Einen Abend mit vielen Lachern und voller persönlicher Anekdoten erlebten die Besucher bei „Nachgefragt“ am Freitagabend im Rotteck-Gymnasium. Zu Gast war kein Geringerer als Comedy-Star Max Giermann, der in Freiburg aufgewachsen ist und mittlerweile wieder hier wohnt. Der plauderte gut gelaunt zwei Stunden lang mit den Schülern Ida Wülfert und Neo Ulmann über Kunst, Comedy, seine Rückkehr nach Freiburg und mehr.
Die Idee für seinen eigenen Wein, den er mit dem Winzer Thomas Walz aus Heitersheim produziert, entstand „aus einer Bierlaune heraus in einer Kneipe“ – dafür war er öfter in der Region. „Das wahnsinnig schöne Umland habe ich anders wahrgenommen als früher.“ Mittlerweile ist Freiburg wieder seine Heimat, „hier ist die Welt noch ein bisschen in Ordnung.“
Ab 14. Mai ist er wieder bei der Erfolgsshow „LOL“ bei Amazon Prime zu sehen. „Es ist toll, dass man da alles machen kann, was man will. Es sind wirklich sechs Stunden, in denen man zusammen ist und nicht lachen darf, da ist nichts gescripted. Es macht total Spaß, ist aber auch schwer, denn als Comedian ist das Lachen ja eigentlich meine Belohnung. Da fragt man sich schon: ist es völlig unlustig? Früher hat mich das oft wahnsinnig nervös gemacht, mittlerweile kann ich besser mit dem Scheitern umgehen.“ Im Gegensatz dazu sei es ihm bei seinen Kunstwerken – Giermanns neue Leidenschaft – „ein bisschen egal, was andere darüber denken.“
Beim spontanen Malen mit den Schülern seiner Version Freiburgs entsteht ein Bild tanzender Freiburger. Parodien von Klaus Kinski, Stefan Raab oder Markus Lanz haben ihn bekannt gemacht. Die gibt er an diesem Abend auch zum Besten und sorgt damit für Lacher und Applaus beim Publikum. Übrigens, um das einzustudieren, nimmt sich der Comedian sechs Wochen Zeit, damit es auf der Bühne später locker wirkt.


Max Giermann nahm sich natürlich Zeit für einen Schnappschuss mit dem Moderatoren-Duo Ida Wülfert und Neo Ulmann. Foto: Thomas Kunz