosphäre vom Feinsten herrschte am Donnerstag im Europa-Park Stadion. Foto: Berger

Schon früh im Spiel schlug das Pendel zugunsten der Freiburger aus: In der 6. Minute sah Mario Dorgeles die Rote Karte für eine Notbremse an Niklas Beste. Beste lief allein aufs Tor zu, kreuzte Dorgeles Laufweg und wurde von diesem kurz vor dem Strafraum gestoppt. Der italienische Schiedsrichter Davide Massa zückte sofort Rot.

Dann die wichtige Freiburger Führung vor 33.700 Zuschauern im Flutlichtspiel: Lukas Kübler rauschte mit einer Willensleistung in den portugiesischen Strafraum und versenkte den Ball im Tor (19.). Die Gäste aus Braga waren plötzlich im Hintertreffen, während der SC die tonangebende Mannschaft war. Klare Chancen der Freiburger blieben jedoch aus. Bis zur 41. Spielminute – und einem Geniestreich von SC-Shootingstar Johan Manzambi: Aus rund 20 Metern Entfernung traf der Schweizer A-Nationalspieler unhaltbar für Braga-Keeper Lucas Hornicek ins rechte Toreck.

Kurz vor der Pause wurde es nochmal brandgefährlich vor dem SC-Tor: Nur der Pfosten und eine Rettungstat von Verteidiger Philipp Treu bewahrten die Schuster-Elf vor dem Anschlusstreffer der Portugiesen.

Freiburger Chancen im Minutentakt

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatte Vincenzo Grifo das 3:0 auf dem Fuß. Doch der SC-Rekordtorschütze legte die Kugel knapp am Tor vorbei (47.). Auch Matthias Ginter fasste sich in der 49. Minute ein Herz und platzierte den Ball per satter Direktabnahme knapp neben den Kasten. In der 52. Minute scheiterte schließlich Manzambi an Hornicek und Grifo verfehlte erneut aus der Distanz das Gästetor (54.). Und in der 69. Minute schrammte Matthias Ginter bei einer Freiburger Ecke haarscharf am Torerfolg vorbei.

In der 72. Minute dann das erlösende 3:0: Eine Grifo-Freistoßflanke köpfte Lukas Kübler mustergültig mit seinem zweiten Tor des Abends mitten ins Herz der Portugiesen. Die aber gaben sich nicht geschlagen und verkürzten durch Paul Victor (78.). Braga warf alles nach vorne. In der 88. und 89. Minute rettete zweimal Freiburg-Keeper Noah Atubolu jeweils zur Ecke für die Gäste. Die vierminütige Nachspielzeit überstand der SC unbeschadet, auch dank einer erneuten Parade von Atubolu – dann pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Die Fans der Nordtribüne hielt es nicht mehr auf den Rängen und stürmten den Platz.

Im zweiten, rein englischen Halbfinale des Abends setzte sich Aston Villa nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel gegen Nottingham Forrest durch: 4:0 lautete der Endstand.

Finale, wir kommen! Johan Manzambi (li.) und Bruno Ogbus. Foto: Detlef Berger
Freiburger Ekstase auf dem Rasen im Europa-Park Stadion. Foto: Joers
Nach Abpfiff stürmten die Fans dem Platz. Foto: Joers
Europapokal-Wahnsinn in Freiburg. Foto: Detlef Berger