Die Stadt Freiburg hat mit dem Versand der Wahlbenachrichtungen für die Landtagswahl am 8. März begonnen. Vom Briefzentrum der Deutschen Post in Hochdorf werden die Briefe ab Samstag in die einzelnen Haushalte zugestellt.
161.842 Wahlberechtige aus Freiburg dürfen an der Landtagswahl am 8. März 2026 teilnehmen. Die Grenze von zwei Wahlkreisen verläuft dabei mitten durch die Stadt: 112.641 Wahlberechtige sind es im westlichen Teil der Stadt, der dem Wahlkreis 47 Freiburg II – und weitere 49.201 Wahlberechtige im östlichen Teil Freiburg, aus dem Wahlkreis 46 Freiburg I.
Alle diese Menschen erhalten ab Samstag Post. Im Briefzentrum der Deutschen Post begann am Freitag der Versand Wahlbenachrichtungen. „Anders als bei der Bundestagswahl haben wir bei der Landtagswahl business as usual“, sagt Freiburgs Wahlamtsleiter Michael Haußmann. „Eigentlich ist nichts groß anders als sonst – außer dass wir diesmal mehr Wahlberechtigte haben.“ Das liege zum einen daran, das Freiburgs Einwohnerzahl weiter wächst und zudem erstmals auch die 16- und 17-Jährigen zur Wahl aufgerufen sind.
Angesichts der seit Jahren steigenden Briefwahlzahlen setzt die Stadt auf eine weitgehend ausgelagerte, professionelle Abwicklung. Ein Dienstleister hat die Briefe im Vorfeld gedruckt und mit einem Umschlag versehen. Der LKW mit der rund 1,5 Tonnen schweren Last kam am Freitag im Briefzentrum der Deutschen Post in Hochdorf an, wo die Briefe direkt für den Versand vorbereitet wurden. „Inzwischen haben wir so viel Briefwahl, dass das einfach professionell und schnell laufen muss“, sagt Haußmann.
40.000 Briefe pro Stunde könne eine der vier Sortiermaschinen im Briefzentrum verarbeiten, berichtet Adrian Becker, Leiter der Briefzentren in Freiburg und Offenburg. Am Samstag startet die Verteilung, spätestens am Montag sollte jeder sein Brief im Briefkasten haben, so Becker.
Damit danach alles reibungslos klappt, könnten auch die Wählerinnen und Wähler helfen, „indem sie ihre Briefwahlunterlagen zügig auf den Weg bringen“, so Becker. Am einfachsten geht das mit dem auf der Wahlbenachrichtung abgedruckten QR-Code. „Den fotografiert man mit dem Handy und dann kommt man auf einen vorausgefüllten Briefwahlantrag. Man muss nur wenig ausfüllen und auf Absenden klicken – schon ist der Antrag im System“, erklärt Wahlamtsleiter Haußmann. Wer mit QR-Codes nichts anfangen kann, kann die Daten der Wahlbenachrichtigung auch manuell im Online-Formular eingeben oder ganz klassisch schriftlich oder persönlich im Briefwahlbüro den Antrag stellen. Ab dem 9. Februar verschickt die Stadt die Briefwahlunterlagen.

Die Landtagswahl ist um Übrigen nicht die einzige größere Abstimmung in Freiburg in diesem Jahr. Am 26. April steht die Oberbürgermeisterwahl an, ein möglicher zweiter Wahlgang ist für den 17. Mai vorgesehen. Auch bei der OB-Wahl wird es das bewährte System mit der Briefwahl geben. Die Wahlbenachrichtigungen dafür sollen Ende März verschickt werden, wenn die Landtagswahl abgeschlossen ist. „Wir haben da nichts, was sich für die Bevölkerung nach außen hin überschneidet“, so Haußmann.
Info: Wer die Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann per QR-Code auf der Wahlbenachrichtung oder online unter www.freiburg.de/briefwahl, oder schriftlich die Briefwahlunterlagen beantragen. Von Montag, 9. Februar bis Freitag vor der Wahl, 6. März 2026, 15 Uhr, kann die Briefwahl auch persönlich vor Ort im Briefwahlbüro in der Berliner Allee 1 (Erdgeschoss, Telekom-Gebäude / Raum E11) beantragt werden. Öffnungszeiten des Wahlbüros: Mo, Mi, Fr 8.30 – 15 Uhr sowie Di. und Do. 10 -18 Uhr. Ab dem 9. Februar beginnt der Versand der Briefwahlunterlagen.


Adrian Becker, Leiter des Briefzentrums in Freiburg-Hochdorf, mit den Wahlbenachrichtungen der Stadt Freiburg für die Landtagswahl am 8. März. Foto: Joers