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So sieht es auf der Baustelle für Freiburgs neuen Stadtteil Dietenbach aus

Dietenbach RundgangDie Dietenbach-Baustelle mit den Auen am rechten Bildrand. Foto: Maximo-Hans Musielik

Beim ersten von mehreren geplanten Dietenbach-Spaziergängen gaben die städtischen Planer Einblicke in den Baufortschritt des neuen Stadtteils. Vor allem zur Verkehrsführung stellten die Teilnehmer viele Fragen.

Rund einen Monat nach dem Vermarktungsstart lud die Stadtverwaltung zu einem Info-Spaziergang ins Dietenbach-Gebiet ein. Dort, wo eines Tages rund 16.000 Menschen in 6.900 Wohnungen leben und 1.700 Schüler den neuen Schulcampus besuchen sollen, ist heute noch viel Fantasie gefordert, um sich all das vorzustellen. Zum Beispiel der Quartiersplatz des ersten Bauabschnitts mit dem Quartiershaus in Holzbauweise und der daran angegliedeten Kita: „Das hier wird der Nukleus. Von hier wird sich das soziale und kulturelle Leben entwickeln“, sagt Mario Pfau, Leiter der Projektgruppe Dietenbach, in die Runde der Zuhörer.

Das Interesse der Bürger am neuen Stadtteil sei groß, so die Stadtverwaltung. Zur Auftaktveranstaltung für den Vermarktungsstart Ende Februar seien über 300 Menschen gekommen. „Wir brauchen aber Menschen, die nicht nur mitspazieren, sondern die mitbauen“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn. Auch die rund 15 Teilnehmer, darunter ein, zwei Bauwillige, stellen fleißig Fragen. Zum Beispiel, ob die Verlängerung der Straßenbahntrasse nach Lehen vom Tisch sei? Pfau sagt, es gebe eine Vorhaltetrasse dafür, geplant sei die Verlängerung aber derzeit nicht. Auch wie viele Stellplätze es im neuen Stadtteil geben werde, fragt ein Teilnehmer. Gemäß dem geplanten Stellplatzschlüssel von 0,5 pro Wohnung seien es 3.500. Tatsächlich, so Mario Pfau, werden es aber insgesamt 4.300 Stellplätze, damit auch Gewerbetreibende, Handwerker, Pflegekräfte oder Carsharing-Nutzer parken könnten. Dauerhaft geht das aber nur in einer der zwölf Quartiersgaragen. „Im Straßenraum selbst wird man nur kurz halten dürfen, etwa zum Be- und Entladen“, so Pfau.

Noch lassen sich die künftigen Straßen, Plätze und Wege allenfalls erahnen. Die Besucher des Spaziergangs bewegen sich auf rund zwei Meter hohen Dämmen, deren Aufschüttung wegen des Grundwassers notwendig ist. Auch an den Dietenbach-Auen führt der Rundgang entlang, eines von mehreren Naherholungsgebieten mit dem namensgebenden Bach des Stadtteils. „Es wird aber nicht so sein, dass man dort an allen Stellen an den Bach kommen kann. Der Grund dafür ist der Gewässerschutz“, sagt Pfau. Das Konzept hierfür werde aktuell erstellt.

Bis die ersten Bewohner in den neuen Stadtteil ziehen werden, vergeht noch etwas Zeit. 2028 soll der Häuserbau beginnen. Wichtige Gebäude wie der Schulcampus, dessen Baustart für Anfang 2027 vorgesehen ist, starten gleichwohl schon davor. Es wird also noch viel zu sehen geben bei den kommenden Spaziergängen (der nächste Termin findet am 12. Mai statt – Anmeldung unter freiburg.de/dietenbach).

Projektleiter Mario Pfau erläutert das Bauvorhaben bei einem Rundgang. Foto: Joers