Trotz Sommerhitze feierten am Samstag rund 17.000 Menschen wieder ausgelassen und fröhlich den „Christopher Street Day“ in der Innenstadt und setzten so ein farbenfrohes Zeichen für Toleranz. Die Party-Meute zog zu Technobeats und Samba-Trommelschlägen durch die Straßen. Natürlich wehten hier nicht nur viele Regenbogen-Fahnen, sondern die Teilnehmer hatten wieder jede Menge kreative Outfits kreiert. Pompöser Feder-Kopfschmuck, Engelsflügel, knappe Glitzer-BHs und knallige Farben waren angesagt. Es wird viel getanzt und gelacht. Wichtige Accessoires waren Fächer oder Schirme gegen die Hitze.
Das Motto lautete dieses Jahr „Resisdäncia – Party, Sahne, Widerstand“. Aber die Teilnehmer wollen nicht nur Party machen, es ist auch ein politischer Protest. „Das ist eine Demonstration und wir wollen ein kraftvolles politisches Zeichen setzen“, sagte Versammlungsleiter Ronny Pfreundschuh der BZ. Nach dem Umzug trat abends dann noch die Punkband Pussy Riot auf, die Musikerinnen protestierten international gegen den russischen Präsidenten. Die Songs, die Taso Pletner, Marija Aljochina, Alina Petrova performten, handelten vom Kampf für die Freiheit und Feminismus. Ein besonderer Abschluss des bunten Protests.






Ausgelassene Stimmung herrschte wieder beim CSD: Fächer und bunte Schirme waren aufgrund des sommerlichen Wetters Pflicht. Foto: Berthold Krieger