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Freiburger Standesamt zieht Bilanz für 2025: Das waren die beliebtesten Babynamen und kuriosesten Trauungen

Bei den Geburten gab es auch 2025 keinen Rekord. Mit 5.600 gab es aber ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr.Bei den Geburten gab es auch 2025 keinen Rekord. in Freiburg Mit 5.600 gab es aber ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Foto: stock.adobe.com

Ein Brautpaar kam mit dem Lastenrad zur Trauung, die Eltern eines anderen brachten einen großen Teppich mit, auf dem sich das Ja-Wort gegeben wurde, und ein Baby hatte es eilig und kam einen Tag vor der Hochzeit zur Welt. Das Freiburger Standesamt hat seine Bilanz für 2025 vorgestellt – da durften die beliebtesten Babynamen und kuriosesten Trauungen nicht fehlen.

„Geburten und Trauungen bewegen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs – hier gibt es nur leichte Schwankungen. Aufgefallen ist uns aber die Heiratslust der älteren Semester“, verriet Standesamtsleiterin Dominique Kratzer beim Pressetermin am vergangenen Freitag.

Bei den Geburten gab es auch 2025 keinen Rekord. Die 6.000er-Marke wurde seit 2021 nicht mehr überschritten. Mit 5.600 gab es ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr (5.511). Auch dieses Mal erblickten mehr Jungen (2.856) als Mädchen (2.742) das Licht der Welt. Der „Geburtstag des Jahres“ fiel in den Frühherbst: Am 5. September wurden 26 Kinder in den Freiburger Kreißsälen geboren.

Die Statistik liefert auch kuriose Zufälle: Ein Kind kam am 12.12. um 21.21 Uhr auf die Welt, ein anderes wurde am 7.03 um genau 7.03 Uhr geboren. Bei dieser Familie passen die Daten perfekt zusammen: Die Eltern heirateten an einem 20. März, Geburtstag haben sie am 20. April und am 20. Mai und ihr Kind kam am 20. Juni auf die Welt. Drei Tage in Folge feiern kann eine andere Familie: Die Eltern sind am 5. und 6. August geboren, ihr Kind am 7. August. Bei einem Paar hatte es der Nachwuchs eilig und kam einen Tag vor der Hochzeit zur Welt.

Kreative Babynamen: Von Aura und Lumi bis hin zu Everett

2025 haben sich 1.017 Paare das Ja-Wort gegeben, etwas weniger als im Vorjahr (1.032). Auch hier sind dem Team vom Standesamt kuriose Momente in Erinnerung geblieben. „Ein Paar kam mit dem Rad zur Trauung, sie saß vorne im Lastenrad, er fuhr. Und auch die Gästeschar war mit Rädern unterwegs“, erzählte Bettina Zipfel, stellvertretende Leiterin des Standesamts. Die Eltern eines anderen Paares, das aus Italien stammt, legten einen großen Teppich im Trauzimmer aus. Denn das soll Glück bringen, wenn man sich darauf das Ja-Wort gibt. Ein Paar mit vielen Tattoos ließ sich auch die Ringe tätowieren, und an einem Freitag, den 13. hatte ein Trauzeuge tatsächlich Pech. Er fuhr einen Reifen an einem Bordstein platt, hatte es zu Fuß aber zum Glück nicht weit bis zum Rathaus.

Sehr heiratslustig waren die älteren Semester: 18 Frischvermählte waren über 70 Jahre alt (2024: 7); und sechs Eheleute über 80 (2024: 1). „Seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1977 hatten wir noch nie diesen hohen Wert bei den Senioren“, so Bettina Zipfel. Der größte Altersunterschied lag bei 35 Jahren: er war 83 Jahre alt und sie 48.

Bei den beliebtesten Babynamen ist Sophia wieder der Spitzenreiter der Hitliste – von 2022 bis 2025 war sie nur einmal nicht auf Platz eins. Auf Platz zwei liegt Emilia, gefolgt von Lilly. Neu in der Liste der beliebtesten Mädchennamen sind unter anderem Charlotte, Tilda, Elisa und Luna. Bei den Jungs ist Matteo der neue Spitzenreiter und löst damit Noah ab, der auf Platz 2 landet, gefolgt von Jakob. Neu dazugekommen sind unter anderem Toni, Valentin und Moritz.

Bei den Babynamen waren einige aber auch wieder kreativ. „Die Bedeutung spielt für viele Eltern eine wichtige Rolle“, so Laura Tritschler vom Standesamt. Sie nannten ihren Nachwuchs beispielsweise „Peri“ (engelartige Fabelwesen aus der persischen Mythologie) oder „Aura“ (griechische Göttin des Windes). Auch die finnischen Namen „Auri“ (goldene Morgenröte) oder „Lumi“ (Schnee) wurden vergeben – so wie der der Name „Everett“, altenglisch für „tapferes Wildschwein“. Eltern ließen sich auch von Literatur inspirieren. „Atréju“ stammt aus „Die unendliche Geschichte“, aus dem Nigerianischen kommt „Ayomide“ (Meine Freude ist angekommen).