Publikumslieblinge der letzten zwölf Monate, Klassiker oder Premieren: Vom 25. Juni bis 5. September wird der lauschige Innenhof des Schwarzen Klosters wieder zum Treffpunkt für Filmfans. Auf was sich die Besucher beim Sommernachts-Kino in diesem Jahr freuen dürfen, verrät Veranstalter Ludwig Ammann im Gespräch mit Saskia Schuh.
Herr Ammann, was erwartet die Besucher beim Sommernachtskino?
Ludwig Ammann: Wie jedes Jahr zeigen wir die besten Filme der vergangenen zwölf Monate. Die besten heißen für uns: Jene, die von den Menschen am meisten gesehen wurden – Filme, bei denen man sagt: Da muss ich hin, und am besten gleich noch ein zweites Mal. Dazu kommen einige ausgewählte Premieren wie „H wie Habicht“ oder „Bitteres Fest“ von Pedro Almodóvar. Außerdem gibt es wieder klasse Klassiker. Wenn uns Pedro Almodóvar mit einem neuen Film beglückt, zeigen wir auch eine Reihe seiner Klassiker – etwa „Alles über meine Mutter“, „Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs“ oder „Volver“.
Welche Highlights gibt es – worauf freuen Sie sich persönlich?
Ammann: Schon zum Auftakt bringen wir ein paar echte Highlights. Zur Eröffnung zeigen wir „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ – ein Film, der bei uns schon fast ein halbes Jahr läuft, einer dieser Titel, den einfach alle sehen wollen. Wir zeigen beispielsweise auch das Bob-Dylan-Biopic „Like a Complete Unknown“ mit Timothée Chalamet: Definitiv einer meiner Lieblingsfilme der vergangenen zwölf Monate. Da habe ich zum ersten Mal verstanden, was für ein außergewöhnlich guter Schauspieler er ist, der alles kann: singen, Gitarre spielen und schauspielern. Das war großartig. Und dann haben wir natürlich noch die Freiburger Reisedoku „Same Sun“ mit Wiebke Lühmann – die ist bereits ausverkauft. Solche Filme kommen extrem gut an. Wir spielen jetzt wahrscheinlich auch schon zum dritten Mal im Sommernachtskino den Freiburger Film „Fitness California“.
Letztes Jahr haben Sie knapp die 15.000 Besucher verfehlt. Könnte es dieses Jahr klappen?
Ammann: Wir haben jedes Jahr die gleiche Zahl an Tagen und sind damit schon sehr an der Kapazitätsgrenze. Es hängt mit anderen Worten ausschließlich vom Wetter ab. Wir haben rund 80 Vorstellungen. Wenn es ein Bilderbuchsommer wird, können wir die 15.000 knacken. Wenn es wieder zwei Phasen mit schlechterem Wetter gibt wie im letzten Jahr, dann eben nicht.
Die Freiburger gelten als schlechtwettererprobt, oder?
Ammann: Zur Hälfte. Es gibt Leute, die dann stornieren – das lassen wir zu, wenn es feucht oder kühl ist. Da wird fleißig storniert, und selbst bei eigentlich ausverkauften Vorstellungen bleiben am Ende manchmal nur noch 30 Leute übrig.
Das Sommernachts-Kino läuft teilweise parallel zur Fußball-WM…
Ammann: Ja, wir fangen an, wenn sich die WM gerade erst warm läuft. Ich spüre allerdings keine große Begeisterung, nicht dieses Gefühl von: Man muss dabei gewesen sein. Die Spielzeiten sind für viele auch schwierig. Das dürfte insgesamt gedämpfter sein als sonst. Was mich in Bezug auf das Sommernachts-Kino sehr freut: Wir sind dieses Jahr besonders früh in den Online-Verkauf gestartet, und das zahlt sich aus. Man merkt, dass die Leute darauf warten und sich direkt Tickets sichern.
Das ausführliche Programm und Tickets gibt es unter sommernachts-kino.de.




Filmhighlights unter Sternen: Das Open-Air-Kino bietet wieder ein abwechslungsreiches Programm Foto: Veranstalter