Das Spiel des SC Freiburg gegen Maccabi Tel Aviv im Europa-Park-Stadion wurde von massiven Sicherheitsvorkehrungen begleitet. Große Zwischenfälle gab es aber laut Polizeiangaben so gut wie keine. Auch die Stadt zeigte sich zufrieden mit dem Einsatz.
Nach der Europa League-Begegnung zwischen dem SC Freiburg und Maccabi Tel Aviv am Donnerstagabend hat das Polizeipräsidium Freiburg eine positive Bilanz gezogen. Die Veranstaltung sei nach „derzeitigem Kenntnisstand friedlich und weitgehend störungsfrei“ verlaufen, so die Freiburger Polizei in einem Statement am späten Donnerstagabend.
„Der Einsatz war geprägt von einer sehr guten Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Polizei, Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienste sowie unsere weiteren Partner haben hochprofessionell und abgestimmt gehandelt. Diese funktionierende Kooperation war die Grundlage dafür, dass wir die Lage jederzeit sicher beherrschen und einen ruhigen Einsatzverlauf gewährleisten konnten“, sagte Polizeivizepräsident Uwe Oldenburg, der den Einsatz geleitet hatte.
Allein am Donnerstag waren laut Polizeiangaben rund 2.300 Einsatzkräfte beteiligt. Das Polizeipräsidium Freiburg wurde dabei von Kräften aus Baden-Württemberg sowie aus den benachbarten Bundesländern unterstützt. Auch die Bundespolizei war mit starken Kräften im Einsatz. Unter anderem kamen Drohnen, ein Polizeihubschrauber sowie die Polizei-Reiterstaffel zum Einsatz. Das städtische Amt für Brand- und Katastrophenschutz hatte zudem mobile Zufahrtssperren rund um das Stadionareal aufgestellt. „Die akribische Vorbereitung der Sicherheitsbehörden gemeinsam mit der Stadt waren wichtig, um für
verschiedene Szenarien vorbereitet und einsatzfähig zu sein“, sagte Freiburgs Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter. Über 700 Einsatzkräfte von Feuerwehren und ehrenamtlichen Organisationen seien im Einsatz gewesen. Wie für die Polizei sei es auch für das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der größte Einsatz seit dem Papstbesuch 2011 in Freiburg gewesen.
Im Zuge der Veranstaltung kam es laut Polizei „zu einzelnen, überschaubaren Vorkommnissen“, darunter mehrere Sachbeschädigungen in Form von Farbschmierereien. Schwerwiegende sicherheitsrelevante Störungen sei ausgeblieben, so die Polizei. Zwei angemeldete Demonstrations-Versammlungen im Stadtgebiet mit jeweils rund 650 Teilnehmern seien „nach derzeitigem Kenntnisstand friedlich und weitgehend störungsfrei“ verlaufen, so die Polizei.
Für Unmut unter vielen Stadionbesuchern sorgten die Verzögerungen beim Stadioneinlass. Polizei und SC hatten sich bereits kurz nach Spielende dazu in gemeinsamen Statement geäußert und sich angesichts der Umstände bei den Fußballfans für ihre Geduld und ruhiges Verhalten am Einlass bedankt.


Rund um die Fußballbegegnungen gab es mehrere Demonstrationen, wie hier bereits am Mittwoch. Größere Zwischenfälle blieben aus. Foto: Joers