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Festung Freiburg am Ende nicht eisern genug beim 0:1 gegen Union Berlin

SC Freiburg UnionTrotz einiger Möglichkeiten fehlte es dem SC Freiburg gegen Union Berlin an der Durchschlagskraft. Foto: Detlef Berger

Der in dieser Saison so heimstarke SC Freiburg hat am Sonntag sein Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin knapp mit 0:1 verloren. Vor 33.200 Zuschauern im Europa-Park-Stadion kontrollierten die Breisgauer über weite Strecken das Spiel, mussten am Ende jedoch einen späten Nackenschlag durch einen Ex-Freiburger hinnehmen.

Nach 16 Spielen ohne Niederlage im eigenen Stadion musste sich der SC Freiburg am Sonntag gegen Union Berlin geschlagen geben. Die Partie begann mit viel Intensität und zahlreichen Zweikämpfen im Mittelfeld. Freiburg versuchte früh, über Ballbesitz und kontrolliertes Aufbauspiel das Kommando zu übernehmen. Unter anderem Cyriaque Irie (15.) und der agile Derry Scherhant (22.) verpassten die Chance zur Freiburger Führung. Union verteidigte kompakt und lauerte vor allem auf Umschaltmomente.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielbild: Freiburg hatte mehr Ballbesitz, während der 1. FC Union Berlin defensiv stabil stand und auf einzelne Konter setzte. Eine gute Freistoßchance in zentraler Position brachte Scherhant nicht auf das Tor der Gäste (52). In der 69. Minute parierte SC-Keeper Noah Atubolu souverän gegen den eingewechselten Axel Král. Kurz darauf rauschten SC-Angreifer Igor Matanovic und Berlins Doekhi bei einem Luftduell mit den Köpfen aneinander. Erst nach einer mehrminütigen Behandlungspause ging es für beide weiter.

Ex-Freiburger Jeong trifft spät, Beste scheitert an Raab

Als vieles bereits auf ein torloses Unentschieden hindeutete, schlugen die Berliner in der Nachspielzeit zu. Der eingewechselte Wooyeong Jeong – von 2019 bis 2023 bei den Breisgauern unter Vertrag – erzielte in der 92. Minute das entscheidende Tor zum 0:1 und sorgte damit für große Ernüchterung im Europa-Park-Stadion. Niklas Beste hatte in der zehnten Minute der 14-minütigen Nachspielzeit noch eine Großchance zum 1:1-Ausgleich – doch Unions Torhüter Raab parierte sehenswert. Für Freiburg blieb trotz engagierter Schlussphase keine Zeit mehr für eine Antwort.

Damit kassieren die Breisgauer eine bittere Heimniederlage – vor allem, weil es der Mannschaft über weite Strecken an der letzten Konsequenz im Abschluss fehlte. Die nächste Chance, es vor dem eigenen Publikum besser zu machen, hat der SC am Donnerstag: Dann bestreiten die Breisgauer nach der schmeichelhaften 0:1-Niederlage im Hinspiel das Achtelfinal-Rückspiel der Europa League gegen den KRC Genk (18.45 / RTL+).