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Anklage gegen Freiburger Bestatter, der Toten das Zahngold gestohlen haben soll

Friedhof FreiburgEinsegnungshalle des Freiburger Hauptfriedhofs: Ein früherer Mitarbeiter des städtischen Friedhofs steht wegen gruseliger Vorwürfe nun vor Gericht. Foto: Joers

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat beim Amtsgericht Freiburg Anklage gegen einen ehemaligen Bestatter des Eigenbetriebs Friedhöfe der Stadt Freiburg erhoben. Mit angeklagt sind auch dessen Ehefrau sowie ein Juwelier aus Waldkirch. Das teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Tatzeitraum von zehn JahrenDer Bestatter soll seit mindestens 2013 Zahngold und Schmuck von Verstorbenen gestohlen und verkauft haben. Konkret wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, zwischen September 2019 und September 2024 in mindestens 250 Fällen Verwahrungsbruch in Tateinheit mit Störung der Totenruhe begangen zu haben, teils in Tateinheit mit Diebstahl und Geldwäsche in 50 beziehungsweise 21 Fällen. Zwischen 2013 und 2024 seien über acht Kilogramm Zahngold und mehr als 360 Gramm Goldschmuck im Wert von knapp 250.000 Euro verwertet worden.

Die Ehefrau soll Beihilfe geleistet und in 17 Fällen Geldwäsche begangen haben. Sie soll für den Verkauf der Beute verantwortlich gewesen sein. Dem Juwelier wird Geldwäsche in zehn Fällen vorgeworfen. Außerdem wird dem Bestatter in zwei Fällen die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen vorgeworfen. So soll er Fotos eines Mordopfers angefertigt und verbreitet haben.