Der Wahlausschuss in Freiburg hat entschieden: Neun Kandidaten dürfen bei der Oberbürgermeisterwahl antreten. Die Wahlzettel gehen noch in dieser Woche in den Druck.
Am Montagabend ist die Bewerbungsfrist für die Oberbürgermeisterwahl am 26. April in Freiburg abgelaufen. Am Dienstag hat der Gemeindewahlausschuss in seiner ersten Sitzung über die gültigen und ungültigen Bewerbungsunterlagen entschieden.
13 Bewerbungen gingen fristgerecht ein, eine davon wurde am 30. März aus gesundheitlichen Gründen zurückgenommen. Drei weitere Bewerberinnen und Bewerber – darunter Vinzenz Bothe von der Werteunion – schafften es nicht, bis zum Ende der Bewerbungsfrist die notwendigen 250 Unterstützer Unterschriften vorzulegen. Der Wahlausschuss unter dem Vorsitz von Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag (parteilos und ab 1. April Erster Bürgermeister) hat diese drei Bewerbungen am Dienstagnachmittag dementsprechend abgelehnt. Die abgelehnten Kandidaten haben nun einen Monat Zeit, Widerspruch gegen diese Entscheidung einzulegen. Dies habe ich aber keine aufschiebende Wirkung, so Wahlamtsleiter Michael Haußmann.

Am Dienstag hat der Wahlausschuss auch ausgelost, in welcher Reihenfolge die Namen der sieben Kandidatinnen und Kandidaten auf dem Wahlzettel stehen werden, die ihre Bewerbungsunterlagen bereits am ersten Tag der Frist abgegeben hatten. An erster Stelle auf dem Wahlzettel wird demnach der parteilose ehemalige Freiburger Stadtrat Florian Braune stehen. An zweiter Stelle Amtsinhaber Martin Horn (parteilos) vor dem bis dahin unbekannten Freiburger Studenten Wim Kölker, dem parteilosen Unternehmer Achim Wiehle, der von der CDU unterstützt wird, und Monika Stein, die auf Rang fünf steht und unter anderem von den Grünen und der Linken Liste in Freiburg unterstützt wird. Der Freiburger Lehrer Dejan Mihailovic steht auf Platz sechs der Liste, auf Platz sieben folgt der Spaßkandidat Claudio Probst von der „Anarchistische Pogo Partei“. Martin Borgmann von der Satiregruppe Die Partei, der seine Bewerbung erst später abgegeben hatte, steht auf Platz acht der Liste. Und AfD-Stadtrat Karl Schwarz, der seine Bewerbungsunterlagen in der vergangenen Woche eingereicht hat, steht auf Platz neun.
Michael Haußmann kündigte am Dienstag im Anschluss an die Ausschusssitzung an, dass die Wahlzettel noch im Lauf der Woche in den Druck gehen sollen. 17.000 Wahlberechtigte in Freiburg hätten bereits Briefwahlunterlagen beantragt. Diese würden spätestens ab dem kommenden Dienstag verschickt werden. Insgesamt sind in Freiburg rund 175.000 Menschen wahlberechtigt. Die offizielle Kandidatenvorstellung in Freiburger Konzerthaus findet am 15. April um 19:30 Uhr statt. Sollte im ersten Wahlgang am 26. April niemand eine absolute Mehrheit erringen, findet drei Wochen später eine Stichwahl unter den zwei Bestplatzierten statt.
Bernd Peters


Neun aus 13: Jetzt steht offiziell fest, welche Kandidierende im Rennen um den Rathaus-Chefposten zugelassen sind. Foto: Joers